Nachrichten mit einem Gesicht (ekiba aktuell Juli/August 2006)

 

Berichte aus der Krisenregion Naher Osten

Die Evangelische Landeskirche in Baden ist „mit allen Christen in der Welt befreundet…“ (Unionsurkunde von 1821). Im Nahen Osten sind wir befreundet mit der National Evangelical Church in Beirut unter Leitung von Pfarrer Dr. Habib Badr und der Johann-Ludwig-Schneller-Schule in der Bekaa-Ebene. Diese Verbindung pflegen wir zusammen mit dem Evangelischen Missionswerk in Südwestdeutschland.
In Nordisrael unterstützen wir das Christliche Gemeinschaftsdorf Nes Ammim, in dem die frühere badische Pfarrerin Tatjana Weiß als Studienleiterin arbeitet 

Lesen Sie dazu auch den Spendenaufruf und das Wort an die Gemeinden: Wir bitten Gott um seinen Frieden

Mit den Nachrichten vom furchtbaren Konflikt im Nahen Osten verbinden sich für unsere Landeskirche vertraute Gesichter und Stimmen. Susanne Labsch, Leiterin des Bereichs Mission und Ökumene, steht über e-mail in Kontakt mit der Schneller-Schule im Libanon und mit Nes Ammin in Israel. Lesen Sie auf ekiba.de Nachrichten von Orten und Menschen, mit denen wir in unserer Landeskirche verbunden sind:

Der Zentralausschuss des Ökumenischen Rates der Kirchen (ÖRK) hat in seiner Sitzung in Genf am 5. September Vorschläge zur Errichtung einer neuen ökumenischen Friedensinitiative für den Nahen Osten befürwortet:

"Erklärung zum Krieg im Libanon und in Nordisrael und zum ökumenischen Engagement für den Frieden im Nahen Osten" (21.09.06):
Der ÖRK hat seine Sorge über die dramatischen humanitären Konsequenzen und mutmaßlichen Kriegsverbrechen während des jüngsten Krieges im Libanon und Nordisrael wiederholt. In der Erklärung beschlossen die Mitglieder des Zentralausschusses die Einrichtung eines ökumenischen Palästina-Israel-Forums unter der Federführung des ÖRK.

Shalom! - Mitten in der Vielfalt der Völker (04.09.06)
Nachricht von B. Bach aus Nes Ammim: "Shalom! - Dieser Gruß wurde in den letzten Wochen während und nach dem Krieg für alle Bewohner  Israels, jüdische, drusische, christliche und muslimische sehr bedeutungsvoll! Hier in Nes Ammim leben wir mitten in der Vielfalt der Völker... Es gibt also auch diese Seite in Israel, das ganz normale Leben miteinander."
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Auf folgende kirchliche Erklärungen zum Nahost-Konflikt möchten wir hinweisen:
aus dem Ökumenischen Rat der Kirchen:
www.oikoumene.org/de
aus der Evangelischen Kirche in Deutschland: www.ekd.de
aus dem Evangelischen Entwicklungsdienst: www.eed.de
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Lesen Sie hier weitere Nachrichten von unseren Geschwistern in Israel und Libanon:

Tatjana Weiss: Nes Ammim – gemeinsam leben in der Krise (22.08.06):
"Zwischen all den Alarms habe ich mich bemüht, mit verschiedenen inländischen und ausländischen Fernsehsendern und Radioprogrammen Verbindung aufzunehmen. Zum Teil waren meine Versuche erfolgreich. Doch zum großen Teil sind die Medien nicht an positiven Unternehmen wie dem unseren interessiert. Hier fließt kein Blut, hier schreit keiner hysterisch herum, hier beklagt sich keiner. Bescheidene Beispiele wie Nes Ammim sind einfach keine Sensation. Traurig und enttäuschend, aber leider wahr."


Es gibt einen besseren Weg! - Dr. Riad Kassis über zwei Flüchtlingsschicksale (21.08.06):
"Wie werden wir es als arabische evangelische Christen nur schaffen, die Friedensbotschaft weiter zu tragen? (...) Leider glauben immer noch viele Nationen daran, der ‚Krieg gegen den Terrorismus’ lasse sich mit militärischer Macht führen und es würde dadurch Frieden erreicht… Aber das ist nicht der richtige Weg im ‚Kampf gegen den Terror.’"


Gastbeitrag aus der Württembergischen Landeskirche von Dr. M. Volkmann (20.08.06):
Von Dr. Michael Volkmann, Beauftragter der Evangelischen Landeskirche in Württemberg für das Gespräch zwischen Christen und Juden.


