Workshop "Kirchenräume wahrnehmen und gestalten" am 24. und 25. März 2006 in Lörrach
Nachlese
Kirchenräume sind gestaltete Räume – und Räume, die zu gestalten sind, damit sie den Ansprüchen eines sakralen Raumes genügen: „Oasen des Friedens“ zu sein, „eine Heimat für alle Seelen, Raum zum Einkehren bei sich selbst, zum Ankommen bei Gott und zum Aufmerken auf den Nächsten“ (Prof. Dr. Wolfgang Huber, Ratsvorsitzender der Evangelischen Kirche in Deutschland). Kirchenräume müssen immer wieder neu entdeckt und erschlossen werden.
Der Workshop wird am konkreten Beispiel der Evangelischen Stadtkirche in Lörrach Entwürfe zu Gestaltungsmöglichkeiten erarbeiten, Methoden erkunden, mit denen Kirchenräume erschlossen werden können, und Tipps für einladende Kirche geben.
Grundsätzliche Beiträge zur Bedeutung von Sakralräumen und Anregungen zur Weiterarbeit in den eigenen Gemeinden rahmen den Workshop ein.
Ideen zu einer künftigen Nutzung und Umgestaltung der Stadtkirche
Martin Abraham, Januar 2005, vor dem Ältestenwochenende in Betberg
Kirche verstehen wir als Raum zur Besinnung, Ort öffentlicher Nachdenklichkeit und Ort der Feier des Lebens (Zweiter Leitsatz des Leitbildes der Matthäusgemeinde).
Die Matthäusgemeinde versteht Kirche und damit auch das Gebäude Stadtkirche als einen „offenen Raum“. Dies ist im Wortsinn zu verstehen: Die Stadtkirche ist gestalteter Raum. Raum birgt, umschließt, schützt, ist „umfriedet“. Ein offener Raum lädt ein, ungewöhnliche Gäste, er hat keine „Berührungsängste“. Das „ganze Leben“ muss in ihm Raum finden können. Wir machen die Erfahrung, dass der Raum wirkt auf das, was in ihm geschieht, wirkt auf die Gäste. Und die Gäste „beleben“ den Raum. Und sind doch selbst vom Raum „angesprochen“.
So nutzen wir bereits jetzt die Stadtkirche nach ihren jetzigen räumlichen Möglichkeiten vielfältig:
Sie ist Gottesdienstraum, Ort für Konzerte, Vorträge und Festakte, für Empfänge und Begegnungen, für Osterfrühstück ebenso wie für den „Apero“ oder den Imbiss nach dem Empfang oder dem Konzert. (...)
Die Stadtkirche weckt bei vielen Sympathie („ein schöner Raum“), sie wirkt durch ihre Strenge einerseits, durch ihre „Intimität“ andererseits. Zudem lädt sie ein, die „Weite des Raumes“ zu nutzen. So haben wir schon regelrechte „Stationengottesdienste und –veranstaltungen“ von der Turmkapelle, den verschiedenen „Ecken“ unten, über den Aufgang zur Orgel und zu den verschiedenen Seiten der Empore hin gestaltet. Überhaupt lädt die Empore zu vielgestaltiger Nutzung ein, zum Orgelkonzert ebenso wie zum geselligen Beisammensein.
Zwei ungenutzte Räume regen gelegentlich die Phantasie an: Der Aufgang im Turm – als denkbarer kleiner Seminarraum. Und die große Fläche über dem Kirchenschiff, unter dessen Dach.








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