Wenn Dein Kind dich morgen fragt - zur Bedeutung der Familie für die Zukunft von Kirche und Gesellschaft
Bericht zur Lage von Landesbischof Dr. Ulrich Fischer
Frühjahrstagung der Landessynode der Evangelischen Kirche in Baden, Bad Herrenalb, 21. April 2005
Stark gekürzte Fassung (den kompletten Text finden Sie unterhalb des Textes als PDF-Dokument zum Download)
Verehrte Frau Präsidentin, liebe Synodale,
mit meinem diesjährigen Bericht zur Lage führe ich eine noch junge Tradition fort, die ich im Jahr 2000 begründet habe und die sich für das Leben unserer Landeskirche als ebenso fruchtbar erwiesen hat wie für das Miteinander der Gliedkirchen der EKD. Ich möchte nämlich mit meinem Bericht die Thematik aufnehmen, die durch die letztjährige EKD-Synode in Magdeburg angestoßen wurde. Die Broschüre mit dem Kundgebungstext unter dem Titel „Keiner lebt für sich allein - Vom Miteinander der Generationen“ geht Ihnen zu. Über die Bedeutung der Familie für unser kirchliches und gesellschaftliches Leben will ich heute zu Ihnen sprechen. Mit dieser Schwerpunktsetzung greife ich zugleich das Thema des diesjährigen Deutschen Evangelischen Kirchentags in Hannover auf „Wenn dein Kind dich morgen fragt...“. Außerdem nehme ich die diesjährige Woche für das Leben vom 9. bis 16. April in den Blick, die - ebenso wie die in den nächsten beiden Jahren - unter dem Leitthema „Kindersegen, Hoffnung für das Leben“ steht. Wenn Sie sich zudem vergegenwärtigen, wie viele Veranstaltungen unterschiedlichster gesellschaftlicher Gruppierungen sich dem Thema „Familie“ widmen, dann wird Ihnen die Einordnung meines Beitrags in die aktuelle kirchliche und gesellschaftliche Debatte deutlich. Kaum ein Thema hat derzeit größere Konjunktur, keines aber hat auch größere Bedeutung für die Zukunft von Kirche und Gesellschaft in unserem Land.
Bei meinem Bericht zur Lage geht es mir darum, im Dschungel des zu diesem Thema Debattierten einige Schneisen zu entdecken, durch deren Betreten sich spezifisch kirchliche Fragestellungen und Handlungsherausforderungen ergeben. Deshalb werde ich meinen Bericht in drei Abschnitte gliedern: Zunächst rede ich (1) über das spezifisch kirchliche Interesse an der Familie, frage dann (2) nach den Gründen für die „Kindvergessenheit“ unserer Gesellschaft, um schließlich (3) die Herausforderungen für Kirche und Gesellschaft zu benennen.
1. Das Kind in der Mitte – Zur Bedeutung der Familie in Bibel und Kirche
1.1 Glaubensvermittlung
„Wenn dich nun dein Kind morgen fragen wird: Was sind das für Vermahnungen, Gebote und Rechte, die euch der Herr, unser Gott geboten hat?, so sollst du dei-nem Kind sagen: Wir waren Knechte des Pharao in Ägypten, und der Herr führte uns aus Ägypten mit mächtiger Hand“ (Dt 6,20f). Diese Worte gehören zu den Zentraltexten des Alten Testaments, nicht nur deshalb, weil in ihnen das Urbekenntnis des Volkes Israel in prägnanter Weise formuliert ist, sondern auch, weil in ihnen eine Grundstruktur der Glaubensvermittlung festgehalten ist, die für das Volk Israel wie für die Kirche von Anbeginn an von zentraler Bedeutung war und bis heute ist. Glaube wird vermittelt durch das Gespräch der Generationen miteinander, genauer: durch das Fragen der Kinder und das Antworten der Eltern und Großeltern. „Wenn dein Kind dich morgen fragt...“ Mit der Neugier des Kindes beginnt das Erzählen vom Glauben. Aus den Fragen der Kinder entwickelt sich Glaubensvermittlung, entwickelt sich kirchliche Lehre. Alle gute Religionspädagogik und Theologie setzt bei den Fragen der Kinder an!
