Blick nach vorne im Gottvertrauen
Landessynode beginnt Frühjahrstagung
Bad Herrenalb (25.04.07). Mit einem Gottesdienst im Haus der Kirche in Bad Herrenalb wurde am Mittwoch die Frühjahrstagung der Landessynode der Evangelischen Landeskirche in Baden eröffnet. Die 77 Synodalen aus ganz Baden richten ihren Blick in die Zukunft. Neben einer neuen Grundordnung stehen strategische Ziele und die Eckdaten des kommenden Haushaltes auf der Tagesordnung des „Kirchenparlamentes“.
Es geht um die nahe und fernere Zukunft der Landeskirche, wenn sich bis Samstag die Synodalen beraten. Das seit 1958 geltende „Grundgesetz“ der Landeskirche, die Grundordnung, wurde umfassend überarbeitet und soll auf der Tagung verabschiedet werden. Von der neuen Ordnung erhoffen sich die Synodalen vor allem mehr Flexibilität in Strukturen. Daneben beschäftigen sich die Synodalen auch mit strategischen Zielen für die Landeskirche. Im Rahmen eines längeren Beratungsprozesses sollen nun die Schwerpunkte der Arbeit in den nächsten Jahren festgelegt werden. Trotz wirtschaftlich guter Entwicklung ist bei den anstehenden Beratungen zum Haushalt der Landeskirche nach wie vor sparsames Handeln angesagt. Um sich den Herausforderungen der Zukunft wie der demografischen Entwicklung auch stellen zu können, ist eine weitere Sparrunde angekündigt. Erste Eckpunkte sollen in diesen Tagen festgesetzt, der gesamte Haushalt endgültig auf der Tagung im Oktober verabschiedet werden.
„Diese Tagung ist wegweisend und anspruchsvoll“, sagte Synodalpräsidentin Margit Fleckenstein im Hinblick auf die anstehenden Beratungen zur Grundordnung. Zudem würden zusammen mit den anstehenden Kirchenwahlen im November 2007 und dem Kirchenkompass wichtige Weichen für die Zukunft gestellt.
Eröffnungsgottesdienst
Bei allem Blick nach vorne erinnerte Oberkirchenrat Gerhard Vicktor, ständiger Stellvertreter des Landesbischofs, in seiner Predigt im Eröffnungsgottesdienst an die Grenzen menschlichen Planens und Denkens. Erst die Begrenzung des Menschen, der sich ganz Gott anvertraut, mache ihn wirklich frei in seinem Handeln und Planen. „Die göttliche Präsenz in verschiedenen Formen menschlicher Geschäftigkeit erleben zu dürfen, ein Mal menschliches Planen zu begrenzen, ein anderes Mal es weit über das gesetzt Ziel hinaustragen, das waren und sind im letzten tröstliche Erfahrungen“, so Vicktor. Mit einem solchen Gottvertrauen ließe sich auch die Verantwortung der synodalen Arbeit besser tragen.
Nach ersten Sitzungen in den Ausschüssen wird die Landessynode am morgigen Donnerstag ihre erste öffentliche Plenarsitzung abhalten. Dort wird Landesbischof Ulrich Fischer seinen jährlichen Bericht zur Lage abstatten. Der badische Bischof will dabei Impulse des Zukunftskongresses der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) aufgreifen und beschreiben, was davon in der badischen Kirche umgesetzt werden kann. Rechtsreferent Oberkirchenrat Jörg Winter wird in den Entwurf der neuen Grundordnung einführen. Zudem ist ein Bericht des Evangelischen Missionswerkes Südwest vorgesehen, dessen Mitglied die Evangelische Landeskirche in Baden ist.







