Andere christliche Kirchen

 

Die Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen (ACK)

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Ökumenisches Zusammenleben bedeutet für die Erzdiözese und die Evangelische Landeskirche mehr als nur evangelisch-katholische Kontakte. In Baden-Württemberg haben 21 Kirchen und kirchliche Gemeinschaften (17 Mitgliedskirchen, vier in beratender Mitwirkung) in der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen in Baden-Württemberg (ACK - BW) zusammengefunden.

Erste lokal wirkende ökumenische Kreise entstanden in den 60er Jahren, seien es ökumenische Gesprächskreise konfessionsverschiedener Paare, seien es ökumenische "Pfarrertreffen". Inzwischen gibt es 23 örtliche Arbeitsgemeinschaften und einige ökumenische Kreise.
Die ACK in Baden-Württemberg wurde 1973 gegründet. Laut Präambel der ACK verpflichten sich die Mitgliedskirchen zu "Schritten auf dem Weg zur sichtbaren Einheit im Glauben und der einen eucharistischen Gemeinschaft". In zahlreichen Kommissionen und Arbeitsgruppen arbeiten die verschiedenen Denominationen und Konfessionen an den theologischen Grundlagen der Ökumene sowie an gesellschaftlichen Themen wie z. B. Frieden, Migration und Schöpfungsverantwortung. Eine Jahrestagung dient der Zusammenführung der lokalen Arbeitsgemeinschaften, der Kommissionen sowie der Delegierten und des Vorstands.

Die Veröffentlichungen der ACK in Baden-Württemberg dienen der ökumenischen Zusammenarbeit vor Ort. Dazu zählen Broschüren als Bildungsangebot zu theologischen und gesellschaftlichen Fragen, z. B.:

  • Auf dem Weg zur Ehe - Brief an konfessionsverschiedene Paare (Faltblatt 20/50/100 Ex. = 2,00EUR/3,75EUR/7,00 EUR)

  • Ermutigung zur ökumenischen Arbeit am Ort (8 Seiten, Neuauflage, gratis)

  • Charta Oecumenica (16 Seiten, 0,60 EUR)

  • Christen begegnen Muslimen (68 Seiten, 1,00 EUR)

  • Rechtfertigung - was ist das? Ökumenische Handreichung für die Gemeinden (16 Seiten, 0,50 EUR)

  • "Ökumenisches Liederbuch zur Bestattung", 2000

  • Liturgie im Alltag - eine ökumenische Einführung in Formen gottesdienstlichen Lebens (56 Seiten, 1,00 EUR)

  • Trauerbegleitung in der Gemeinde (48 Seiten, 1,00 EUR)

Ansprechpartner für ökumenische Fragen:
PD Dr. Albrecht Haizmann
Geschäftsführer der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen in Baden-Württemberg
Stafflenbergstraße 46
70184 Stuttgart
Telefon (0711) 24 31 14
Telefax (0711) 2 36 14 36
E-Mail: ackbw@t-online.de

       

      Gebetswoche für die Einheit der Christen

       

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      Die ökumenische Gemeinschaft der Kirchen wird vom gemeinsamen Gebet und Gottesdienst getragen. In der Gebetswoche für die Einheit der Christen wird dies sichtbar. Sie wird jedes Jahr vom 18.-25. Januar oder in der Woche vor Pfingsten (oder auch an einem von den Gemeinden örtlich vereinbarten Termin) begangen. An ihr beteiligen sich weltweit Christinnen und Christen in unterschiedlichen Ländern und aus unterschiedlichen Konfessionen. So macht die Gebetswoche die kultur- und konfessionsübergreifende Realität der Ökumene und die Verbundenheit der Kirchen erlebbar. Die Themen und Texte stammen jedes Jahr aus einem anderen Land und haben einen besonderen Schwerpunkt.

      In der Gebetswoche für die Einheit der Christen am Donnerstag in der Woche vor Pfingsten feiern die beiden Bischöfe (Evang. Landeskirche in Baden und Erzdiözese in Freiburg) seit 1981 jährlich einen gemeinsamen ökumenischen Gottesdienst, abwechselnd in verschiedenen Landesteilen und Kirchen:

       

      Gebetswoche 2011

      Die Einheit unter Christinnen und Christen und der Frieden im Nahen Osten sind zwei Anliegen für Glaubende und Kirchen in der ganzen Welt: Gemeinsam wollen sie Gottesdienst
      und Abendmahl feiern und sich für Frieden in Israel und Palästina einsetzen.
      Die Liturgie, Meditationen und Gebete für die kommende Gebetswoche wurden vorbereitet von palästinensischen Christen aus verschiedenen Kirchen in Israel und Palästina. Ihr Motto stammt aus der Apostelgeschichte (2,42) und lautet: „Zusammen glauben, feiern, beten ...“

      In ihrer Sehnsucht nach Einheit und Frieden vereinen sich Christinnen und Christen in Israel, Palästina und im Nahen Osten...

      Über kaum einen Konflikt diskutieren Christen in Deutschland so leidenschaftlich wie über den Konflikt zwischen Israel und den Palästinensern. Entsprechend kontrovers sind hierzulande auch die Reaktionen auf das sogenannte Kairos-Dokument palästinensischer Christen vom Dezember 2009 ausgefallen.
      Im Oktober 2010 hat sich die Landessynode intensiv mit einem geschwisterlich-kritischen Antwortbrief aus Baden auf diesen Appell  befasst und benennt darin die kleinen Schritte, die wichtig sind für den Frieden im Nahen Osten: Kollekten, freiwillige Friedensdienste, soziales und politisches Engagement, Gespräche mit Juden und Muslimen und Gebete.