Vornehmste Aufgabe der Eltern ist nach der Bibel die Glaubensvermittlung. Sie geschieht durch Weitergabe der Erzählungen von Gottes Geschichte mit seinem Volk, durch Weitergabe der Gebote und der religiösen Traditionen und durch Einweisung in den Gottesdienst. So wächst eine Generationen übergreifende Gedächtnis- und Glaubenskultur in der „Sozialisationsgemeinschaft“ Familie. (...)
Erkennen wir etwa, wie wichtig die Einübung in die „10 herrlichen Freiheiten Gottes“ (E. Lange) zu einem gelingenden Leben ist und wie im Dekalog die Wurzeln liegen für das, was wir heute Menschenrechte nennen, dann kann die Weitergabe der Tora für die Zukunftssicherung der Menschheit und für eine nachhaltige Entwicklung der Humanität nicht gleichgültig sein. (...)
Was aber, wenn es keine Kinder mehr gibt, die Fragen stellen? Was aber, wenn Mütter, Väter und sogar schon die Großeltern nicht mehr in der Lage sind, die Fragen der Kinder nach dem Glauben zu beantworten? Was aber, wenn es kein familiäres Leben mehr gibt, in dem Kinder den Glauben kennen lernen und in dem miteinander tastend nach Antworten gesucht wird? Dann hat auch unsere Kirche es schwer mit der Glaubensvermittlung.
1.2 Generationenvertrag
Ebenso grundlegend wie die Glaubensvermittlung ist für die Bibel und für eine sich auf die Bibel gründende Kirche der Generationenvertrag, ohne dessen Einhaltung Leben nicht gelingen kann. Bekanntester Ausdruck dieses Generationenvertrags ist das 3. bzw. 4. Gebot des Dekalogs: „Du sollst deinen Vater und deine Mutter ehren,...auf dass du lange lebest und dir's wohl gehe in dem Lande, das dir der Herr, dein Gott geben wird“ (Dt 5,16; vgl. Ex 20,12). Zunächst eine Feststellung: Dieses Gebot richtet sich nicht an kleine oder heranwachsende Kinder, und es wird gründlich missverstanden, wenn es zur Disziplinierung von Kindern im Verhältnis zu ihren Eltern missbraucht wird. (...)
Der Generationenvertrag ist so alt wie die Menschheit selbst. Erwachsene haben ihr Wissen, ihre Erfahrung und ihren Glauben an Kinder weiter gegeben. Kinder haben darauf aufgebaut und sind über die Erfahrungen der Eltern hinausgewachsen, wobei sie auch eigene Fehler gemacht und eigene Schuld auf sich geladen haben. Die Bibel sieht die Entwicklung der Generationen nicht nur optimistisch im Sinne einer stetig aufwärts steigenden Linie. Sie kann andererseits das gelingende Miteinander der Generationen geradezu als ein Hoffnungsbild entfalten, durch das einer Gesellschaft Zukunft eröffnet wird. (...)
Wie können wir den Generationenvertrag erfüllen, wenn immer mehr Menschen sich dafür entscheiden, selbst nicht mehr Vater oder Mutter zu werden? Vater und Mutter ehren - dazu gehört im Sinn des biblischen Gebotes eben auch, wo es möglich ist, selbst Vater und Mutter zu sein. Geht mit der Beschädigung des Generationenvertrags nicht notgedrungen auch ein Stück humaner Sozialkultur verloren?
1.3 Generationengerechtigkeit - Familiengerechtigkeit
Kinderreichtum war zu biblischer Zeit ein Mittel persönlicher Zukunftssicherung. Lange haben wir gemeint, dass die Frage der Zukunftssicherung durch Kinder in unserer zivilisierten Welt überholt sei. Nun holt uns die Wirklichkeit ein, denn der Mangel an Kindern gefährdet heute die sozialen Sicherungssysteme. Mehr noch: Wir erkennen, dass sich mit der Zunahme von Kinderlosigkeit in unserer Gesellschaft das Klima verändert und sich Fragen der Generationengerechtigkeit neu stellen. Der Ratsvorsitzende der EKD Bischof Huber hat in seiner bedeutsamen Rede vom 30. September 2004 in Berlin zu Recht darauf hingewiesen, dass soziale Gerechtigkeit wesentlich auch Generationengerechtigkeit ist. Wir verhalten uns gegenüber den kommenden Generationen dann am fairsten, wenn wir heute möglichst wenig Ungerechtigkeiten schaffen, die wir der nächsten Generation weiter geben. (...)
