Spurensuche vor Ort
Jugendliche recherchieren an den Orten, wo sie leben oder die Schule besuchen die Verfolgungsgeschichte der Juden und Jüdinnen.
Folgende Fragen können bei der Spurensuche hilfreich sein:
In welchen Häusern haben die Juden/Jüdinnen gelebt?
Wie waren ihre Namen?
Welche Berufe hatten sie?
Wie waren sie in die Gesellschaft integriert?
Wie hat sich die Bevölkerung ihnen gegenüber verhalten?
Welche politischen Veränderungen beeinflussten ihr Leben, gerade auch in ihren Heimatorten?
Wo feierten sie Gottesdienste?
Gibt oder gab es eine Synagoge am Ort?
Gibt es noch andere Bauwerke, die mit der jüdischen Geschichte des Ortes in Verbindung stehen (z.B. ehemalige jüdische Schule, Gaststätte, Ritualbad usw.)?
Gibt es hebräische Hausinschriften am Ort? Was bedeuten diese?
Wo ist der nächste jüdische Friedhof? Was bedeuten die Symbole, die auf manchen Grabsteinen zu sehen sind?
Antworten hierauf sind zu finden ...
auf einer Entdeckungsreise vor Ort
bei Forschungsarbeiten in Archiven (z. B. der Gemeinde, in Zeitungsarchiven)
in der Literatur zur örtlichen Geschichte
durch Gespräche mit Zeitzeuginnen und Zeitzeugen (Menschen, die das Geschehen miterlebten und Überlebende der NS-Verfolgung)
Literaturhinweise
Die Geschichte der badischen Juden und Jüdinnen, der jüdischen Gemeinden, der Deportation und zum Lager Gurs kann bei den Projektleitern erfragt oder auf der Homepage zum Mahnmalprojekt www.mahnmal-projekt.de eingesehen werden.
Die Liste der Deportierten
Ein vom „Generalbevollmächtigten für das jüdische Vermögen in Baden“ nach der Deportation veröffentlichtes „Verzeichnis der am 22. Oktober 1940 aus Baden ausgewiesenen Juden“ nennt nach Amtsbezirken und Gemeinden geordnet, die Namen, Geburtsdaten und die Adressen von insgesamt 5617 Deportierten. Kopien daraus können bei den Projektleitern angefordert werden.
Beispiele für die Spurensuche









