Gedenkfeiern 70 Jahre Novemberpogrome
Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen feiert zentralen Gedenkgottesdienst
Stuttgart (06.11.08). Zum siebzigsten Jahrestag der sogenannten „Novemberpogrome“ am 9. November 2008 feiert die ACK in Baden-Württemberg um 17 Uhr einen zentralen ökumenischen Buß- und Bittgottesdienst in der katholischen Stadtkirche St. Stephan in Karlsruhe. Die Predigt hält Landesbischof Ulrich Fischer.
In der Nacht vom 9. November 1938 wurden in Deutschland Synagogen geschändet und angezündet, jüdische Geschäfte geplündert und Wohnhäuser demoliert. Jüdische Mitbürgerinnen und Mitbürger wurden ermordet. Zehntausende wurden in Konzentrationslager verschleppt. Die Pogrome vom November 1938 bildeten den Auftakt zu einer grausamen Verfolgung der Juden in unserem Land. Ihr Ziel war die Vernichtung des jüdischen Volkes; ihre schreckliche Bilanz die Ermordung von sechs Millionen Juden in ganz Europa.
In den Kirchen herrschten damals mehrheitlich Schweigen, Wegschauen oder gar heimliche Zustimmung. Nur wenige mutige Stimmen nannten die Verbrechen beim Namen. Der 9. November ist ein Tag der Erinnerung an die Leiden der Opfer. Er ist ein Tag der Buße und Umkehr.
In ganz Baden-Württemberg werden Gottesdienste gefeiert und finden Gedenkstunden statt. Zu einem zentralen ökumenischen Gedenkgottesdienst lädt die ACK Baden-Württemberg am Abend des 9. November 2008 um 17 Uhr in die katholische Stadtkirche St. Stephan in Karlsruhe ein. Die Predigt hält der Landesbischof der Evangelischen Landeskirche in Baden Ulrich Fischer.
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