Melanchthons tiefe Spuren

 

Ausstellung zum Melanchthongedenkjahr in der Pforzheimer Schlosskirche St. Michael

Ausstellungseröffnung

Bürgermeister Roger Heidt, Dr. Günter
Frank (Direktor der Melanchthonakademie),
Dr. Martin Schneider und Pfr. Bruno
Dörzbacher bei der Ausstellungseröffnung
(v.links)

 

(13.01.10) „Grenzen überwinden“ – so lautet das Motto der Ausstellung. Grenzen überwinden wollte Melanchthon Zeit seines Lebens. Zu jeder Zeit bemühte er sich um Ausgleich und Verständigung zwischen der Kirche und den Reformatoren.  - Die Ausstellung in Pforzheim zeigt bis 7. Februar die Bedeutung Melanchthons für Europa.

Melanchthon war schon als Elfjähriger auf Vermittlung seines Mentors Johannes Reuchlin von Bretten an die Lateinschule nach Pforzheim gekommen. Dieser enge Kontakt zu einem der bedeutendsten Humanisten seiner Zeit prägte den jungen Melanchthon sein Leben lang.

„Was wäre aus Philipp Schwarzerdt geworden ohne Reuchlin?“ fragt der Direktor der Europäischen Melanchthonakademie Günter Frank. „Wir alle wissen, was ein jeder seinem Lehrer verdankt“, führt Frank weiter aus, wohl wissend, wie sich Reuchlin um den Weg des jungen Gelehrten bemühte und verdient gemacht hat. Er war es, der ihn zu Studien nach Tübingen und Heidelberg bewegte und ihn mit 21 Jahren als einen der besten Lehrer für die Alten Sprachen in Deutschland an die Universität nach Wittenberg empfahl.

Konzipiert wurde die Ausstellung „Melanchthon – Grenzen überwinden“ von der Europäischen Melanchthon-Akademie in Bretten. Die Umsetzung erfolgte durch den Historiker Albert de Lange.
„Die Bedeutung Philipp Melanchthons für Europa. Von Wittenberg bis Siebenbürgen“, ist der Untertitel der Ausstellung, der deutlich macht, welche Bedeutung der Universalgelehrte Melanchthon für ganz Europa hatte – bis hinab zum Balkan, wo reformierte Ungarn, orthodoxe Rumänen und lutherische Siebenbürger Sachsen unter osmanischer Herrschaft lebten.

Welchen Stellenwert die Ausstellung für die Öffentlichkeit hat, wird durch die Förderungen deutlich. Nicht nur die Evangelische Kirche in Baden, sondern auch das Land Baden-Württemberg und der Bund unterstützten die Ausstellung bei der Erstellung der 27 Tafeln.

Termine

Die Ausstellung im Stiftschor ist bis 7. Februar nach den Gottesdiensten, dazu montags und freitags von 15 bis 18 und mittwochs von 15 bis 17 Uhr sowie nach Vereinbarung (unter Tel. 07231/10 24 84) zu sehen.