Bewahrung der Schöpfung ist Kernaufgabe der Kirchen

 

Zukunftskongress Kirchliches Umweltmanagement in Karlsruhe

Motiv aus dem Flyer: Erdball. Grüner Gockel, Schöpfung bewahren

Karlsruhe (17.10.08). Klimagerechtigkeit, Biodiversität und globale Chancengleichheit sind Schlagwörter dieses Jahres. Die Kirchen nehmen dabei eine wichtige gesellschaftliche Stellung ein: „Die Bewahrung der Schöpfung ist eine Kernaufgabe der Kirchen“, so Landesbischof Ulrich Fischer. Das Netzwerk Kirchliches Umweltmanagement veranstaltet am 24. und 25. Oktober 2008 in Karlsruhe einen Zukunftskongress, auf dem Perspektiven des kirchlichen Umweltmanagements entwickelt werden sollen.

Der Zukunftskongress bildet den Abschluss eines Aktionsjahres des Netzwerks Kirchliches Umweltmanagement (KirUm) mit bundesweiten und ökumenischen Veranstaltungen. In Form einer Zukunftswerkstatt soll aus zehn Jahren Kirchlichem Umweltmanagement Resümee gezogen sowie Perspektiven und Ziele für die nächsten Jahre erarbeitet und präsentiert werden.

Inhaltliche Impulse setzen dabei Dr. Angelika Zahrnt (Ehrenvorsitzende des BUND, Mitglied im Nachhaltigkeitsrat der Bundesregierung), Heinz-Werner Engel (Entwickler von Ecomapping und EMAS easy, Brüssel) und Jürgen Maier (Geschäftsführer des Forums Umwelt und Entwicklung, Berlin). Den feierlichen Abschluss gestalten Weihbischof Dr. Bernd Uhl (Erzdiözese Freiburg) und Landesbischof Dr. Ulrich Fischer (Karlsruhe) mit einem ökumenischen Gottesdienst in der Karlsruher Stadtkirche am Samstag um 17.00 Uhr.

Info: Kirum
KirUm ist das ökumenische Netzwerk Kirchliches Umweltmanagement. Im KirUm sind Landeskirchen, Diözesen und Freikirchen sowie Einrichtungen aus Kirche, Diakonie und Caritas organisiert. Die Netzwerk- Mitglieder betreiben regelmäßigen Erfahrungsaustausch und sichern bundesweit gemeinsame Qualitätsstandards. Weitere Informationen finden Sie unter http://www.kirum.org/ .

Info: Der Grüne Gockel in Karlsruhe
Die Gemeinden an der Stadtkirche Karlsruhe haben es sich zur Aufgabe gemacht, besonders für den Umweltschutz und damit für die Bewahrung der Schöpfung einzutreten. Deshalb wurde bereits im letzten jahr eine Photovoltaikanlage auf dem Dach des Gemeindehauses in der Kreuzstraße 13 installiert, nun soll der "Grüne Gockel" eingeführt werden.
Der "Grüne Gockel" ist eine speziell für Kirchengemeinden entwickeltes Umweltzertifikat. Es wurde auf der Grundlage der Europäischen Umweltverordnung EMAS entwickelt und bedeutet für die Kirchengemeinden weniger Formalitäten und Dokumentationen, geringere Kosten aber die gleiche Wirksamkeit. Betreut werden die Gemeinden dabei von ehrenamtlichen Umweltauditorinnen und -auditoren.
Im Zusammenhang mit dem Ökumenischen Abschlussgottesdienst des Zukunfstkongresses des Netzwerkes Kirchliches Umweltmanagement wird es dazu um 16.30 Uhr in der Evangelischen Stadtkirche Karlsruhe unter dem Motto "Leben bewahren - den Kindern ein Zukunft" eine Auftaktveranstaltung mit Kindern aus der Kinder-Stadtkirche und dem Chor Cantus Juvenum geben.