Gemeindeaufbau und Gemeindeentwicklung

 

Im Neuen Testament (1. Kor 3,5 ff; Eph 2,19ff) wird die Gemeinde mit dem Bild des Pflanzens und des Bauens beschrieben. Bauherr und Besitzer des Baus ist Gott. Jesus Christus ist das alleinige Fundament.

Gemeindeaufbau heißt, Menschen als „lebendige Steine“ dem Bau hinzuzufügen. Wer von Gemeindeaufbau spricht, der zeigt, dass für ihn Gemeinde immer im Werden ist. Gleichzeitig beinhaltet der Begriff Gemeindeaufbau die Bereitschaft zu konzeptionellem Denken. Wer Gemeindeaufbau sagt, meint also nie ein planloses Zusammenfügen von mehr oder weniger sinnvollen kirchlichen Aktivitäten.
Gemeindeaufbau setzt der Gemeinde kein fertiges Bild von Gemeinde oder feststehenden Entwicklungszielen vor, sondern will dies mit den Gemeindemitgliedern erarbeiten. Eine verantwortliche Gemeindearbeit ist immer dem Sendungsauftrag der Kirche in der Welt verpflichtet – das gilt für die Öffentlichkeitsarbeit wie für den Gemeindeaufbau. Verschiedene Konzeptionen von Gemeindeaufbau und dem dazu notwendigen Prozess der Gemeindeentwicklung sind inzwischen erarbeitet worden. 
 

     

    Gemeindeentwicklungskongress 2007

     

    » „Vertraut den neuen Wegen“ Unter diesem Motto stand der erste Gemeindeentwicklungskongress der badischen Landeskirche,

    Teilnehmer beim Gemeindeentwicklungskongresses 2007

    der am Samstag, den 22. September 2007 im Kongresszentrum in Karlsruhe stattfand. Rund 2000 Gemeindeglieder aus ganz Baden haben daran teilgenommen.
    Oberkirchenrat Michael Nüchtern erläuterte die Hintergründe und Ziele des ersten Gemeindeentwicklungskongresses mit den Worten: "Wir wollen einen Impuls geben. Engagierte Christinnen und Christen aus Baden sollen durch den Kongress ermutigt werden, zukunftsfroh in die kommenden Jahre zu gehen. Gemeinden aus dem Bauland können von Gemeinden aus dem Südschwarzwald lernen und umgekehrt. In unserer Landeskirche tut sich etwas. Die Menschen interessieren sich seit ein paar Jahren wieder neu für Kirche und den christlichen Glauben. Viele Gemeinden und kirchliche Einrichtungen wollen die Beheimatung im christlichen Glauben und die Ausstrahlungskraft in die Gesellschaft stärken. Auf diesem Weg soll der Kongress ein Meilenstein sein."

    Anhand von vier Schwerpunkten setzte der Kongress Impulse (Themen, Anregungen und Modelle) aus der Praxis für die Praxis:

    • Mit Zuversicht nach vorne schauen - Ermutigen und Ermutigt werden
      ... als Teil des wandernden Gottesvolkes von Gott berufen...
    • Lebendige Kirche erleben - Wir sind viele und wir gehören zusammen
      ... als Haus der lebendigen Steine schöpfen wir Kraft und gestalten Kirche...
    • Von einander lernen - miteinander Wege gehen - Einen Schatz an Erfahrungen teilen
       ... wir sind Glied des weltweiten Leibes Christi...
    • Schwerpunkte setzen, Profil gewinnen, Kräfte konzentrieren  - Nicht alle müssen alles machen. Aber das, was wir tun, müssen wir so gut wie möglich machen
      ... als Salz der Erde treten wir für Gottes gnädige Gerechtigkeit in allen Bereichen des Lebens ein...

    Jedes Nachdenken über die Zukunft der Kirche muss in einer Haltung des Vertrauens auf Gott geschehen...
    Wir haben in unserer Landeskirche unter dem Namen „Kirchenkompass“ einen Kommunikations- und Planungsprozess begonnen, um die Zukunft kirchlicher Arbeit zu planen.

     

         

        Das „Amt für Missionarische Dienste“

        im Evangelischen Oberkirchenrat berät und unterstützt Ältesten- und Mitarbeiterkreise bei Gemeindeentwicklungs-prozessen bei Fragen des Gemeindeaufbaus und der Gemeinde- evangelisation.
        Es bietet Glaubenskurse an, Besuchsdienst- und Hauskreisseminare, Bibelwochenvorbereitung und Durchführung von Gemeindewochen und Kinderbibelwochen.

         

         

        Gemeinde missionarisch entwickeln

        „Alle Bemühungen um den missionarischen Auftrag fangen damit an, zu erkennen und zu beschreiben, wie schön, notwendig und wohltuend die christliche Botschaft ist. Sie zielt auf die Antwort des Glaubens.
        Für diesen missionarischen Auftrag der Kirche an der Schwelle zum 3. Jahrtausend brauchen Kirchengemeinden Förderung und Hilfestellung. Die Angebote des AMD unter dem Stichwort: „Gemeinde missionarisch entwickeln“ wollen dazu helfen, dass Gemeinden ihre missionarische Dimension neu entdecken.