Darum müssen wir als Kirche jeder gesellschaftlichen Benachteiligung von Fami-lien entgegenwirken und uns dafür einsetzen, dass Kinder nicht vorrangig als „Armutsrisiko“ angesehen werden - sondern als Gewinn! Wir haben daran zu erinnern, dass Kinder zu biblischer Zeit als Zeichen des Segens Gottes verstanden wurden. (...)
Bedeutet die Kinderlosigkeit einer Gesellschaft nicht auch den Verlust einer wichtigen Glaubensdimension, das Verlernen einer Gottesbeziehung, die im Vaterunser und im vertrauenden Abba-Ruf (vgl. Röm 8,15; Gal 4,6) - der Anrede Gottes als „Papa“ - ihren Ausdruck findet?
1.4 Wertschätzung statt Absolutsetzung
Jeder Absolutsetzung der persönlichen Familie aber hat die Kirche entgegenzu-treten. Schon Jesus hat in seinem Ruf in die Nachfolge und in seinem Wort über seine wahren Verwandten eine Relativierung der Familie vorgenommen (Mk 3,31-35). Familiäre Bande sind nicht das Grundlegende, was Kirche konstituiert. (...)
Die Familie ist keine heile Welt, das wissen wir nicht erst seit Sigmund Freud, davon weiß auch die Bibel zu erzählen.
Nicht um Absolutsetzung, wohl aber um Wertschätzung von Ehe und Familie und ihrer Funktion muss es uns als Kirche gehen. Die Familie ist um des Menschen willen da und nicht der Mensch um der Familie willen. (...)
Das heißt nicht, dass wir als Kirche andere Lebensentwürfe herabsetzen und Abweichungen von diesem Leitbild diskriminieren. Es mag gute Gründe geben, andere Lebensentwürfe zu wählen oder zu ihnen genötigt zu werden. (...)
Auch wenn nicht zu verkennen ist, dass viele Ehen scheitern und misslingen, halte ich es dennoch für richtig, weiterhin vom Leitbild der Ehe und der Familie zu sprechen.
2. Die "Kindvergessenheit" – Gründe für ein gesellschaftliches Phänomen
Nachdem ich das spezifisch kirchliche Interesse an der Familie dargestellt habe, will ich uns nun mit einigen Fakten unserer gesellschaftlichen Wirklichkeit vertraut machen, die mit dem Begriff „Kindvergessenheit“ umschrieben werden kann. In welchem Maße sich diesbezüglich unsere Situation signifikant von der anderer Länder unterscheidet, verdeutliche ich einleitend an Hand einer Episode. Die Sozialministerin Niedersachsens, Frau von der Leyen, ist Mutter von sieben Kindern. Als sie in den USA eine Mall betrat um einzukaufen, sagte eine Verkäuferin mit Blick auf ihre sieben Kinder zu ihr: „You are blessed - Sie sind gesegnet“. Als sie in Deutschland einen Supermarkt aufsuchte, wurde sie von der Verkäuferin un-freundlich angesprochen: „Passen Sie auf, dass Ihre Kinder nichts kaputt machen!“ (...)
Von allen EU-Ländern hat Deutschland die niedrigste Geburtenrate. Unter den 191 Staaten der Welt steht Deutschland mit 1,3 Kindern pro Frau bei der Geburtenrate auf Position 181, nach anderen Angaben sogar an fünftletzter Stelle. (...)
Was auf den ersten Blick so eindeutig scheint, zeigt sich bei näherem Hinschauen als höchst komplex: Denn keine andere soziale Institution hat in den letzten zwanzig Jahren einen solch hohen Zustimmungszuwachs erhalten wie die Familie. (...)
Zu dieser hohen Wertschätzung der Familie in starker Spannung steht die Tatsache, dass die Scheidungs- und Trennungszahlen steigen. (...)
