Auftakt zum Jubiläumsjahr 450 Jahre Heidelberger Katechismus

 

Podiumsdiskussion zum Auftakt des Jubiläumsjahres

Heidelberg / Karlsruhe (16.1.2013) „Was tröstet mich im Leben? Warum gibt es das Böse? Ist Sterbehilfe erlaubt?“ Unter dem Motto „Alte und neue Fragen über Gott und die Welt“ diskutierten Landesbischof Ulrich Fischer und Dekanin Marlene Schwöbel-Hug mit Besucherinnen und Besuchern im Kurpfälzischen Museum zu Heidelberg. Die Veranstaltung in Kooperation mit der Rhein-Neckar-Zeitung bildete den Auftakt der Jubiläumsfeierlichkeiten zum 450. Geburtstag des Heidelberger Katechismus in der badischen Landeskirche.

In 129 Fragen und Antworten wird im „Heidelberger“, wie er gern genannt wird, das Wesentliche des christlichen Glaubens erläutert. Geschrieben hat ihn der Theologe Zacharias Ursinus, ein Schlesier in kurpfälzischen Diensten, der von Kurfürst Friedrich III. den Auftrag bekam, den christlichen Glauben in verständlichen, kurzen und klaren Worten zusammenzufassen. Die „blühende Jugend“ soll einen festen Grund ihres Glaubens und Lebens bekommen. Die drei wichtigsten Abschnitte lauten: Vom Elend des Menschen, seiner Erlösung und der Dankbarkeit. Der Mensch ist in seinem Tun und Lassen auf sich selbst fixiert. Er dreht sich (und wer könnte das nicht nachsprechen!) sich am allerliebsten um sich selbst. Aber Gott will den Menschen befreien. Das Leben, Sterben und die Auferstehung Jesu zeigen mir, wie ich befreit werden kann aus dem Gefängnis meines Egoismus. Als befreiter Mensch, dem die Sorge um das eigene Ich abgenommen ist (denn Gott sorgt für mich), kann ich nun dankbar leben und kümmere mich um meinen Nächsten und die mir anvertraute Welt.

Alle Fragen wenden sich mit einem direkten „Du“ an den Leser oder Hörer, denn der Katechismus wurde im Unterricht eingesetzt. Diese Unmittelbarkeit verhindert, dass er nur als historisches Dokument gelesen wird. Die Fragen könnte man vielleicht so übersetzen:  Was gibt Halt im Leben? Wie steht es um mich in meiner Beziehung zu Gott? Wie könnte, ja sollte ich als Christ leben? Um den Heidelberger wörtlich zu zitieren: „Was ist dein einziger Trost im Leben und im Sterben“? Oder: „Warum wirst du ein Christ genannt“? Im Anhang des evangelischen Gesangbuchs in Baden sind die wichtigsten Seiten abgedruckt.

Sehen Sie dazu auch:  eine Dokumentation der Veranstaltung durch den ERB: http://www.bwfamily.tv/interfaces/video.php?beitrag=38550

Hören Sie dazu auch: einen Beitrag des SWR

Hier können Sie einen Beitrag der Rhein-Neckar-Zeitung zur Veranstaltung nachlesen

Weitere Informationen zum Jubiläumsjahr unter www.heidelberger-katechismus.de

(Uwe Hauser, Direktor des Religionspädagogischen Instituts der Evangelischen Landeskirche in Baden /Daniel Meier, Pressesprecher)