Die Arbeitsstelle Frieden geht "weltwärts"

 

Mit der Anerkennung als Entsendeorganisation durch das BMZ werden ab 2008 neun von der Arbeitsstelle Frieden entsandte Freiwillige zusätzlich gefördert. Die jungen Frauen und Männer werden für 12 Monate in kirchlichen Sozialprojekten in Argentinien, Brasilien, Nicaragua und Costa Rica einen „Freiwilligen Ökumenischen Friedensdienst“ ableisten. Schon im August werden die ersten von ihnen Deutschland in Richtung Übersee – zumindest auf Zeit – verlassen. Bei den Einsatzstellen vor Ort handelt es sich dabei um keine neuen Projekte, sondern um Partnereinrichtungen, in die bereits zuvor Freiwillige entsendet wurden.

Lerndienst für junge Menschen
Die Teilnahme am weltwärts-Programm bietet der Arbeitsstelle Frieden, und somit den jungen Freiwilligen, zusätzliche Möglichkeiten, erhöht aber auch die Anforderungen an Vorbereitung und Begleitung. Die Regelungen des BMZ sehen insgesamt 25 Seminartage, während und nach Abschluss des Dienstes vor. Damit können die jungen Friedensdienstler nun intensiver auf das fremde Land und dessen Kultur vorbereitet werden. Auch friedens- und entwicklungspolitische Inhalte finden verstärkt Eingang in die verlängerten Seminare.

„Lernen durch tatkräftiges Helfen“ ist das Motto, das Entwicklungsministerin Heidemarie Wieczorek-Zeul für weltwärts ausgegeben hat. weltwärts versteht sich also als Lerndienst, der jungen Menschen einen interkulturellen Austausch in Entwicklungsländern ermöglicht. Mit der Förderung will das BMZ die finanzielle Eigenbeteiligung senken und somit jungen Menschen aus wirtschaftlich schwächeren Familien die Teilnahme erleichtern.

Durch die Arbeit mit den Projektpartnern vor Ort in den Entwicklungsländern sollen die Freiwilligen unter anderem lernen, globale Abhängigkeiten und Wechselwirkungen besser zu verstehen. Den Projektpartnern soll der Einsatz im Sinne der Hilfe zur Selbsthilfe zugute kommen.