Sehr hilfreich war mir eine Umfrage des Allensbacher Instituts vom November 2003, in der Einflussfaktoren auf die Geburtenrate ermittelt wurden. (...)
Hierbei zeigte sich, dass das von vielen subjektiv als geeignet empfundene Zeitfenster für die Geburt eines Kindes nur fünf bis acht Jahre ausmacht, das entspricht dem Lebensalter von 25 bis 33 Jahren. Dies ist besonders bedeutsam angesichts der langen Ausbildungszeiten in Deutschland und des gesellschaftlich bevorzugten so genannten Drei-Phasen-Modells „Ausbildung - Beruf - Familienphase“. (...)
Einen wichtigen Faktor bei der Realisierung eines Kinderwunsches stellt jedoch die Stabilität einer Partnerschaft dar. Wie eine andere Untersuchung kürzlich aussagte, verzichten viele junge Menschen auf die Realisierung ihres Kinderwunsches, weil sie nicht den richtigen Partner, die richtige Partnerin gefunden haben. (...)
2.1 Familie und Beruf
In unserem Land sind für die Vereinbarkeit von Familien- und Berufsarbeit oder für den verlässlichen Wechsel zwischen beiden völlig unzureichende Vorkehrungen getroffen. Dabei möchten junge Menschen sowohl eine eigene Familie haben als auch eine Erwerbstätigkeit ausüben. (...)
2.2 Veränderte Elternrollen
Die Pluralisierung von Lebensstilen und Individualisierungstendenzen hat zu Einstellungen geführt, die für das Eingehen von Bindungen subjektiv hinderlich sein können. Zudem erschweren und gefährden die in Wirtschaft und Gesellschaft verbreiteten Mobilitätsforderungen dauerhafte Bindungen. (...)
Alte Selbstverständlichkeiten und Rollenzuweisungen bröckeln oder verschwinden. Einerseits werden Kinder übermäßig umsorgt, andererseits fühlen sich Eltern überfordert. (...)
2.3 Von der Erosion des Vertrauens
(...) Ich behaupte, dass der enorme Rückgang der Geburtenzahlen viel tiefer liegende Gründe hat, Gründe, die Bischof Huber in seinem ersten Bericht als Ratsvorsitzender mit dem Stichwort „Erosion des Vertrauens“ treffend erfasst hat. Und da „Vertrauen“ für uns Christenmenschen ein anderes Wort für „Glaube“ ist, sehe ich in der „Kindvergessenheit“ unserer Gesellschaft letztlich ein Indiz für eine grundlegende Vertrauens- und Glaubenskrise. Natürlich ist es vordergründig das Vertrauen in die sozialen Sicherungssysteme, das erschüttert ist, sowie das Vertrauen in die politische Steuerungsfähigkeit der unüberschaubaren Veränderungsprozesse unter dem Druck der Globalisierung. (...)
Denn Kinder zu haben und mit Kindern das Leben zu gestalten, ist Ausdruck eines Vertrauens in den Gott, der uns diese Kinder anvertraut hat und der uns mit unseren Kindern durch alle Zeiten begleitet und leitet. (...)
3. Die Wiederentdeckung der Kinder – Herausforderungen für Kirche und Gesellschaft
3.1 Förderung der Familie als gesellschaftliche Aufgabe
Ob eine Gesellschaft familien- und kinderfreundlich ist, entscheidet ganz wesent¬lich über ihre soziale und humane Kraft. Wenn es in Zukunft weniger Kinder und weniger familiäre Bindungen gibt, dann wird zwangsläufig auch das Solidaritäts-potenzial unserer Gesellschaft geringer. Frauen und Männer, die große Teile ihrer Zeit und Kraft ihrer Familie widmen, helfen mit, eine Ethik der Fürsorglichkeit zu entwickeln. (...)
3.1.1 Neue Kultur des Geschlechterarrangements
Frauen und Männer müssen durch entsprechende Rahmenbedingungen eine wirkliche Wahlfreiheit im Hinblick auf die Gestaltung von Familien- und Erwerbsar-beit haben. Kinder dürfen nicht länger als „Karrierekiller“ angesehen werden. (...)
