Ökumenische Dekade zur Überwindung von Gewalt

 

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1998 hat der Ökumenische Rat der Kirchen bei seiner Vollversammlung in Harare die "Dekade zur Überwindung von Gewalt" für die Jahre 2001 bis 2010 ausgerufen. Das Ziel der Dekade wird im Untertitel deutlich: Kirchen für Frieden und Versöhnung. Bei der Wahl des Dekadethemas haben verschiedene Erfahrungen aus unterschiedlichen Prozessen der ökumenischen Bewegung eine Rolle gespielt: Die Erkenntnisse des konziliaren Prozesses für Gerechtigkeit, Frieden und Bewahrung der Schöpfung, die Erfahrungen und Ergebnisse der Dekade "Kirchen in Solidarität mit den Frauen", die Fragen u.a. der südafrikanischen Kirchen, die sich nach der Abschaffung der Apartheid vor der Herausforderung sahen, Versöhnungsprozesse im eigenen Land und in den eigenen Kirchen in Gang zu bringen und schließlich das Programm "peace to the city".
Vor diesem Hintergrund sind Kirchen in ganz unterschiedlichen Kontexten aufgerufen, die Suche nach Frieden und Versöhnung neu ins Zentrum kirchlicher Arbeit zu stellen. 
Gemeinden sollen ermutigt werden, sich in ihrem Umfeld mit den unterschiedlichen Seiten von Gewalt auseinanderzusetzen und Schritte zur Überwindung auszuprobieren.
Dekade aktuell
Am Sonntag, 13. Juni 2010 wird eine erste Bilanz der Dekadearbeit in Baden gezogen. Unter dem Motto: Kirche des Friedens werden laden wir zu einem ökumenischen Dekadetag in Karlsruhe ein. Auf dem Programm stehen ein ökumenischer Gottesdienst mit internationalen Gästen, ein Vortrag mit Professor Konrad Raiser, Diskussion im Weltcafe und anderes mehr. Hier das Programm 
Folgende Initiativen bestehen zur Zeit:

 

  • Zum Abschluss der Dekade plant der ÖRK für Mai 2011 eine internationale ökumenische Friedenskonvokation in Kingston/Jamaika, die die Ergebnisse bündeln und eine "ökumenische Friedenserklärung" verabschieden soll. Der Weg dahin wird auch in unserer Landeskirche auf unterschiedlichste Weise begleitet. (s. Friedenskonvokation)

  • 7 Badische Ökumenische Foren zur Dekade beleuchteten mit jährlich wechselnden Themen ganz unterschiedliche Aspekte des Themas "Gewalt überwinden" - zuletzt: Gefangen im Netz - neue Medien und Gewalt". Themen und Berichte finden Sie unter "Dekadeforum".

  • Es gibt einen landeskirchlichen Fonds zur Unterstützung von Gruppen und Gemeinden, die ein Projekt im Rahmen der Dekade durchführen und planen. Für ein Projekt können Mittel - bei Eigenbeteiligung in gleicher Höhe - beantragt werden. Die Kriterien sind beim Vergabeausschuss von Jürgen Stude zu erhalten.

  • Das Projekt "Jugendliche werden Friedensstifter" bietet Wochenendprogramme für die Konfirmanden- und Jugendarbeit sowie Trainerschulungen für interessierte Jugendmitarbeiter/innen, Ehrenamtliche und Hauptamtliche. Weitere Infos

  • In Zusammenarbeit der Dekade-Beauftragten von Baden, Württemberg, Bayern, Hessen-Nassau und der Pfalz wird zweimal im Jahr ein Dekade-Infobrief herausgegeben mit Kurzberichten über Projekte und Erfahrungen, die Mut machen.




    Die Koordinationsrunde für die Dekade (KOR) sammelt und informiert über die eigenen Beiträge der "Werke und Dienste", der Bezirke, Gemeinden und Gruppen. Der Auftrag der KOR ist es, die Dekade-Struktur zu gestalten, die Projektanträge zu prüfen und mit Nachbar- und ACK-Kirchen zu kooperieren. Die Federführung der Koordination hat Pfarrerin Anne Heitmann, Blumenstraße 1 - 7, 76133 Karlsruhe, Tel.:0721/9175-514, Fax: -9175-566
    Für das Friedensstifterprojekt zuständig ist Stefan Maaß mit gleicher Anschrift; Tel.:0721/9175-470, Fax: -9175-479


    Die Logos der Dekade zur Überwindung von Gewalt und der Internationalen ökumenischen Friedenskonvokation werden verwendet mit freundlicher Genehmigung des Ökumenischen Rates der Kirchen.
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