Studie zur Beratungsarbeit des Müttergenesungswerkes veröffentlicht:
Pressemitteilung
2008: Rund 140.000 Mütter zu Mutter-Kind-Kur beraten
90% der Mütter finden Beratung wertvoll
Berlin, 15. Juli 2009. Das Müttergenesungswerk (MGW) hat heute in Berlin die Ergebnisse
einer Studie über den Inhalt und Umfang der Beratungstätigkeit und Bedarfslagen von Müttern
veröffentlicht. Rund 140.000* Mütter haben im Jahr 2008 eine kostenlose Beratung zu
einer Vorsorge- oder Rehabilitationsmaßnahme für Mütter oder Mutter-Kind in einer der
1.400 Beratungsstellen der Wohlfahrtsverbände (AWO, DPWV, DRK; EVA, KAG) beim
Müttergenesungswerk in Anspruch genommen.
Die Studie bestätigt die Notwendigkeit der Beratung. Über 90% der befragten Mütter
schätzten die Qualität der Beratungsarbeit als außerordentlich hoch und wertvoll ein. Zwei
Drittel von ihnen halten die Beratung für unbedingt erforderlich. Die Beratungsarbeit bei den
Wohlfahrtsverbänden ist wichtiger Teil der sogenannten Therapeutischen Kette des Müttergenesungswerkes,
die die Kurmaßnahme mit Beratung im Vorfeld und der nachhaltigen
Nachsorge für die Frauen am Wohnort verbindet.
Über 70% der Frauen kamen mit mindestens drei Gesundheitsstörungen oder Erkrankungen
mittlerer Schwere in die Beratungsstellen. Zeitdruck und das ständige Dasein für die
Familie wurden von den Frauen als häufigste psychosoziale Belastungen benannt. Ca.
60% der Frauen erleben die Belastungen aus Familie, Alltag und Gesundheit als beeinträchtigend.
„Bemerkenswert ist“, stellt Anne Schilling, Geschäftsführerin des MGW in Berlin
fest, „dass sich die Mütter mit bewilligten Kuranträgen hinsichtlich ihrer gesundheitlichen
Situation und der Beeinträchtigung der Aktivitäten nicht signifikant von den Müttern mit abgelehnten
Anträgen unterscheiden.“
Der Beratungsaufwand ist groß: Die Mütter werden mit einer durchschnittlichen Beratungszeit
von drei Stunden und neun Kontaktaufnahmen durch die Beraterin betreut. Beraten
werden die Frauen sowohl bei der Antragstellung als auch hinsichtlich der optimalen Auswahl
der Kureinrichtung. Hierbei müssen neben den Indikationen auch persönliche Bedarfslagen
wie Trauer, Kinderbetreuungskonzept oder Größe der Einrichtung berücksichtigt
werden. Zur erfolgreichen Umsetzung dieser Faktoren bei der Beantragung einer Mütteroder
Mutter-Kind-Kur ist auch die Beratung zur Wahrnehmung des Wunsch- und Wahlrechtes
jeder gesetzlich versicherten Mutter wichtig.
Nicht immer benötigen die Frauen eine stationäre Vorsorge- oder Rehabilitationsmaßnahme.
Rund 50%* der beratungsuchenden Frauen stellen einen Kurantrag. Den Anderen werden
individuelle kontextbezogene Hilfen im System der Wohlfahrtsverbände angeboten.
Im Jahr 2008 konnten 47.000* Mütter mit 68.000* Kindern eine Kurmaßnahme des MGW
wahrnehmen. Trotz der eindeutigen gesetzlichen Bestimmungen lag die Ablehnungsquote
noch bei 27%. Rund 50% der Widersprüche, die innerhalb der Beratungstätigkeit unterstützt
wurden, wurden im 2. Anlauf genehmigt.
Die Studie wurde durchgeführt vom Forschungsverbund Prävention und Rehabilitation für Mütter und
Kinder an der Medizinischen Hochschule Hannover und mit Mitteln des BMFSFJ gefördert. Die Zusammenfassung
der Studie ist auf der MGW-Webseite veröffentlicht. * Zahlen lt. MGW-Statistik 2008
Beratungsstellensuche: www.muettergenesungswerk.de oder Kurtelefon: 030/33 00 29-29
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Kontakt
Elly Heuss-Knapp-Stiftung, Deutsches Müttergenesungswerk
Bergstraße 63,
10115 Berlin
Katrin Goßens
Tel.: 030/33 00 29-14,
gossens@muettergenesungswerk.de
www.muettergenesungswerk.de
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Im Januar 1950 gründete Elly Heuss-Knapp, die Frau des ersten Präsidenten der Bundesrepublik Deutschland, Theodor
Heuss, die Elly Heuss-Knapp-Stiftung, Deutsches Müttergenesungswerk. Zweck der Stiftung ist, Vorsorge- und
Rehabilitationsmaßnahmen für Mütter zu ermöglichen, für die Idee der Müttergenesung zu werben und durch die
Vernetzung der Wohlfahrtsverbände unter dem Dach des Müttergenesungswerkes (MGW) die Arbeit für Mütter zu
stärken. Denn Verantwortung für Kinder und Familie heißt Einsatz rund um die Uhr – wobei die Behandlung von gesundheitlichen
Beschwerden der Mütter oft auf der Strecke bleibt. Die Gesundheitsprobleme können in vielen Fällen
mit einzelnen ambulanten Maßnahmen nicht ausreichend behandelt werden. Hier setzt das MGW mit seiner Therapeutischen
Kette an. Während eines Zeitraumes von drei Wochen gewährleisten Mütter- und Mutter-Kind-Kuren die
umfassende Vorsorge und Rehabilitation außerhalb des häuslichen Umfeldes. Beratungsstellen bei den Wohlfahrtsverbänden
unterstützen bei der Antragstellung und mit den Nachsorgeangeboten.







