Glaube aktuell (16.04.06)
Ich denke daran, dass mein Leben mit dem Tode nicht zu Ende ist
Dr. Ulrich Fischer
Gedanken zu Ostern von Landesbischof Dr. Ulrich Fischer
Vor einiger Zeit haben wir in unserer Evangelischen Landeskirche 34 Leitsätze formuliert, einer lautet:
„Ich denke daran, dass mein Leben mit dem Tode nicht zu Ende ist. Ich glaube an die Auferstehung der Toten und an ein ewiges Leben bei Gott.“
Was bringt mir dieser Osterglaube? Wie wirkt er hinein in mein Leben? Viel wurde und wird diskutiert über die Grenzen des Lebens, und viel wird herummanipuliert an diesen Grenzen: Präimplantationsdiagnostik und Stammzellenforschung, vorgeburtliche Selektion von behindertem Leben und eine nicht immer verantwortliche Abtreibungspraxis haben die Grenzen beginnenden Lebens unscharf werden lassen. Die Diskussion über aktive Sterbehilfe und das Suchen immer neuer Heilmethoden zur Vermeidung altersbedingter Krankheiten geben dem Traum eines leidfreien Lebens neue Nahrung. Menschen nehmen immer stärker für sich das Recht in Anspruch, die Grenzen des Lebens zu definieren, und sie träumen davon, diese Grenzen in Richtung der Unsterblichkeit immer weiter hinausschieben zu können.
Und in der Tat: Wenn die Spanne zwischen Geburt und Sterben im Leben alles ist, dann fühle ich mich krampfhaft genötigt, diese Spanne um fast jeden Preis auszudehnen.
In Ewigkeit in seiner Hand
Ostern eröffnet mir die Zukunft meines Lebens - eine Zukunft, die ich nicht selbst in die Hand nehmen muss.
Die Leitsätze zum Nachlesen finden Sie hier







