Tore – Teamgeist – Tortellini
„Superstimmung“ beim KonfiCup in Heidelberg – Neckargemünd verteidigte Titel
Landesbischof Fischer überreicht den Pokal
an die Siegermannschaft aus Neckargemünd
Heidelberg, (06.02.2012). Fußballfans in Heidelberg standen am 4. Februar vor einer schweren Entscheidung: Entweder die Bundesliga-Spiele auf dem Sportkanal verfolgen – oder nach Rohrbach pilgern und dort Konfirmandenfußball vom Feinsten live erleben. Beim KonfiCup 2012 machten dort Mannschaften aus ganz Baden unter sich klar, wer in diesem Jahr das beste Kicker-Team ist. Alter und neuer Champion war nach 32 Vorrunden- und anschließend acht Hauptrundenspielen Neckargemünd. Die Jungs und Mädchen konnten sich mit 6:3 gegen die Mannschaft aus Großeicholzheim durchsetzen.
Konfi-Kicker von Mannheim bis Donaueschingen
17 Bezirke der badischen Landeskirche hatten ein Team nach Heidelberg gesandt. „Das ist eine super Resonanz“, freuten sich Daniel Maier und Ute Mickel, Bezirksbeauftragte für Sport in Mannheim, die das Turnier gemeinsam mit Stefan Kammerer (Landeskirchlicher Beauftragter für Konfirmandenarbeit, RPI Karlsruhe) organisiert hatten. Nachdem der erste KonfiCup vor zwei Jahren in Hockenheim noch eher den Charakter einer lokale Spontanaktion hatte, hätten diesmal sofort 19 der insgesamt 25 Bezirke Ausscheidungsspiele angemeldet und nur zwei kurzfristig wieder absagen müssen.
Rund 360 Spieler/-innen und Zuschauer/-innen füllten die Sporthalle der Internationalen Gesamtschule (IGH); neben den hauptamtlichen sorgten 25 ehrenamtliche Helferinnen und Helfer für einen reibungslosen Spielablauf, für saubere Flure – und für ein buntes „Erwachsenenprogramm“. „Für die Nicht-Spieler gab es diesmal beispielsweise ein Café, gemeinsames Wimpelbasteln und ein Kurzfilmkino“, erklärt Daniel Maier. Das leckere Tortellini-mit-Soße-Catering – die perfekte Sportlermahlzeit – übernahm die Heidelberger Stadtmission.
Verlierer? – Gab es keine
Den ehrenamtlichen „Hallenwart“ Mark, Konfiteamer aus Mannheim, begeisterte vor allem die „Superstimmung“ während des gesamten Turniers. Nicht mal bei den ausgeschiedenen Spieler/-innen sank die Laune: „Es war toll, hier mitzukicken! Und wir gehen jetzt trotzdem feiern“, freute sich Lil aus Dossenheim, die mit ihrem Team nach dem Viertelfinale gehen musste – und zwar direkt in die Stadt „zum Shoppen“ mit den übrigen Jungs und Mädchen aus ihrem Team.
Überhaupt war Frauenpower angesagt bei den Badener Konfis: Nicht nur, dass per Statut mindestens zwei weibliche Spieler pro Mannschaft vertreten sein müssen – vier der sechs Tore, die das Team Neckargemünd im Endspiel zum Sieg führten, wurden von einem Mädchen geschossen: Franziska, die auch privat im Verein kickt, fand es einfach nur „aufregend“, im Finale des KonfiCup den Titel zu verteidigen.
Alter Champion = neuer Champion
Landesbischof Dr. Ulrich Fischer, der zuvor beim Einlagespiel selbst die Fußballschuhe angezogen und mitgekickt hatte, überreichte dem stolzen Gewinnerteam den Wanderpokal; Oberkirchenrat Prof. Dr. Christoph Schneider-Harpprecht ehrte alle Finalisten/-innen mit einer Medaille. Die „Spielerin des Tages“ stand für den sportlichen Landesbischof felsenfest: Franziska aus Neckargemünd reichte die Trophäe allerdings voller Teamgeist (und ein bisschen Schüchternheit) sofort an ihre Mannschaftskameradinnen und -kameraden weiter.
Platz für 24 Namen bietet der Pokal. Die Chance, dass Konfi-Teams aus vielen verschiedenen Gemeinden jenen mit der Zeit füllen werden, stehen gut, denn „unser Ziel ist es, den KonfiCup zu verstetigen und ihn in Zukunft immer in einer anderen Region der Landeskirche stattfinden zu lassen“, so Daniel Maier. Vorausgesetzt natürlich, die Neckargemünder spielen nicht jedes Mal so torstark wie bisher …
