ekiba aktuell (21.06.07)

 

Arbeitsstelle Frieden veranstaltet Studienreise nach Gurs/Pyrenäen

Ortsschild Gurs

Die Arbeitsstelle Frieden bietet vom 1. bis 6. September eine Busexkursion in den Ort Gurs am Fuß der französischen Pyrenäen an. In Südwestdeutschland steht der Name Gurs für die Deportation von über 6.000 badischen, pfälzischen und saarländischen Juden am 22. Oktober 1940. An die Deportierten in Baden erinnern die Doppelsteine des ökumenischen Mahnmalprojekts in vielen Orten und im zentralen Mahnmal von Neckarzimmern/ Neckar-Odenwald-Kreis.

Weniger bekannt ist die Rolle, die Gurs als größtes Internierungslager im autoritären System des "freien" Vichy-Frankreich einnahm. Insgesamt waren über 60.000 Menschen in Gurs interniert. Die Exkursion führt noch zu zwei weiteren Gedenkorten: zur Gedenkstätte Maison d'Izieu an der oberen Rhone und zum Dorf Le Chambon-sur-Lignon in den Cevennen. Im Kinderheim von Izieu wurden jüdische Kinder von Gestapo-Chef Klaus Barbie aufgespürt und in die Vernichtungslager geschickt. In Le Chambon gelang es der Bevölkerung, mehrere Tausend verfolgte Juden zu retten.
 
Infos und Anmeldung:
Amt für Kinder- und Jugendarbeit (Arbeitsstelle Frieden)
Jürgen Stude
Tel. (07 21) 91 75-471
juergen.stude@ekiba.de
http://www.mahnmal-projekt.de/ und  http://www.friederle.de/

Anmeldeschluss: 15. Juli