Mitgliedszahlen, Ein- und Austritte, Taufen und Trauungen von 1997 bis 2010/2011
Aktueller Mitgliederstand (2011): 1.252.395
Entwicklung im Vergleich zu den letzten vierzehn Jahren:
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Während der letzten Jahre nehmen die Mitgliedszahlen kontinuierlich ab. Die vorliegenden Zahlen ergeben für die letzten Jahre durchschnittlich eine Verminderung der Mitgliedszahlen um 2.500 Personen pro Jahr. Allerdings profitiert Baden von der positiven Wanderungsbewegung. Baden-Württemberg ist eines der Bundesländer mit positivem Wanderungssaldo. Der Höhepunkt lag zwischen 1989 und 1994, was sich durch die politischen Umwälzungen in Osteuropa erklären lässt. Außerdem war und ist Baden-Württemberg ein im Bundesvergleich finanziell bzw. arbeitsmarktpolitisch interessantes Bundesland, wobei der positive Saldo in den letzten Jahren allerdings immer geringer geworden ist (0,4-0,7 % der Bevölkerung) und laut statistischem Landesamt weiter abnehmen wird. Ohne die "Wanderungsbewegung" hätten wir zurzeit anstelle von rund 1.323.000 Mitglieder nur eine Zahl von etwa 1.170.000.
Zahl und Entwicklung bei den Taufen (ohne Taufen Religionsmündiger):
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Zahl und Entwicklung bei Kirchenaustritten:
| 2010 7.875 2009 7.291 2008 8.072 2007 6.132 2006 5.440 2005 5.418 2004 6.502 2003 8.206 2002 7.792 2001 7.488 2000 8.209 1999 8.488 1998 7.334 1997 8.128 |
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Zahl und Entwicklung bei Kircheneintritten:
| 2010 1.955 2009 1.679 2008 1.505 2007 1.705 2006 1.842 2005 1.808 2004 1.623 2003 1.554 2002 1.450 2001 1.763 2000 1.746 1999 1.624 1998 1.587 1997 1.562 |
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Dies sind allerdings nur die Zahlen der Kirchenwiedereintritte und -übertritte (dabei sind die Zahlen der Übertritte aus der römisch-katholischen Kirche bzw. anderen christlichen Kirchen in den letzten Jahren in etwa gleich, es halten sich Übertritte und Wiedereintritte etwa die Waage: z.B. im Jahr 2002: 724 Wiedereintritte, 155 Eintritte aus anderen christlichen Kirchen, 571 Übertritte aus der katholischen Kirche). Interessant sind die Zahlen von Aufnahmen, d.h. Taufen (=Eintritt) von Religionsmündigen (ab 14 Jahren), die dann zu den Eintritten dazu gezählt werden müssen, denn durch diese Taufen (oft Personen aus den neuen Ländern) werden die Getauften ja auch in die Landeskirche aufgenommen:
Entwicklung bei den Trauungen:
| 2010 3.213 2009 3.105 2008 3.254 2007 3.201 2006 3.395 2005 3.372 2004 3.260 2003 3.357 2002 3.549 2001 3.575 2000 3.978 1999 4.397 1998 4.098 1997 4.567 |
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Bis ins Jahr 1992 verlaufen die Entwicklungen der Eheschließungen standesamtlich (mit mindestens einem evangelischen Partner) und der Trauungen (mit mindestens einem evangelischen Partner) parallel, danach klafft die Schere kontinuierlich weiter auseinander. Zwischen 1990 und 1992 erreichen sowohl die Anzahl der Eheschließungen wie auch die Anzahl der Trauungen den Höchststand. Bezüglich der Konfessionszugehörigkeit der Ehepaare und der Neigung zur Eheschließung lässt sich sagen, dass die Zahl der rein evangelischen Paare und der Paare mit einem katholischen Partner etwas abgenommen hat und die Zahl der Paare mit einem nichtchristlichen Partner zugenommen hat.
Zahl der Trauungen:
Die Landeskirche wird "älter": Das Durchschnittsalter von momentan 45 Jahren wird sich in den kommenden Jahren durch die demographische Entwicklung noch erhöhen.
Marc Witzenbacher, ehemaliger Pressesprecher