      Außerdem hat sich die Evangelische Landeskirche in Baden in ihrer ausführlichen Stellungnahme zu "noch intensiverer Fürbitte für die palästinensischen Christen, aber auch für palästinensische Muslime sowie für Juden in Israel" verpflichtet.
      Dies gilt besonders auch für die Bevölkerung Jerusalems. Denn, so das Kairos-Dokument, "die Anerkennung Jerusalems als heiliger Stadt und ihrer Botschaft wird eine Quelle der Inspiration für die Lösung des Gesamtproblems sein, das weitgehend ein Problem gegenseitigen Vertrauens und der Fähigkeit ist, in diesem Land Gottes ein neues Land zu schaffen."

      Darum bietet die  "Gebetswoche für die Einheit der Christen" eine herausragende Gelegenheit zu solcher Fürbitte. Denn die vorgeschlagene Liturgie stammt diesmal vom "Inter Church Center" in Jerusalem. Ihm gehören 13 christliche Kirchen an, die die reiche Vielfalt östlicher und westlicher christlicher Traditionen der Kirche in Jerusalem widerspiegeln. In einem der Gebete heißt es:
      "Gnädiger Gott, durch deine Propheten hast du verheißen, dass Jerusalem die Wohnstätte vieler Völker und die Mutter vieler Nationen sein wird. Deine Stadt Jerusalem soll der Ort sein, an dem alle Menschen in der Gemeinschaft mit dir einander in Frieden begegnen."
      Noch immer lebt die Kirche in Jerusalem, zu der vor allem arabisch sprechende Palästinenser gehören, in einem politischen Klima, das in vieler Hinsicht dem Leben der ersten christlichen Gemeinden gleicht. Darum knüpft die Gebetswoche 2011 mit ihrem Motto "Zusammen glauben, feiern, beten" auch unmittelbar an die Beschreibung der ersten Christengemeinde nach der Apostelgeschichte an.

      Am 27. Januar 2011 werden Städte und Gemein den den Holocaust- Gedenktag begehen. Im Januar 2011 haben wir so Gelegenheit, sowohl des Holocausts zu gedenken, als auch ökumenisch zusammen Gottesdienst zu feiern und um Frieden im Nahen Osten und Einheit unter den Kirchen zu beten. 

      (Susanne Labsch, Peter Scherhans;  Abteilung Mission und Ökumene)


      Texte und zusätzliches Gottesdienstmaterial für die Gebetswoche 2011 werden unter oikumene.org als Download angeboten.
      Die deutschsprachige Fassung der Gottesdienstordnung wird von der Ökumenischen Centrale erstellt und bearbeitet. Das Gottesdienstheft erscheint wie auch eine Arbeitshilfe mit ergänzenden Materialien und Anregungen im Franz Sales Verlag und im Calwer-Verlag.


      Hintergrund


      Die Gebetswoche für die Einheit der Christen wird seit 1908 gefeiert. Seit 1968 wird sie gemeinsam von dem Päpstlichen Rat zur Förderung der Einheit der Christen, Rom, und dem Ökumenischen Rat der Kirchen, Genf, verantwortet. Die Vorlage für die Gebetswoche wird nach einem biblischen Leitthema jedes Jahr von Christinnen und Christen eines anderen Landes erarbeitet.


      Themen der vergangenen Jahre

      Das Jahr 2008 war für die Gebetswoche für die Einheit der Christen ein besonderes Jahr, da in diesem Jahr der 100. Jahrestag der Gebetsoktav für die Einheit der Christen, eine der Wurzeln der heutigen Ökumenischen Gebetswoche, begangen wird. Der ÖRK plante zusammen mit dem PCPCU, ökumenischen Partnern und örtlichen Kirchen eine Feier zum 100. Jubiläum der Oktav/Gebetswoche für die Einheit der Christen im Januar 2008.

      Thema für 2009 war: "Dann füge beide zu einem einzigen Holz zusammen, sodass sie eins werden in deiner Hand." (Hesekiel 37:17)
      Texte und zusätzliches Gottesdienstmaterial für die Gebetswoche 2009 werden hier als Download angeboten: KLICK 

      Das Thema für 2010 stammte aus dem 24. Kapitel des Lukasevangeliums: „Er ist auferstanden – und ihr seid Zeugen“ (Lk 24,48) Der Entwurf für den Gottesdienst und die Abende der Gebetswoche wurden von den Kirchen Schottlands erarbeitet. Der Gottesdienst wurde in Immenstaad gefeiert. Im Juni 2010 war in Edinburg der 100. Jahrestag der Missionskonferenz gefeiert worden.

           

          Der Internationale Konvent christlicher Gemeinden in Baden (IKCG in Baden)

           

          Weltkugel mit bunter Menschnekette

          Christen kommen aus unterschiedlichen Gründen nach Deutschland. Die wenigsten sind in unseren Tagen Asylsuchende, viel eher sind es qualifizierte Arbeitnehmer, die in unterschiedlichen Bereichen tätig sind.
          Um die ökumenischen und demographischen Entwicklungen und Kontakte der Christen aus aller Welt zu aktivieren und zu intensivieren, wurde vor zwei Jahren auf Initiative der Landeskirche der „Internationale Konvent Christlicher Gemeinden in Baden“ (IKCG in Baden) ins Leben gerufen.
          Der Konvent besteht inzwischen aus über 40 Gemeinden und unterschiedlichen Konfessionen. Er verfolgt das Ziel, Gemeinden anderer Sprache oder Herkunft wahrzunehmen und Kontakte zu knüpfen.

               

               

              Interkultureller Gottesdienst

              Unter dem Thema: "Zusammen halten - Zukunft gewinnen" findet am 26.09.2010 in Zusammenarbeit der Evang. Landeskirche in Baden und des IKCG in Baden ein Interkultureller Gottesdienst in der Citykirche Konkordien in Mannheim statt.