Kloster Lobenfeld
- ein besonderes Kleinod und seine Zukunftsaussichten
Das besondere Kleinod
Das Kloster wurde im 12. Jahrhundert gegründet. Der vordere, romanische Teil, welcher schon lange der Gottesdienstraum der evangelischen Kirchengemeinde ist, strömt noch die Atmosphäre der Gründerzeit aus. Erst im letzten Jahr wurden dort die wertvollen Wandmalereien gründlich restauriert. Die ältesten davon stammen aus dem 13. Jahrhundert. Der hintere Teil, das Langhaus, hat eine bewegte Geschichte hinter sich. Zeitweise war es Tabakspeicher, Rumpelkammer und sogar Stall. Erst vor zwölf Jahren hat die Evangelische Stiftung Pflege Schönau diesen Teil wieder nutzbar gemacht.
Ein großer Glaskasten im hinteren Teil des Langhauses dient nun als Winterkirche, Sitzungs- und Konferenzraum. Seither treffen in der Klosterkirche alte und neue Architektur aufeinander. So ist es auch passend, dass in den Angeboten des geistlichen Zentrums christliche Tradition und modernes Leben miteinander verbunden werden.
Zukunftsaussichten
Die Idee für das geistliche Zentrum wurde nach dem erfolgreichen Umbau des Gebäudes geboren. „Wir dachten, wenn wir ein solches Kleinod haben, müssen wir auch etwas damit anfangen“, erklärt Dekanin Schneider-Cimbal. 2004 begann die Dekanin gemeinsam mit der damaligen Pfarrerin in Waldwimmersbach und Lobenfeld, Dr. Marlene Schwöbel und Pfarrerin Angelika Bless erstmals ganz aus eigenen Kräften mit der Arbeit. Und bereits nach dem ersten Jahr war klar, dass sie damit weitermachen wollten.
Bisher ist die mit Personalkosten verbundene Arbeit noch auf finanzielle Unterstützung – unter anderem aus dem Kirchenbezirk – angewiesen. Ziel des geistlichen Zentrums ist es jedoch, spätestens ab 2012 alles alleine finanzieren zu können. „Wer einmal hier war, findet unsere Arbeit spannend und toll. Langsam spricht sich das besonderes Angebot und seine Qualität herum. Inzwischen bietet das geistliche Zentrum auch Seminare mit Übernachtungsmöglichkeiten an. Und mit dem nahe gelegenen Golfplatz gibt es eine Vereinbarung, dass Teilnehmer der Führungsseminare an bestimmten Tagen dort Golf spielen dürfen.
Neben all diesen messbaren „Erfolgszielen“ geht es den Mitarbeitenden des geistlichen Zentrums allerdings um etwas ganz anderes:
„Im Kloster Lobenfeld sollen die Menschen auftanken, Kraft schöpfen und Ruhe finden. Wir wollen auch für kirchenfernere Menschen die christliche Tradition aufschließen und ihnen geistliche Impulse geben.“







