Die Fotografie

 

Fotos

Fotografie bedeutet „Mit Licht schreiben“.

Wir sehen nur, weil das Licht die Objekte und Personen beleuchtet und sichtbar macht; und alles, was wir mit einem Fotoapparat aufgenommen haben, wurde von einem Lichtstrahl beleuchtet und dann auf einen Film oder ein Chip geschrieben.

Fotografie wird in der Kunst, in der Berichterstattung, in der Werbung, oder bei Hochzeiten, Festen, Urlaub usw. verwendet, dieses so große Spektrum zeigt, wie wichtig seit Jahrzehnten das Medium Fotografie ist.

Was uns interessiert, ist die Fotografie als Dokumentation, und zwar die Fotografie als Mittel, um die Leser fotografisch zu informieren.

 

Licht und Fotografie

In vielen Gemeindehäusern und Kirchen wird die Wirkung des Lichtes oft unterschätzt oder nicht berücksichtigt.

Der Referent wird seinen Vortrag vielleicht aus der dunkleren Ecke des Saales halten.
Die Pfarrerin spricht von einer Kanzel, die man mit den Augen vorher suchen muss, und wir entdecken sie „nur“, weil die Stimme uns leitet. Obwohl man kaum sieht, macht niemand das Licht an.

Für die Theateraufführung in der Kirche werden keine Strahler benutzt, um die Szene richtig auszuleuchten.
Es wird kein „Lichtraum“ geschaffen, um das „Geschehen“ hervorzuheben, vom Rest abzugrenzen, da und hier werden vermischt.
Das stört uns nicht, weil wir in der Lage sind, uns anzupassen. Wir können mit den Augen „ausgleichen“ und uns auf das Wesentliche konzentrieren. Kurzum, wir wollen die Predigt hören und nicht die Pfarrerin sehen, das Wort Gottes ist wichtiger als das Bild Gottes.

Für die Fotografie ist diese Tatsache allerdings ein Problem.
Die Kamera denkt nicht, d.h. sie „fokussiert“ nicht, sie hat keine „Emotionen“. Sie nimmt alles auf, was vor der Linse geschieht, das Objekt, das wir gerade fotografieren, der Hintergrund, der Vordergrund, alles auf ein Mal.
Wie kann man unter diesen schwierigen Bedingungen trotzdem gute oder weniger schlechte Fotos machen?

Dazu hilft uns erstens die Antwort auf die Frage:

Um was geht es? Was ist das Wichtigste?
Was passiert hier? Vortrag? Wanderung? Frauenkreis? Jubiläum?
Was will ich zeigen: wer den Vortrag hält oder das Publikum?
Die Stimmung der Wanderung oder die Umgebung?
Das Zusammensein im Frauenkreis oder ein Gast?
Die Person, die Geburtstag hat oder den Kuchen?
....oder alles zusammen?

Natürlich je mehr Informationen desto besser, aber versuchen Sie zunächst zu wissen, was Sie fotografisch unbedingt haben wollen! Und versuchen Sie dann im Laufe des Abends bzw. der Wanderung es umzusetzen.

 

Beweglichkeit

Auch wenn die meisten Kamera Brennweiten vom Weitwinkel bis zum Teleobjektiv besitzen (Zoom heißt es), bedeutet das nicht, dass man alles aufnehmen kann, ohne einen einzigen Schritt vom eigenen Standpunkt aus weg zu wagen.

Man muß nach vorne gehen, man muß nah am Geschehen sein. Es gibt leider keinen Ausweg. Man geht hin, man nimmt etwas Zeit mit, man wartet, bis etwas Interessantes passiert. Man kann auch vor das Publikum gehen, natürlich darf es nicht eine Ewigkeit dauern, aber seitens des Publikums ist ein gewisses Verständnis immer vorhanden. 

 

Schärfe

Eine andere Möglichkeit, den Vorder- und Hintergrund auszuschalten, ist mit der Schärfe zu arbeiten. Je näher am Objekt ich bin, um so unschärfer ist der Hintergrund, und darum geht es, je unschärfer der Hintergrund ist, desto schärfer das Objekt, die Person wirkt.
Das gilt für alle Brennweiten, am deutlichsten sieht man es bei einem Teleobjektiv. 

 

Blitz

Die meisten Kameras vor allem im User-Bereich haben ein zusätzliches Blitz eingebaut, der soll das fehlende oder mangelhafte Licht ergänzen.

Das Blitzlicht ist notwendig, aber das Blitzlicht macht auch alles platt und scharf, das Licht wird nicht nur auf unser Objekt projiziert sondern überall hin, und die Physik will es, dass, wer vorne ist, mehr Licht bekommt, als wer hinten ist.

Also Vorsicht, dass das, was wir aufnehmen wollen, auf einer Ebene ist z.B. Gruppenfoto, oder dass vorne keine Objekte oder Personen (Schulter, Köpfe) sind, wenn ja, suchen Sie einen anderen Standpunkt. Oft ist es besser, die Standpunkte zu ändern, um eine neue und vielleicht bessere Sicht auf das Geschehen zu haben.

