Allgemeines zur Interkulturellen Kompetenz und zur Interkulturellen Öffnung
Jeder Mensch hat seine eigene Geschichte, sein eigenes Leben, und daher auch – in größerem oder kleinerem Maße – kulturelle Prägungen erfahren. Dies hat Auswirkungen auf den zwischenmenschlichen Umgang, auf das Zusammenleben von Menschen, die unterschiedlichen kulturellen Prägungen ausgesetzt waren. In unterschiedlichen Regionen, in unterschiedlichen Netzwerken, in Minderheitsgruppen (u. a. auch Subkulturen); sogar innerhalb der gleichen Familie können verschiedene kulturelle Werte gelten.
Was ist Interkulturelle Kompetenz und...?
Interkulturelle Kompetenz ist die Fähigkeit, mit Menschen anderer Kulturkreise zu kommunizieren, im engeren Sinne die Fähigkeit zum beidseitig zufrieden stellenden Umgang mit Menschen aus anderen Kulturen. Diese Fähigkeit kann schon in jungen Jahren vorhanden sein oder auch entwickelt und gefördert werden. Das wird als interkulturelles Lernen bezeichnet. Die Basis für erfolgreiche interkulturelle Kommunikation ist emotionale Kompetenz und interkulturelle Sensibilität. Interkulturell kompetent ist eine Person, die bei der Zusammenarbeit mit Menschen aus ihr fremden Kulturen deren spezifische Konzepte der Wahrnehmung, des Denkens, Fühlens und Handelns erfasst und begreift. Frühere Erfahrungen werden frei von Vorurteilen miteinbezogen und erweitert, die Bereitschaft zum Dazulernen ist ausgeprägt.
...Interkulturelle Öffnung?
Interkulturelle Öffnung meint die konzeptionelle Berücksichtigung der kulturellen Vielfalt und Verschiedenheit der MitarbeiterInnen und Klientengruppen, sowohl ethnisch- kulturell wie auch zwischen Männern und Frauen, Behinderten und Nichtbehinderten, Älteren und Jüngeren, etc. und die Beseitigung von Zugangshindernissen, die auf solchen Unterschieden beruhen - ganz im Sinne einer konsenquenten Kundenorientierung. Interkulturelle Öffnung dient der Beseitigung und Verhinderung von Versorgungslücken. Für MigrantInnen bedeutet das: Zugangsbarrieren abbauen, die auf ethnisch-kulturellen Unterschieden beruhen. Interkulturelle Öffnung ist ein Teil der Organisations- und Qualitätsentwicklung.
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Hier finden Sie einige sehr gute und hilfreiche Literatur zum Thema Interkulturelle Kompetenz und Interkulturelle Öffnung:
"Trainings- und Methodenhandbuch - Bausteine zur interkulturellen Öffnung". Zusammenerstellt und Herausgegeben vom Arbeitskreis Interkulturelles Lernen Diakonisches Werk Württemberg und Migration und Ökumene. 1 Ausgabe April 2001.
"Interkulturelle Öffnungsprozesse ambulanter Pflegedienste in Theorie und Praxis". Dokumentation des Modellprojektes "Interkulturelle Öffnung der Diakonie-Stationen in Berlin". Von Liv-Berit Koch und Christine Bischof. Stand: Berlin 1. Januar 2005.
"Interkulturelle Öffnungsprozesse der Diakonie in Berlin und Brandenburg". Herausgeber: Diakonisches Werk Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz e.V. Redaktion: Christiane Klügel, Monika Wagner und Susanne Weller. Stand: Januar 2005.
"Integration und Qualität" - Integrationsförderung durch Qualitätsmanagement. Von Funda Eberle-Güceli und Britta Kanacher. 1. Auflage 2004. ISBN 3-929634-97-X
"Einfalt der Vielfalt? - Interkulturelle pädagogische Kompetenz in der Migrationsgesellschaft"
Leitlinien und Handlungsempfehlungen der Diakonie Baden zur Interkulturellen Öffnung- Interkultureller Kalender 2010 - Senatsverwaltung für Integration, Arbeit und Soziales
Interkulturelle Sensibilisierung und interkulturelle Kompetenz - Prof.Dr.Eppenstein ev. FH Rheinland Westfalen Lippe 2008
Familien Report - Ministerium für Arbeit und Soziales 03/2008
Tagungsdokumentation des Fachgesprächs zur "Normalität und Alltäglichkeit des Rassismus" - IDA-NRW
DW EKD - Handreichung Okt. 2008 - Interkulturelle Öffnung in den Arbeitsfeldern der Diakonie
Broschüre des Paritätischen Wohlfahrtsverbands zur Interkultureller Öffnung und Migrationsarbeit








