Gedenkfeiern 70 Jahre Novemberpogrome
Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen bietet Gottesdienst-Entwurf an
Stuttgart (16.10.08). Zum siebzigsten Jahrestag der sogenannten „Novemberpogrome“ am 9. November 2008 ruft die ACK in Baden-Württemberg die Gemeinden ihrer Mitgliedskirchen auf, in Gedenkstunden oder in ökumenischen Buß- und Bittgottesdiensten an die November-Pogrome von 1938 zu erinnern.
In der Nacht vom 9. November 1938 wurden in Deutschland Synagogen geschändet und angezündet, jüdische Geschäfte geplündert und Wohnhäuser demoliert. Jüdische Mitbürgerinnen und Mitbürger wurden ermordet. Zehntausende wurden in Konzentrationslager verschleppt. Die Pogrome vom November 1938 bildeten den Auftakt zu einer grausamen Verfolgung der Juden in unserem Land. Ihr Ziel war die Vernichtung des jüdischen Volkes; ihre schreckliche Bilanz die Ermordung von sechs Millionen Juden in ganz Europa.
Mit der Handreichung „Erinnerung und Umkehr“, die fertige Entwürfe für Gottesdienste und Gedenkfeiern enthält und als Gottesdienstblatt verwendet werden kann, bietet die ACK den Gemeinden vor Ort eine praktische Hilfe zur Durchführung von Gedenkveranstaltungen.
Die Broschüre kann zum Preis von € 1,- pro Exemplar in der ACK-Geschäftsstelle angefordert werden (Kontakt: ackbw@t-online.de oder Fax (0711) 2361436 ).
Zu einem zentralen ökumenischen Gedenkgottesdienst lädt die ACK am Abend des 9. November 2008 um 17 Uhr in die katholische Stadtkirche St. Stephan in Karlsruhe ein. Die Predigt hält Landesbischof Ulrich Fischer.
