Seelsorge in der Gemeinde
Die Seelsorge gehört zu den zentralen Aufgaben von Pfarrerinnen und Pfarrer. Sie sind für die Seelsorge ausgebildet durch ihre Ordination an das Beichtgeheimnis gebunden. Das garantiert absolute Vertraulichkeit.
Zugleich ist Seelsorge aber auch Aufgabe der ganzen Kirchengemeinde. Sie kann also auch von ausgebildeten ehrenamtlich Mitarbeitenden übernommen werden.
Seelsorge findet spontan - ein Gespräch zwischen Tür und Angel, bei einem (Geburtstags-)Besuch, in einer Gemeindegruppe - oder verabredet statt. Auch Anlässe wie Taufe, Trauung oder Beerdigungen können der Ausgangspunkt für seelsorgliche Gespräche sein. Häufig kann über die Seelsorge auch der Kontakt zu anderen Hilfsangeboten hergestellt werden.
Wenn Sie sich also etwas von der Seele reden wollen, Unterstützung in Glaubens- und Lebensfragen, in Krisen oder Konflikten brauchen, wenn sie an Lebensangst leiden, krank sind, im Sterben liegen oder trauern, finden Sie in Ihrem Gemeindepfarrer bzw. Ihrer Gemeindepfarrerin jemanden, der Ihnen zuhört und Sie seelsorgerlich begleitet.
Seelsorgerinnen und Seelsorger arbeiten vertraulich und unterliegen einer besonderen Pflicht zur Verschwiegenheit.
Am besten vereinbaren Sie dazu einen Gesprächstermin. Die Telefonnummer Ihrer Pfarrerin oder Ihres Pfarrer finden Sie im Telefonbuch oder in unserem Gemeindefinder unter:
"Service/ Adressen & Kontakte"
"Ich fühle mich von meiner Arbeit beschenkt"
Evelyn Drechsel ist Seelsorgerin im Altenheim St. Michael in Heidelberg - Für viele Bewohner ist sie die einzige, mit der sie ihre Sorgen und Nöte teilen können.
Evelyn Drechsel im
Andachtsraum von St. Michael
Im normalen Heimalltag bleibt dem dünn besetzten Pflegepersonal nicht viel Raum für Persönliches oder für ein kleines Plauderstündchen mit den Bewohnern, bedauert Evelyn Drechsel. Umso wichtiger sind deshalb die hauptamtliche seelsorgliche Arbeit oder das Engagement ehrenamtlicher Besucher.
Für Evelyn Drechsel sind die Stunden in St. Michael mit die befriedigendsten der Woche. „Die meisten freuen sich sehr, wenn ich zu ihnen komme. Sie sind glücklich, wenn ihnen jemand zuhört – und das gibt mir das Gefühl, hier etwas Sinnvolles zu tun.“
