ekiba aktuell (03.03.07)

 

Ferne nahe Schwestern - Erfahrungen und Sichtweisen von Frauen im interreligiösen Dialog

2 Mädchen

Die Evangelische Akademie Baden veranstaltet zusammen mit der Frauenarbeit der Evangelischen Landeskirche in Baden vom 16.-18. März 2007 in Bad Herrenalb die Tagung "Ferne nahe Schwestern. Impulse zur interreligiösen Begegnung".

Interreligiöse und interkulturelle Begegnungen gewinnen zunehmend an Bedeutung für das friedliche Miteinanderleben in unserer Gesellschaft und weltweit. Religion ist zu einem gesellschaftlich aktuellen und auch brisanten Thema geworden. Fundamentalistische Bewegungen nehmen weltweit in allen Religionsgemeinschaften zu und versuchen, politischen Einfluss zu gewinnen. Vor diesem Hintergrund stellen sich viele Fragen:
Wie gestalten wir ein friedvolles und gerechtes Zusammenleben in unseren religiös und kulturell pluralen Gesellschaften? Welchen Beitrag kann der interreligiöse Dialog dazu leisten? Wie können Vorurteile abgebaut werden; wie kann Verstehen gelingen zwischen Angehörigen unterschiedlicher Religionsgemeinschaften?
Den Erfahrungen und Sichtweisen von Frauen, die im interreligiösen Dialog bislang (zu) wenig Beachtung gefunden haben, kommt dabei eine zentrale Bedeutung zu. Deshalb fragt die Tagung nach Chancen und Möglichkeiten der interreligiösen und interkulturellen Begegnung unter Frauen und stellt beispielhaft zwei zukunftsweisende Projekte vor, die die Erfahrungen und Sichtweisen von Frauen im interreligiösen Dialog in den Blickpunkt rücken:

Zum einen erfahren die Teilnehmerinnen unter dem Titel "Weißt Du, wer ich bin?" mehr über die interreligiöse und überparteiliche Fraueninitiative "Sarah und Hagar". Zum andern werden Erfahrungen aus dem "Europäischen Projekt für Interreligiöses Lernen" zwischen christlichen und muslimischen Frauen (EPIL) vorgestellt.

Desweiteren werden Stellung und Rolle der Frauen in Islam, Judentum und Christentum diskutiert, in Workshops sollen u.a. 'Impulse für eine geschlechtergerechte Sozialpolitik auf der Basis jüdischer, christlicher und muslimischer Traditionen' erarbeitet werden.

Die Tagung richtet sich insbesondere an Frauen, die sich bereits in interreligiös bzw. interkulturell arbeitenden Gruppen und Kreisen engagieren oder sich zukünftig stärker engagieren möchten.

Mehr Informationen:
Akademiedirektorin Annegret Brauch, Leiterin der Frauenarbeit (Tel. 0721-9175321) und im Flyer (am Ende der Seite zum Download)