Erinnerung bewahren – Gedenken planen

 

Neue Arbeitshilfe zum Gedenken an Opfer der Deportation erschienen

Titelblatt Handreichung Gurs

(22.07.2010). Anlässlich des Gedenkens an die Deportation der badischen Juden ins französische Internierungslager Gurs am 22. Oktober 1940 hat eine Arbeitsgruppe der Evangelischen Kirchen in Baden und der Pfalz eine Arbeitshilfe mit Handreichungen erstellt.

Die Broschüre enthält eine Auswahl an Bildern, Texten und Quellen zum Geschehen vor 70 Jahren, Anregungen zur Planung von Gedenkveranstaltungen, Hilfen und Bausteine zur Gestaltung eines Gedenkgottesdienstes oder einer Andacht, aber auch Materialien für die Arbeit an Schulen, in der Jugend- und Erwachsenenbildung. Die Quellen geben Einblicke in die Gefühlswelt der damals Betroffenen und liefern auch Daten und Fakten über die sogenannte „Wagner-Bürckel-Aktion“, mit der Baden, Pfalz und Saarland innerhalb dieses einen Tages „judenfrei“ gemacht wurden.

Die Broschüre „22. Oktober 1940: Deportation der Jüdinnen und Juden aus Baden, Pfalz und Saarland nach Gurs – Bausteine für ein lebendiges Gedenken in Gemeinde und Gesellschaft“ ist Ausdruck einer gemeinsamen Aufgabe, der sich die Evangelische Landeskirche in Baden und die Evangelische Kirche der Pfalz heute stellen: Sie geben damit nicht nur der lange verdrängten Wahrheit die Ehre, dass das Judentum die Wurzel ist, die uns als Kirche trägt; sie erteilen gleichzeitig auch allen Versuchen eine Absage, Menschen nach ihrer Rasse, Herkunft oder Religion zu beurteilen und auszugrenzen. 

Die Broschüre kann bestellt werden bei der Evangelischen Landeskirche in Baden, Bestellservice, Blumenstraße 1–7, 76133 Karlsruhe, bestellservice@ekiba.de, Fax: 0721/9175-563.

Weitere Informationen zum Christlich-Jüdischen Gespräch

     

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    Melanchthonjahr 2010