Pakistan: Diakonie Katastrophenhilfe bittet um ihre Unterstützung!
Nach schwersten Überschwemmungen brauchen die Flutopfer Trinkwasser und Nahrung.
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Diakonie Katastrophenhilfe - Pakistan
(12.08.2010) In Pakistan ist die bislang vom Umfang her größte Hilfsaktion der Diakonie Katastrophenhilfe angelaufen. Die Situation im Nordwesten Pakistans hat sich über das Wochenende nach Informationen der Helfer vor Ort erneut zugespitzt.
Die Helfer berichten von weiteren Regenfällen. Zwar werden zurzeit die ersten Trinkwassertanks von der Partnerorganisation der Diakonie Katastrophenhilfe installiert in den schwer betroffenen Distrikten Charsadda und Nowsherra. Aber die logistischen Herausforderungen beim Transport der Hilfsgüter sind enorm. Tausende von Dörfern sind zerstört, einige sind noch von der Außenwelt abgeschnitten. Überall sind Wasser und Schlamm, heißt es.
Es werden zunächst 25 große Wassertanks installiert, die jeweils 4.000 Liter fassen. Außerdem haben die Menschen begonnen, dort, wo es möglich ist, den Schutt wegzuräumen. Hunderte von Freiwilligen sind im Einsatz, um Behelfslatrinen zu bauen sowie Nahrungsmittel, Trinkwasser, Hygienesets, Zelte und Plastikplanen zu verteilen.
Viele Menschen campieren notdürftig in öffentlichen Gebäuden, an Straßenrändern und auf erhöhtem Gelände. Dort sind sie dringend auf Hilfe angewiesen. Das meiste Vieh ist tot, die Ernte ist zerstört. Am schlimmsten hat es die Armen getroffen. Es wird Jahre dauern, bis der Schaden behoben sein wird, berichten die Helfer.
Da schon jetzt Notquartiere errichtet werden können, schafft die Diakonie Katastrophenhilfe 1.000 Zelte sowie Plastikplanen ins Krisengebiet. Dies ist besonders auch wegen der Situation der Frauen notwendig. In den bisherigen Unterkünften haben sie keinerlei geschützte Sphäre. In der traditionalistischen Gesellschaft ist dies jedoch besonders wichtig.
Die Diakonie Katastrophenhilfe stützt sich auf Dorfkomitees mit ehrenamtlichen Helfern, die bei der Verteilung helfen. Es werden keine fertig zubereiteten und konservierten Lebensmittel verteilt. Vielmehr erhalten die Familien während den nächsten 14 Tagen eine warme Mahlzeit am Tag. Lebensmittel aus Konservendosen betrachten die Menschen in der betroffenen Region eher mit Skepsis.
Das Gebiet war schon vor der Flut schlecht versorgt. Mitarbeiter der Diakonie Katastrophenhilfe haben vor der Flut folgende Problemfelder genannt, die sich verschärft haben: Der lokale und regionale Handel ist aufgrund der schwankenden Sicherheitslage weiterhin teilweise unterbrochen.
Die Diakonie Katastrophenhilfe konzentriert sich auch weiterhin auf ihr bisheriges Projektgebiet im Nordwesten Pakistan. Besonders hat sie schon den Wiederaufbau im Blick. Die Menschen müssen vor dem nahenden Winter vernünftige Unterkünfte bekommen.
Es werden daher dringend Spenden benötigt, um möglichst vielen Menschen vor Ort helfen zu können.
Die Diakonie Baden bittet für die Diakonie Katastrophenhilfe um Unterstützung. Bitte spenden Sie für die Hilfe der Diakonie Katastrophenhilfe!
Vielen Dank für Ihre Hilfe!
Ihr Pfarrer Volker Erbacher
Spendenkonto:
Diakonie Baden
Evangelische Kreditgenossenschaft
BLZ 520 604 10
Konto 4600
Kennwort: „Fluthilfe Pakistan“
Mehr Informationen unter www.diakonie-katastrophenhilfe.de
Fürbitten für die Opfer der Flut im Swat-Tal in Pakistan
Erbarmender Gott!
Seit du Menschen und Tiere
in der Arche gerettet hast,
rufen wir dich an als Retter in Wassersnot,
auch für unsere Brüder und Schwestern im pakistanischen Swat-Tal.
Wecke in den Eingeschlossenen die Kraft,
sich selbst zu helfen,
solange Hilfe von außen
sie noch nicht erreicht.
Sei der Rückhalt für die Frauen und Männer,
die die Nothilfe koordinieren und auf den Weg bringen müssen,
unter ihnen die Partnerinnen und Partner unserer Kirche.
Über die Tage der Naturkatastrophe hinaus,
bitten wir um Frieden und das Tägliche Brot
für das arme Volk im pakistanischen Swat-Tal,
das nach dem Krieg des Vorjahres
nun von neuem ohne Heim
und mit leeren Händen dasteht.
Amen.
