Ökumenische Zusammenschlüsse
Das Aufgabenfeld "Ökumene in Europa" umfasst die Bearbeitung und Vermittlung von Themen und Kontakten sowie die Pflege der ökumenischen Beziehungen in Europa.
Dies geschieht in der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit der Kirchen längs des Rheins (siehe dazu auch Ökumene und Partnerschaft über den Rhein), durch Mitarbeit in der Konferenz Europäischer Kirchen (KEK), in der Leuenberger Kirchengemeinschaft (GEKE) und über Partnerschaften zu anderen reformatorischen Kirchen in Europa, dies auch verbunden mit und über das Gustav-Adolf-Werk.
Die Gemeinschaft evangelischer Kirchen in Europa (GEKE)
Die Leuenberger Kirchengemeinschaft wurde 1973 auf dem Leuenberg bei Basel begründet. Anlässlich ihres 30-jährigen Bestehens änderte sie im Jahr 2003 ihren Namen in Gemeinschaft evangelischer Kirchen in Europa.
In unserem Evangelischen Gesangbuch befindet sich als wichtiges Lehrzeugnis aus dem 20. Jahrhundert die Leuenberger Konkordie aus dem Jahre 1973 (EG 889). Damals wurde die Leuenberger Kirchengemeinschaft (LKG) gegründet, eine Gemeinschaft von jetzt 102 protestantischen Kirchen in Europa, lutherische, reformierte, unierte, methodistische und hussitische Kirchen.
Mit der Leuenberger Konkordie bekräftigen diese Kirchen ihre Gemeinschaft in Wort und Sakrament unter Berücksichtigung ihrer jeweiligen Bekenntnisse und verschiedenen Traditionen und gewähren einander Kanzel- und Abendmahlsgemeinschaft.
Die Gemeinschaft verwirklicht sich im gemeinsamen Zeugnis und Dienst an der Welt:
- Die Gemeinschaft evangelischer Kirchen in Europa dient der Einheit evangelischer Kirchen durch gemeinsame theologische Lehrgespräche.
- Als protestantische Stimme in Europa erarbeitet sie reformatorische Positionen zu wichtigen geistlichen und gesellschaftlichen Angelegenheiten.
- Sie äußert sich zu aktuellen Fragen der Gestaltung des Zusammenwachsens in Europa und bemüht sich um einen selbstkritischen Umgang mit der Vergangenheit.
- Die größere Zahl der an der GEKE beteiligten Kirchen sind Minderheitskirchen, die oft unter schwierigen Bedingungen ihren Auftrag wahrnehmen. Im neuen Europa will die GEKE zur aktiven Solidarität aufrufen und den Stimmen der Minderheiten national und international Gehör verschaffen.
- Im Bewusstsein ihrer Grenzen hat die GEKE bei ihrer Arbeit die ganze Ökumene im Blick und versteht sich selbst als Schritt auf dem Weg zur Einheit in versöhnter Vielfalt der universalen Kirche Jesu Christi.
Weitere Informationen unter www.leuenberg.net.
Konferenz Europäischer Kirchen (KEK)
Die KEK ist die europäische ökumenische Organisation, die Kirchen verschiedener Konfessionen und Denominationen zusammen schließt (Gründungsjahr 1959).
Heute hat die KEK 123 Mitgliedskirchen, darunter die anglikanische und die altkatholische Kirche, baptistische, lutherische, methodistische, reformierte und unierte sowie orthodoxe Kirchen. Die römisch-katholische Kirche ist nicht Mitglied, aber es besteht eine gute Zusammenarbeit zwischen der KEK und dem Rat der Europäischen Bischofskonferenzen (CCEE).
Ihre Hauptaufgabe sieht die KEK darin, Brücken zwischen Ost- und Westeuropa und zwischen Minderheits- und Mehrheitskirchen sowie zwischen verschiedenen konfessionellen Traditionen zu bauen.
Das Sekretariat der KEK ist in Genf, in enger Zusammenarbeit mit dem ÖRK.
Die 11. Vollversammlung der KEK tagte 1997 in Graz. Aus ihr ging die Anregung hervor, eine „Charta Oecumenica“ zu erarbeiten, die im Frühjahr 2001 in Straßburg unterzeichnet und allen Mitgliedskirchen zur Annahme zugesandt wurde.
Weitere Informationen unter: www.cec-kek.org.
Gustav-Adolf-Werk – Hauptgruppe Baden (GAW)
Die Hauptgruppe Baden des GAW hat viele partnerschaftliche Verbindungen zu evangelischen Minderheitskirchen in Ost- und Südeuropa aufgebaut, die später von der Landeskirche mitgetragen oder auch übernommen wurden. Das gilt z.B. für die Evangelische Methodisten- und Waldenserkirche in Italien, die Evangelische Kirche der Böhmischen Brüder in Tschechien, die Reformierte Kirche in Ungarn, die Reformierte Kirche in Transkarpatien, die Presbyterianische Kirche in Portugal.
Weitere Informationen erhalten Sie bei der
Geschäftsstelle der Hauptgruppe Baden des GAW im Evangelischen Oberkirchenrat,
Blumenstraße 1 - 7, 76133 Karlsruhe,
Email: gaw-baden@ekiba.de
Gustav-Adolf-Werk Baden (Hauptgruppe Baden)
Geschäftsführerin: Pfarrerin Andrea Schweizer, Tel.: 0721 9175-334, Fax: 0721 9175-25-334,
Sekretariat: Rosemarie Sahrbacher, Tel.: 0721 9175-335, Fax: 0721 9175-25-335
