Erdbeben in Haiti: Ermutigendes Zeichen für die Überlebenden

 

Landesverbände der Diakonie sammeln erfolgreich Spenden für Hilfsprojekte

Mensch vor einem Stapel von Decken

Armut und Verzweiflung
Foto: Diakonie Katastrophenhilfe



Kinder in Haiti

Kinder in Haiti
Foto: Diakonie Katastrophenhilfe

 



Umladen von Hilfsgütern in Helicopter

Umladen von Hilfsgütern
Foto: Diakonie Katastrophenhilfe

(18. Februar 2010). Fast eine Million Euro an Spenden für die Arbeit der Diakonie Katastrophenhilfe in Haiti haben einige Landesverbände der Diakonie in Deutschland bisher verbucht. Diese überwältigende Resonanz hält der Leiter der Programmabteilung des evangelischen Hilfswerks, Volker Gerdesmeier, für ein ermutigendes Zeichen für die Überlebenden. Die Summe der Spendeneingänge bei den Diakonischen Werken ist noch vorläufig. Insgesamt hat die Diakonie Katastrophenhilfe bisher elf Millionen Euro Spenden erhalten.

Gerdesmeier, der gerade von einem einwöchigen Aufenthalt im Katastrophengebiet zurückgekehrt ist, hat sich beeindruckt davon gezeigt, wie die Hilfsmaßnahmen der Diakonie Katastrophenhilfe immer besser ineinandergreifen und umgesetzt werden. Der Schwerpunkt der Hilfe liegt im südöstlichen Landesteil. In Jacmel wurden in den vergangenen Tagen mehr als 300 Familienzelte aufgebaut. Gerdesmeier sagte, dass in der Region insgesamt 2.000 Familienzelte verteilt werden sollen. Sie kosten rund 350.000 Euro. Dazu werden 4.000 Schlafmatten, 4.000 Decken, 2.000 Moskitonetze, 2.000 Hygienesets, 2.000 Küchensets und 2.000 Plastikplanen verteilt.

Daneben startet die Diakonie Katastrophenhilfe mit 100 Werkzeugsets für jeweils rund 1.000 Euro ein Cash for Work (Geld für Arbeit)-Programm für 500 Familien. Die Werkzeuge sind zur Beseitigung der Trümmer, aber auch für den Wiederaufbau vorgesehen. Mit vier medizinischen Nothilfesets für je 10.000 Menschen für 30.000 Euro werden Gesundheitsstationen unterstützt.

Geplant ist nach Angaben Gerdesmeiers der Bau von Schulen und Gesundheitszentren genauso wie der Bau von Einzelhäusern und Schutzzentren für den Katastrophenfall. Gerdesmeier verwies ausdrücklich darauf, dass ein von der Diakonie Katastrophenhilfe errichteter Schutzbau zur Hurrikanvorsorge das Erdbeben weitgehend unbeschadet überstanden hat und nun als Notunterkunft dient. "Das Gebäude war also auch erdbebensicher", freute sich Gerdesmeier. Auch die vom evangelischen Hilfswerk ausgebildeten lokalen Zivilschutzkomitees haben erfolgreich gearbeitet und Menschen aus den Trümmern gerettet. Neben der Arbeit in der Schwerpunktregion um Jacmel unterstützt die Diakonie Katastrophenhilfe Opfer auch in Port-au-Prince und in Leogane. So erhält ein Kinderkrankenhaus in Port-au-Prince Medikamente im Wert von 50.000 Euro.

Die Diakonie Katastrophenhilfe hat seit 5 Jahren ein eigenes Büro in Haiti. Gemeinsam mit den lokalen Partnerorganisationen und den Partnern im globalen kirchlichen Hilfsnetzwerk ACT (Kirchen helfen gemeinsam) arbeitet sie in einem lokal eingebundenen Hilfsnetzwerk.

"Wenn ein Glied leidet, so leiden alle Glieder" schrieb Paulus in einem Brief an die Korinther. (1.Kor 12,26a). Machen Sie Ihr Mit-Leiden deutlich und unterstützen Sie die Arbeit der Diakonie Katastrophenhilfe zugunsten der Erdbebenopfer in Haiti! Vielen Dank.
Diakonie Katastrophenhilfe:
Konto 502 707, Postbank Stuttgart, BLZ 600 100 70, Kennwort: "Erdbebenhilfe Haiti"
Per SMS: Spender können an die 8 11 90 eine SMS mit dem Stichwort 'BEBEN' schicken. Von der Mobilfunk-Rechnung werden dann 5 Euro abgebucht.

oder online http://www.diakonie-katastrophenhilfe.de/haiti

     

    Weggefährte Luthers und „Lehrer Deutschlands“

    Melanchthonjahr 2010