Anstiftung zum Dialog in Lahr

 

In Lahr gibt es neben Jugendlichen ohne Migrationshintergrund hauptsächlich russland-deutsche und türkische Jugendliche.

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Jugendreferent Volker Renz

Der Bezirksjugendreferent bildete zu Beginn eine Projektgruppe, bestehend aus dem türkischen Trägerverein der Moschee, dem Diakonischen Werk und einer Kirchengemeinde, um die Grobstruktur des Projektes zu planen.  In einem ersten Schritt sollten russland-deutsche, türkische und deutsche Jugendliche ohne Migrationshintergrund jeweils einen eigenen kleinen Film drehen, der zeigt, wie ihre Gruppe das Leben als Jugendlicher in Lahr wahrnimmt.  Im Anschluss sollte der Film dann den anderen Jugendlichen gezeigt werden. Die Idee war dabei, zu sehen, wie die Jugendlichen unterschiedlich ihre Stadt zeigen und was ihnen in Lahr wichtig und wertvoll ist.

Zu Beginn wurden relativ leicht Jugendliche gefunden, die bereit waren, sich am Projekt zu beteiligen. Doch nach einigen Treffen sind die deutschen Jugendlichen abgesprungen. Als Gründe gaben sie an, dass sie dafür jetzt keine Zeit oder keine Lust mehr hätten - oder sich nicht vor die Kamera trauen würden.

Die Russlanddeutschen haben sehr schnell mit dem Filmdrehen angefangen. Leider war dann der Mitarbeiter, der die Jugendlichen betreut hat, längere Zeit im Urlaub und so wurde dann einfach zwei/drei Monate nicht weiter gearbeitet. Deshalb wurde der Film dann leider nicht rechtzeitig fertig geschnitten.

Die muslimischen Jugendlichen waren anfänglich sehr begeistert und haben sehr viel gefilmt. Die Jugendlichen haben selbstständig die Filminhalte ausgewählt und nach einer Technikschulung selbst gefilmt. Doch zum Schneiden blieben lediglich zwei Jugendliche übrig. Diese Jugendlichen bemerkten beim Schneiden, dass noch einige wichtige Szenen und Menschen fehlten, die sie nicht gefilmt hatten.

Zwischenzeitlich hatten sich die deutschen Jugendlichen ganz herausgezogen und der Bezirksjugendreferent musste noch mal deutsche Jugendliche suchen. Es konnten schließlich noch Jugendliche gefunden werden, die sich für das Projekt interessierten. Aber leider gelang es nicht mehr, etwas zu drehen.

So gelang es der Lahrer Gruppe zum Ende der Projektzeit lediglich, eine Rohfassung des türkischen Films fertig zu stellen, der dann beim gemeinsamen Treffen mit den Jugendlichen aus den anderen Projektorten vorgeführt wurde. In Lahr hatte man sich entschieden, das Projekt anders anzugehen, als ursprünglich geplant, nämlich wie bereits erwähnt in drei Gruppen. Im Nachhinein betrachtet muss man sagen, dass dies wahrscheinlich insbesondere den deutschen Jugendlichen zu viel Aufwand war und eine zu große Ausdauer erforderte. Vermutlich hat sich deshalb auch in allen Gruppen die Teilnehmerzahl reduziert. Dennoch hat der Prozess eine Entwicklung angestoßen, die das eigentliche Ziel des Projekts, die Wertekommunikation Jugendlicher, gefördert hat und die sicherlich auch weitergeführt wird. Es bleibt abzuwarten, ob der Prozess noch weitergeführt werden kann.

       

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