Projekte

 

Aus der Arbeit von GRATIA – Stiftung der Evangelischen Frauenarbeit in Baden

Gratia

Die Teilnehmerinnen des
interreligiösen Frauenkurses Bruchsal

GRATIA fördert insbesondere Initiativen und Projekte von Frauen im Gebiet der Badischen Landeskirche und ihrer weltweiten Partnerkirchen. Schwerpunkt der Stiftungsarbeit sind Projekte, die das respektvolle Miteinander der Menschen fördern, unabhängig von Herkunft, Alter, Religion und kulturellem Hintergrund.


Derzeit werden folgende Projekte gefördert:

1. „Talente nutzen – Fähigkeiten stärken“ in Freiburg (seit Februar 2008)
Dieses Projekt ist ein Angebot für wohnungslose Frauen. Angegliedert an die Tagesstätte „FreiRaum“ in Freiburg, eine Anlauf- und Kontaktstelle für wohnungslose Frauen, bietet das Projekt den durch ihre Lebenssituation vielfach belasteten Frauen ein Programmangebot, das ihnen ermöglicht, eigene Fähigkeiten und Talente wieder bewusst zu erfahren und das Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten wieder zu gewinnen. Es bestärkt und unterstützt sie und eröffnet ihnen dadurch neue Gestaltungsspielräume und Perspektiven. Das Programmangebot reicht vom gemeinsamen Kochen, über Filzen, Stoffmalerei und kreatives Gestalten bis zum Besuch von sozialen Einrichtungen. Bei vielen Angeboten sieht man nicht unbedingt auf den ersten Blick, dass sie der Unterstützung und Qualifizierung dienen, bei genauerem Hinsehen wird allerdings klar, dass auch bei einem „Tag der Schönheit“ eine berufliche Perspektive im Hintergrund steht, etwa durch die Frage: Wie präsentiere ich mich bei einem Bewerbungsgespräch? „Die vielen kleinen Schritte, die bisher schon möglich waren, sind große Erfolge, über die wir uns sehr freuen“, sagt die Projektverantwortliche Angelika Hägele. „Aber es braucht auch weiterhin Zeit, Unterstützung und Ermutigung, damit die begonnenen Wege weitergegangen werden können“.


2. „Interreligiöser Kurs“ für Frauen“ in Bruchsal (seit Juni 2008)
Dieses Projekt wird vom Internationalen Frauencafe in Bruchsal in Kooperation mit der Evangelischen Gemeinde Untergrombach durchgeführt wird. Es ermöglicht Frauen unterschiedlicher Herkunft und Religion gemeinsames Lernen, schafft Raum für Verständnis und Begegnung. Christliche, muslimische und jüdische Frauen treffen sich regelmäßig, lernen im lebendigen Austausch Religion und Tradition der jeweils anderen kennen und erfahren dabei auch viel über die je eigenen Wurzeln. Gemeinsam sind den Frauen das Interesse an religiösen Fragen, die Freude an der Begegnung und der Wunsch, einander besser zu verstehen. „Wir haben schon viel miteinander erarbeitet und wir wollen auf jeden Fall über den Kurs hinaus weiterhin zusammen lernen“, so die „Bilanz“ der Initiatorinnen Inge Ganter, Fürüzan Kübach und Brigitte Olsen.


3. „Bildungs- und Begegnungsarbeit für interreligiöses Verständnis“ in Immenstaad (seit Januar 2009)
Dieses Projekt wurde von Frauen der Gruppe für Interreligiöse Begegnung (GIB) in Immenstaad initiiert und wird in Kooperation mit der dortigen Gemeinde durchgeführt. Intention und Ziel des Projekts ist, zur Begegnung zu ermutigen, gemeinsam lernen und zum besseren Verständnis der Religionen beitragen. Vorträge, Begegnungsabende, Gespräche und wechselseitige Besuche sind Teil dieses Vorhabens.


4. „Antigewalt-Training“ für Mädchen und junge Frauen in Freiburg (seit Juni 2009)
Weibliche Jugendliche zwischen 13 und 17 Jahren, die aufgrund ihres aggressiven und gewaltbereiten Verhaltens auffällig werden, lernen durch dieses geschlechtersensible Trainingsprogramm u.a., konstruktive Konfliktlösungsstrategien zu entwickeln, Grenzen zu setzen und zu akzeptieren und Verantwortung für sich zu übernehmen. Das Projekt ist angesiedelt beim Nachbarschaftswerk e.V. Freiburg und dem Diakonieverein e.V. Freiburg.


Nähere Informationen über die geförderten Projekte und über die Stiftungsarbeit von GRATIA erhalten Sie unter www.gratia-stiftung.de und bei Pfarrerin Annegret Brauch, Evangelische Frauenarbeit in Baden, Tel. 0721-9175-321, info@gratia-stiftung.de .