"Jugend stärken- Partizipation fördern" - Zukunftsprozess der Evangelischen Jugend Baden

 

Delegiertentreffen der Evangelischen Jugend verabschiedet Positionspapier

Gruppenbild der Delegierten

Knapp 120 Delegierte
trafen sich in Karlsruhe



Christop Schneider-Harpprecht

Plenum

Konzentrierte Arbeit im Plenum

(24.07.2010) Knapp 120 Jugenddelegierte aus den Kirchenbezirken der Evangelischen Landeskirche in Baden sowie aus den Mitgliedsorganisationen der Landesjugendkammer trafen sich zum Delegiertentreffen im Rahmen des Zukunftsprozesses der Evangelischen Jugend in Baden in Karlsruhe.

Musikalisch begrüßt wurden die aus ganz Baden angereisten Delegierten von der "Band für heute" aus Wertheim, die auch den Startgottesdienst begleitete.

Die Erwartungen der jungen Delegierten waren hoch. Der 15jährige Michael aus dem Kirchenbezirk Kehl: "Wir haben geringfügige Änderungsvorschläge am Positionspapier. Doch eigentlich bin ich hier, weil ich deutlich machen will, dass es für Jugendliche mehr Möglichkeiten in der Kirche geben muss. Noch immer verhindern Pfarrer - auch bei uns im Bezirk - ein Engagement Jugendlicher."

Fabian Peters machte in der Einleitung zum Delegiertentag deutlich, warum es diesen Prozess überhaupt gibt. In 1/3 aller badischen evangelischen Gemeinden gibt es kein Angebot für Jugendliche. Damit kann man nicht zufrieden sein. Der Vorsitzende der Lenkungsgruppe Zukunftsprozess machte aber auch deutlich - in Anlehnung an Martin Luther King`s "I have a dream" - dass wir erfolgreiche Visionen im Zukunftsprozess haben:
Mehr Jugendliche als bisher beteiligen sich in der Evangelischen Jugend in Baden. Jugendliche können in ihrer Kirche echt mitbestimmen. Kirche stellt ausreichend Knete zur Verfügung. Jugend ist Kirche.

Diese Visionen sollen mit der Landessynode (dem "Parlament) der Evangelischen Landeskirche in Baden in einer gemeinsamen Tagung auf Augenhöhe beraten werden. 72 Jugenddelegierte sind von der Präsidentin der Landessynode zur Begegnung mit den 72 Mitgliedern der Synode zur Begegnung im Oktober 2010 in Bad Herrenalb geladen. Das Positionspapier ist eine der Grundlagen der Begegnung.

"Ein Tag wie bei den Jusos", so Hansjörg aus Pforzheim, folgte dieser Einführung. "Guten Diskussionen in den Arbeitsgruppen" (Patrik aus Ladenburg-Weinheim) folgten langwierige Antragsdiskussionen im Plenum mit Abstimmungen per roter oder grüner Karte.

In den Gesprächsgruppen wurde der Gender-Aspekt sehr wichtig genommen. Im Plenum war die männliche Dominanz unübersehbar. Karin aus Karlsruhe dazu: "Der Zukunftskongress ist wichtig. In den Bezirken wurde schon ernsthaft diskutiert. Aber was hier abgeht, das ist eine wichtige jugendpolitische Erfahrung für viele Mitarbeitende in der Evangelischen Jugend. Daran wachsen wir!" Mit etlichen Verbesserungen wurde das Positionspapier dann verabschiedet.

Bilder vom Delegiertentag gibt es unter ejuba.de in der Fotogalerie