"Neuer Name - neues Bewusstsein"

 

Missionswerk fördert Austausch mit Kirchen in drei Kontinenten

Titelblatt EMS

(14.07.2010). Das Evangelische Missionswerk in Südwestdeutschland (EMS) verändert sich erneut: Schlankere Strukturen und ein gleichberechtigtes Miteinander von EMS, Kirchen und den 17 Schwesterkirchen in Afrika und Asien sollen in einer neuen Satzung festgeschrieben werden. Symbolisiert wird der Neuanfang zum 40. Geburtstag im Jahr 2012 von einer Namensänderung: Das Kürzel EMS soll künftig für „Evangelische Mission in Solidarität" stehen.

„Mit einer Namensänderung wird ein neues Bewusstsein auch nach außen dokumentiert ", sagt die Ökumenereferentin der Evangelischen Landeskirche in Baden, Kirchenrätin Susanne Labsch zum Abschluss einer Tagung des Internationalen Missionsrates im Haus der Kirche in Bad Herrenalb. Die badische Landeskirche, eine von fünf am EMS beteiligten Landeskirchen, legt Labsch zufolge besonderen Wert auf drei Themen: Auf das Ökumenische Freiwilligenprogramm, mit dem auch badische Freiwillige in die Partnerkirchen gehen und junge Menschen aus Afrika und Asien nach Baden kommen und auf eine nachhaltige Sicherung des Budgets des Gemeinschaftswerkes. Zudem soll die sogenannte Länderkompetenz des Missionswerks möglichst gestärkt werden.  „Die Gäste aus der internationalen Ökumene sollen ihre Erfahrungen und Informationen durch die Länderreferate an Gemeinden und Bezirke weitergeben“, sagte die Ökumenereferentin.  „Um die Informationen aus den Partnerkirchen einzuholen und weiterzugeben, sind die Ländereferenten unerlässlich.“

Die Missionsarbeit in Afrika und in Asien wurde noch bis weit in das 20. Jahrhundert hinein von Gesellschaften und Vereinen getragen. In Übersee waren daraus längst selbständige Kirchen erwachsen. 1972 schlossen sich sechs Kirchen und vier Missionsgesellschaften  in Südwestdeutschland zu einem eingetragenen Verein zusammen, um mit diesem Gemeinschaftswerk weltweite Partnerbeziehungen und  ökumenisch-missionarische Impulse gemeinsam zu gestalten zu geben. Heute versteht sich das EMS als Forum für gelebte Ökumene.