Ergebnisse aus der Arbeitsgruppe 1
Workshop "Kirchenräume wahrnehmen und gestalten" am 11. und 12. März 2005 in Durlach
» zurück zum Workshop
Verbindung zum Nebenraum
Sekundärstruktur aus Holz
Detail der Holzstruktur
Gesamtschau
Protokoll Workshop Durlach 12.03.2005, Verfasser Henning Baurmann, Freier Architekt
Luther-Melanchthon-Gemeinde
Gruppe 1.1 / Gestaltung Kirchenraum
Teilnehmer:
Hayo Büsing, Pfarrer und Dekan, Wertheim
Bärbel Rahmel, Kirchenälteste der Luther-Melanchthon-Gemeinde, Karlsruhe
Christoph Klinkott, Freier Architekt, Karlsruhe
Werner Sandhaus, Freier Architekt, Freiburg
Ottmar Lang, Architekt im Kirchenbauamt des Oberkirchenrats, Karlsruhe
Henning Baurmann, Freier Architekt, Karlsruhe
Analyse:
Städtebau
- Gemeindezentrum als Dorf / Stadt mit Straßen, Plätzen, Wegen
- Eingangshof dient als Passage zur Tram
- Foyer als Marktplatz
- Eingang schwer auffindbar
- Gesamtensemble nicht erfahrbar, da nicht vollständig durchwegt
Foyer
- dient als Marktplatz
- Großzügigkeit wird durch Möblierung eingeschränkt
- Garderobe müsste besser integriert werden
- Wohnzimmeratmosphäre muss beseitigt werden, entrümpeln
- Eingang an Nordseite verlegen brächte bessere Orientierung
- Zugang Kirchenraum ist unbefriedigend, Durchschuss
Saal
- kein Sakralraum, kein Ander-Ort
- Raum hat viele Qualitäten, die nicht genutzt werden
- sehr hell, Blendung der Oberlichter, teilw. Gegenlichtsituation
- Oberlicht zu profan, funktional, man sieht, woher Licht kommt
- Richtungslosigkeit des quadratischen Raumes vs. Möblierung
- Bühne wird nicht genutzt, Stufen zu hoch, schlechte Sicht
- Oberflächen haben keine haptischen Qualitäten
- Bodenbelag zu unruhig, passt nicht zur Bestuhlung
- Zugangssituation ungeklärt
- Aufreihung der Prinzipalien schafft unbefriedigende Atmosphäre
- Variabilität ist beeindruckend, aber wirkt Raumgestaltung entgegen
Vorschläge:
Foyer
- Verlegung des Eingangs prüfen
- reduzierte Gestaltung mit kleinen Interventionen
- Saalzugang neu gestalten
- Belichtungssituation verbessern (Kunst-/Tageslicht)
- Garderobe integrieren
- Allgemein: Entrümpeln !
Saal
- Podest entfernen
- Oberlicht mit einer inneren Mattglasscheibe versehen, bedruckt
- Sekundärstruktur aus einem Holzstabwerk vor Wände einstellen
- Erweiterbarkeit und Zugänge klären, Drehtüren
- Bühnenraum absenken, Wände und Decke entfernen, Atrium!
- Außenraumbezug über transparente und transluzente Gläser
- Verortung des Kirchsaals im Gesamtensemble spürbar machen
- Bodenbelag Naturstein, z.B. Muschelkalk
- Deckenbelag Holzplatten / Holzwerkstoffe, evtl. Akustikplatten
- Oberflächen sollten haptische Qualitäten aufweisen (Holz, Stein)
- Altarpodest an Längswand führt zur Ostung des Raums
- Freie Bestuhlungsvarianten möglich, wichtig ist Zentrierung
- Orgel an gegenüberliegender Stirnwand, Musik von hinten
- Taufbecken an der Glaswand zum (begehbaren) Atrium







