Herbsttagung der Landessynode vom 17. - 21. Oktober in Bad Herrenalb
Aktuelle Berichterstattung
Landesjugendpfarrer Thomas Schalla
im Gespräch mit dem Zeitzeugen Kurt Maier
Vom 17. - 21. Oktober 2010 findet im Haus der Kirche in Bad Herrenalb das Herbsttreffen der Landessynode statt. Die 72 Synodalen beschäftigen sich auf ihrer Tagung im Haus der Kirche unter anderem auf einem Schwerpunkttag am Montag mit der Zukunft der kirchlichen Jugendarbeit. Ziel ist es, zusammen mit der badischen Landesjugendkammer, dem Parlament der evangelischen Jugend in Baden eine gemeinsame Erklärung zur Jugendarbeit zu veröffentlichen.
Die Tagung wurde am Sonntag mit einem Gottesdienst in der Klosterkirche in Bad Herrenalb eröffnet. Im Fokus der Erklärung des Präsidiums zur Eröffnung der Synode steht das Gedenken an die Deportation der badischen Juden vor 70 Jahren.
- Zukunft braucht Erinnerung - Landessynode mit Gottesdienst eröffnet (17.10.2010)
- Wort des Präsidiums der badischen Landessynode bei der Eröffnung der 5. Tagung der 11. Synode der Evangelischen Landeskirche in Baden am 17. Oktober 2010
- Eröffnung der Herbsttagung der Landessynode: Begrüßung der Synodalen durch Präsidentin Margit Fleckenstein
- Leben in der Gegenwart: Grundsteine für Künftiges legen - Predigtbaustein der Evangelischen Jugend beim Eröffnungsgottesdienst der Herbsttagung der Landessynode 2010
- Gedenksteine errichten: Versöhnung mit der Vergangenheit wagen - (zu 2 Kor 5,18-20; Eröffnungsgottesdienst zur Herbsttagung der Landessynode (17.10.2010)
- Jugend steht im Fokus - Landessynode trifft sich zur Herbsttagung in Herrenalb vom 17. bis 21. Oktober (15.10.2010)
- Herbstsynode: Vorläufiger Zeitplan und Tagesordnung
Montag, 18. Oktober 2010
Jugendliche und Synodale im Gespräch
Bei der Unterzeichnung der Erklärung:
Präsidentin Margit Fleckenstein
Claudia Bendig
(Vorsitzende der Landesjugendkammer)
OKR Christoph Schneider-Harpprecht
Die Jugendarbeit stand im Mittelpunkt des Schwerpunkttages am Montag. Die 72 Landessynodalen beschäftigten sich gemeinsam mit über 72 Jugenddelegierten mit der Zukunft der Jugendarbeit. Den eigentlichen Kern des Tages bildeten die von den Jugendlichen geleiteten Workshops am Nachmittag. Am Ende unterschrieben Synodalpräsidentin Margit Fleckenstein, Bildungsreferent Oberkirchenrat Christoph Schneider-Harpprecht und die Vorsitzende der Landesjugendkammer Claudia Bendig eine gemeinsame Erklärung. Darin sicherte die Synode der Jugendarbeit ihre Unterstützung beim Zukunftsprozess zu. Sie ermutigt „Kirchenbezirke, Gemeinden und Jugendverbände dazu, junge Menschen in ihren unterschiedlichen Lebensentwürfen und ihrer Lebensfreude, ihren Fragen, ihrem Suchen nach Gott und Sinn, in ihren Sehnsüchten und Ängsten ernst zu nehmen und ihnen Raum und eigene Gestaltungsmöglichkeiten zu geben“, wie es in der Erklärung heißt.
- Jugendarbeit stärken – Partizipation fördern - Gemeinsame Erklärung der Landessynode, der Evangelischen Jugend und des Evangelischen Oberkirchenrats
- Situation Evangelischer Jugendarbeit in Baden - Co-Referat von Landesjugendpfarrer Dr. Thomas Schalla und Fabian Peters
- Kirche mit den Augen der Jugendlichen sehen - Landessynode tagte gemeinsam mit Landesjugendkammer (18.10.2010)
Dienstag, 19. Oktober 2010
Ein Kommentar des ehemaligen Rechtsreferenten Jörg Winter zur Grundordnung der Landeskirche wurde der Synode auf dem ersten Plenartag am Dienstag präsentiert. Zudem informierte sich die Synode über ein Glaubenskursprojekt der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD). Im Jahr 2011 sollen auch in Baden flächendeckend Glaubenskurse angeboten werden. „Im Umfeld von 25 Kilometern soll jeder einen Kurs finden können“, so Oberkirchenrat Matthias Kreplin, Referent für Theologie und Gemeinde. Dabei solle vor allem an den Orten Kurse durchgeführt werden, an denen noch keine oder schon lange keine Glaubenskurse mehr stattgefunden haben.
Mittwoch, 20. Oktober 2010
Zum Abschluss ihrer Herbsttagung hat sich die Landessynode der Evangelischen Landeskirche in Baden mit der Lage im Nahen Osten befasst. In einem „geschwisterlich-kritischen Antwortbrief“ an die Verfasser des sogenannten Kairos-Palästina-Dokuments fordert die Landeskirche, der von palästinensischen Christen formulierte „Schrei der Hoffnung, wo keine Hoffnung ist“ dürfe nicht ungehört verhallen.
Ausdrücklich wendet sich die badische Landeskirche gegen einen Boykott israelischer Waren. „Der Aufruf zu Wirtschaftssanktionen und zum Boykott ist für viele Deutsche aufgrund der Erinnerung an die Zeit des Nationalsozialismus undenkbar“, heißt es in dem Antwortbrief .
Begrüßt werden dagegen der eindringliche Aufruf der palästinensischen Christen, Fanatismus und Extremismus abzuschwören, und die Aufforderung zum interreligiösen Dialog.
Protokolle der Herbsttagung 2010

Tagungsprotokoll der Herbsttagung 2010 (8,86 MB - ggf. längere Ladezeiten)