 

Wie wird fotografiert?

Leider hilft die Praxis mehr als viele Worte, es muss eine Praxis sein, bei der der selbstkritische Blick scharf arbeitet, sich immer wieder fragen, ist es richtig, wie ich es gemacht habe?
Was hätte ich anders machen können?
Sieht man auf dem Bild das, was ich eigentlich zeigen wollte?

Bei der Beurteilung der Ergebnisse kann man sehr viel lernen, man kann auch Andere nach ihrer Meinung fragen.

Es ist mir allerdings schon klar, dass diese Auseinandersetzung in Grenzen bleiben muss. Sie sind ein ehrenamtlicher Mitarbeiter und das Ziel dieser Zeilen ist, für Sie die Fotografie als Medium und Sprache bewusster zu machen.

Die Praxis hilft mehr als viele Worte, aber hier ein paar Tips:
Kinder werden grundsätzlich auf Kinderhöhe fotografiert, die Perspektive von oben nach unten ist „erniedrigend“, man muß sich bücken, den anderen suchen.

Das gilt allerdings auch für ältere Menschen, die vielleicht im Rollstuhl sitzen, oder nicht mehr so „gerade“ sind, wie sie waren.

Gruppenfoto: das kommt häufig vor, die Leute werden in kleine Leute vorne und grössere hinten aufgestellt, um so besser, wenn eine Treppe vorhanden ist. Auf die Frage: „sehen alle die Kamera?!“ es muß ein einheitliches Ja sein, wer sie nicht sieht, wird auch nicht auf dem Bild zu finden sein. Die Leute müssen enger zusammenrücken, damit alles sehr „kompakt“ wird und wirkt!

Wenn jemand einen Vortrag hält, abwarten, bis er was sagt, er sollte nicht gerade im Text lesen, sondern in Richtung Publikum schauen.

Menschen, vor allem ihre Gesichter werden mit einem dunkleren Hintergrund fotografiert, hellere Bereiche ziehen mehr Aufmerksamkeit an, als dunklere und nicht nur deswegen. Erstens, weil die Druck- und die Papierqualität des Gemeindebriefes nicht so gut ist und zweitens, weil alle Farbinformationen in Grautöne umgewandelt werden, deshalb auf klare Kontraste achten.

Wenn man mehr als ein Foto für einen Beitrag in dem Gemeindebrief plant, dann sollten die Fotos unterschiedlich sein, einmal ein engerer Ausschnitt und einmal ein Gesamtbild, einmal den Pfarrer und einmal die Gemeinde usw.

 

Ausschnitt

Nicht alle Fotos werden so abgedruckt, wie sie „geschossen“ wurden. Oft wird ein Ausschnitt gemacht. Das hilft, um von dem Bild alles wegzunehmen, was nicht wichtig und nötig ist, das hilft aber auch, um eine Seite so zu gestalten, dass sie interessanter wirkt. Auf einem Bild muß immer was passieren, das heißt, die Augen, die ein Bild betrachten, müssen immer was finden.

Ich wünsche Ihnen eine gute fotografische Zeit.

Gustavo Alabiso

       

      Ansprechpartner/in

      Haben Sie Fragen zur Gestaltung Ihres Gemeindebriefes oder mit welchem Programm Sie am besten einen Gemeindebrief erstellen, usw, dann wenden Sie sich an Frau Alexandra Weber in der Abteilung Information und Öffentlichkeitsarbeit des EOK's.

      Tel: (0721) 9175-114

       

      Vorlagen für Ihren Gemeindebrief

      Aktuelle Vorlagen aus dem Geschehen der Landeskirche finden Sie auf der Seite Gemeindebriefvorlagen.

       

      Gemeindebrief - Magazin für Öffentlichkeits- arbeit

      Mit der Zeitschrift "Gemeindebrief - Magazin für Öffentlichkeitsarbeit" stellt Ihnen das Gemeinschaftswerk der Evangelischen Publizistik (GEP) gGmbH eine Zeitschrift mit Texten, Fotos und Grafiken, entsprechend der Jahreszeit für die Gestaltung Ihres Gemeindebriefes zur Verfügung. Weitere Infos unter: www.gemeindebrief.de

       

      Fortbildungsportal "Relaisstation.de"

      Die "Relaisstation Öffentlichkeitsarbeit" ist eine Servicestelle im Gemeinschaftswerk der Evangelischen Publizistik (GEP). An den hier angebotenen Fortbildungen kann jedermann/ jedefrau teilnehmen.

       

      Fotografie "Mit Licht schreiben".

      So lautet die Überschrift der Homepage von Konstantin von Abercron aus Heidelberg. Wenn Sie mehr wissen wollen über Technik, Bildgestaltung, Tipps und Tricks zum Fotografieren, dann sind Sie bei ihm richtig.