Freiburg Rieselfeld

 

Zwei Kirchen, eine Kirche

Kirche von außen

Im neuen Freiburger Stadtteil Rieselfeld entstanden nach einem Wettbewerb zwei Kirchen, eine evangelische und eine katholische. Diese sind in einem Gebäude zusammengefügt und lassen sich bei Bedarf zu einem einzigen ökumenischen Kirchenraum vereinigen.

Die zwei Hauptwände sind in ihrem Verlauf mehrfach gefaltet und in unregelmäßiger Folge leicht nach innen und außen geneigt. Dadurch wird ein Eindruck der Offenheit und Beweglichkeit angestrebt, ähnlich wie bei einem aufgespannten Zelt.

Das Gebäude hat drei Längsschiffe wie im klassischen Kirchenbau. Die beiden Seitenschiffe beherbergen die Kirchenräume, wobei die katholische Kirche auf ihrer Seite die ganze Länge einnimmt, während die kleinere evangelische Kirche in ihrem räumlichen Schwerpunkt der katholischen gegenüberliegt.

Das Mittelschiff beherbergt die gemeinsame Eingangshalle, deren Betonwände zu den beiden Kirchen bei Bedarf beseite geschoben werden können. Sind diese vier Wände geöffnet, ist der gemeinsame ökumenische Raum eröffnet.

Im nord-östlichen Abschnitt befindet sich ein 4-geschossiger Bereich, in dem die Gemeinderäume und die Verwaltung angesiedelt sind, das „Haus im Haus“.

Die drei Kirchenräume mit Sichtbetonwandflächen werden in einer Höhe von dreizehn Metern von einer Holzbalkendecke überspannt.

Bauherr: Ev. + Kath. Kirchengemeinden Rieselfeld
Architekt: Kister Scheihauer Gross, Architekten und Stadtplaner, Köln/Leipzig
Fertigstellung: 2004
Fotos: Christian Richters, Münster

       

      Bauen und Gestalten in der Evangelischen Kirche in Baden

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