3.1.2 Familienorientierte Arbeitskonzepte
(...) Um solches zu erreichen, ist Zweierlei notwendig: Einerseits müssen Kirche und Staat jungen Menschen Hilfestellungen anbieten zur neuen Rollenfindung als künftige Väter und Mütter. (...)
Andererseits müssen familienorientierte Arbeitszeitkonzepte verwirklicht werden, insbesondere sollte die bestehende Elternzeit flexibler ausgestaltet werden.
3.1.3 Gleichstellung von Familientätigkeit und Erwerbstätigkeit
(...) Familientätigkeit muss in der Bewertung der Erwerbstätigkeit gleichgestellt werden, denn Kindererziehung ist ein anderen Berufstätigkeiten gegenüber gleichwertiger Beruf.
3.1.4 Familien entlastende Infrastruktur
Dazu gehört die Weiterentwicklung Familien ergänzender und unterstützender Einrichtungen, besonders eine weitere Flexibilisierung der Angebote in Tageseinrichtungen und Schulen. (...)
3.1.5 Materielle Sicherheit
Dass Familien mit Kindern heute das größte Armutsrisiko tragen, ist ein gesellschaftlicher Skandal, der nicht einfach hingenommen werden darf. (...)
3.2 Förderung der Familie als kirchliche Aufgabe
Vor allem aber will ich nun den Blick auf unser eigenes kirchliches Handeln lenken und danach fragen, wie wir auf verschiedenen Feldern kirchlicher Arbeit Familien fördern und noch besser fördern müssten. (...)
3.2.1 Die Familie im gottesdienstlichen Handeln der Kirche
Kernbereich kirchlicher Arbeit ist der Gottesdienst. Wie kein anderer Bereich ist er geeignet, Familien anzusprechen: (...)
3.2.2 Die Familie im pädagogischen Handeln der Kirche
Die Kirche hat Teil am Bildungsauftrag unserer Gesellschaft. Deshalb entwickelt sie Bildungsangebote für Kinder, Jugendliche und Erwachsene, durch welche Familien gestärkt werden:
(...)
3.2.3 Die Familie im diakonischen Handeln der Kirche
Neben die Bildungsarbeit treten vielfältige Familien unterstützende Angebote im Bereich der diakonischen Arbeit: (...)
3.2.4 Projekte zur Förderung der Familie
(...)
3.2.5 Kirche als familienfreundliche Arbeitgeberin
Als Kirche mit unserer Diakonie haben wir die Chance, familienfreundliche Arbeits-strukturen beispielhaft und modellhaft zu verwirklichen: (...)
3.2.6 Förderung der Familie aus ökumenischer Sicht
3.2.7 Lobbyarbeit für Familien
Mein Bericht zur Lage lässt unschwer erkennen, welch große Bedeutung schließlich einer gezielten Lobbyarbeit für Familien in einer „kindvergessenen“ Gesellschaft zukommt. (...)
Am wichtigsten aber scheint mir, dass wir selbst auf das Thema dieses Berichts persönlich überzeugend reagieren: „Wenn dein Kind dich morgen fragt“... So heißt das Motto des Kirchentages. Und auf den Einladungsplakaten ist hinzugefügt: „Gut, wenn du eine Antwort weißt.“ Hoffentlich ist dies so.
Und hoffentlich ist in deiner Antwort nicht nur davon die Rede, dass Kinder „Karrierekiller“ oder „Armutsrisiko“ sind.
Hoffentlich sprichst du in deiner Antwort nicht nur von hohen Scheidungszahlen und von den Risiken der Ehe, sondern vor allem vom Segen, den du in Ehe und Familie erfährst.
Hoffentlich erzählst du davon, was du durch Kinder gewinnst an Lebensfreude und Lebenssinn, an Gottvertrauen und Zuversicht, auch davon, dass Kinder eine Freude sind, für die es sich zu leben lohnt.
Wenn du so deinem Kind antwortest, dann leistest du den wichtigsten Beitrag zur Förderung von Ehe und Familie.

Bericht zur Lage im Wortlaut (PDF Dokument zum Download)