"Zivilisierte Diskriminierung …" - Dr. Riad Kassis über die Evakuierung der Ausländer aus dem Libanon (19.08.06):
"Zehntausende von Ausländern wurden mit Beginn des Krieges im Libanon am 12. Juli 2006 evakuiert.(...) Ich kann verstehen, das es unverantwortlich ist, zumal mit kleinen Kindern, in einem Land zu bleiben, das unter Belagerung steht. (...) Ich hege dabei zwiespältige Gefühle…"


S. Labsch: Es gilt weiter zu beten (18.08.06)
"Über den ausgehandelten Waffenstillstand im Libanon und in Israel sind wir alle sehr erleichtert, auch wenn es sehr lange gedauert hat, bis die Waffen geschwiegen haben. Doch gilt es weiter zu beten für unsere Geschwister und Freunde..."


T. Weiss: Nes Ammim – gemeinsam leben in der Krise (14.08.06):
"Das Zeichen Nes Ammims, da zu sein, für Verständigung und Versöhnung, erweist sich gerade heute als außerordentlich dringend. Damit Menschen, die unterschiedlicher Kultur und Religion angehören, zueinander finden"


"Es bleiben noch viele Fragen offen..." - Botschaft von Pfarrer Dr. Habib Badr aus Beirut von der National Evangelical Church (10.08.06):
"Das Leiden scheint nicht enden zu wollen. Trotz der UN- Resolution, die bald verabschiedet werden soll, fühlen wir doch, dass der Krieg noch weiter gehen wird. (...) Ich glaube und vertraue immer noch Gottes Güte. Ich hoffe auf seine Verheißungen."


"Damals waren sie voller Hoffnung..." - H. Breitenstein, ehemalige Freiwillige an der Schneller Schule im Libanon, schreibt (08.08.06):
"Durch meine persönliche Verbindung in den Libanon bekommen für mich nun Flüchtlinge Gesichter, Tote Namen. (...) Vor Augen sehe ich die Schüler der Schneller-Schule. Teilweise kenne ich ihre Häuser und weiß, dass es sie nicht mehr gibt...."


"Mein Volk wird in friedlichen Auen wohnen..." Solidaritätsbrief an die Schneller Schule (05.08.06):
Zwei Wochen wollten sie gemeinsam mit Jugendlichen der Schneller Schulen aus Amman und Khirbet Kanafar bei Renovierungsarbeiten an der Schule helfen. Nun musste das Workcamp angesichts des Konfliktes zwischen Israel und der Hisbollah abgesagt werden.


Ein Land gerät aus den Fugen - Wort und Gruß aus der National Evangelical Church in Beirut (03.08.06):
Pfarrer Dr. Habib Badr, Kirchenpräsident der National Evangelical Church in Beirut, schreibt: "Die National Evangelical Church in Beirut beherbergt zurzeit ungefähr 1000 Flüchtlinge in ihren vier Schulen. Unsere Kirche tut alles, was sie kann, um eine gute Gastgeberin zu sein und die Flüchtlinge zu versorgen..."


Ein "Gebet" an Frau Rice. Von Pfarrer Dr. Riad Kassis, Direktor und Pfarrer der Johann-Ludwig-Schneller Schule, Libanon (31.07.06):
"Heute Abend standen meine siebenjährige Tochter, eine Libanesin, und ihr vierjähriger Cousin, ein Amerikaner, mit erhobenen Händen nebeneinander und beteten. (...) Sie sagten: "Condolezza Rice. Wir haben Schwierigkeiten hier im Libanon. Bitte rette uns!""


Gemeinsam leben in der Krise - Ein Bericht von Tatjana Weiss, Studienleiterin Nes Ammim, Nordisrael (27.07.06):
"Ab und zu schicken wir Nes Ammimer für 2 oder 3 Tage nach Jerusalem oder weiter in den Süden, um sich etwas von dem permanenten Psychostress zu erholen und sich anderen Wind um die Ohren wehen zu lassen."


Schulen voller Flüchtlinge - Ein Brief aus der Krisenregion von Pfarrer Habib Badr, Libanon (25.07.06):
"Unsere vier Schulen sind jetzt mit Flüchtlingen aus dem Süden Beiruts und dem Süden Libanons voll..."

Absage des Jugendworkcamps an der Johann-Ludwig-Schneller-Schule im Libanon (25.07.06)


Nes Ammim – gemeinsam leben in der Krise (21. und 23.07.06)
"Fast jede halbe Stunde werde ich aus allem heraus gerissen, weil die Alarmsirene uns alle in den nächsten Bunker ruft. 60 Sekunden geht die Sirene..." - Bericht von Studienleiterin Tatjana Weiss


Spendenaufrufe, Flüchtlingshilfe und ein Friedenslied (21.07.06)


Die Situation in Israel und im Libanon (19.07.06)


Nachrichten aus dem Nahen Osten – Nachrichten mit einem Gesicht (17.07.06)

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Weitere Informationen:
Evangelisches Missionswerk in Südwestdeutschland: www.ems-online.org
oder direkt beim Nahostverbindungsreferat im ems: maurer@ems-online.org
zur Schneller Schule: www.jlss.org
zur National Evangelical Church in Beirut: www.nechurchbeirut.org