Interdisziplinäres Lehren und Lernen fördern

 

Landesbischof Fischer besuchte Universität Mannheim

Mannheim (26.11.08). Lehren und Lernen an Hochschulen in unterschiedlichen wissenschaftlichen Richtungen gemeinsam zu fördern, hat Landesbischof Ulrich Fischer angeregt. Er besuchte am Montag dieser Woche gemeinsam mit Pfarrer Georg Lämmlin von der Evangelischen Akademie Baden die Universität Mannheim, wo er sich auch über ein Projekt im Bereich Service Learning informierte.

„Die Universitäts- und allgemeine Hochschullandschaft befindet sich in einem enormen Umbruch“, stellte Landesbischof Ulrich Fischer nach seinem Besuch des Mannheimer Campus fest. Durch die Umstellung auf die Bachelor- und Masterausbildung an den Universitäten gehe in einzelnen Fächern zunehmend der Blick in andere Disziplinen verloren. Für den Rektor der Mannheimer Universität, Professor Hans-Wolfgang Arndt, war dieselbe Beobachtung Anlass, alte Traditionen zu hinterfragen und neue Wege zu gehen. So hat die Mannheimer Universität als erste der deutschen Universitäten einen Bachelorstudiengang in Jura eingeführt, um Zugänge von Juristen in die Wirtschaft zu fördern. „Besonders stolz sind wir auf den Bachelor-Studiengang Kultur und Wirtschaft“, bekräftigte Arndt sein Anliegen, Fachrichtungen an einer Hochschule besser in den Austausch zu bringen. Landesbischof Fischer unterstrich, wie wichtig Aktivitäten vor und während des Studiums für die Persönlichkeitsbildung seien: „Jugendliche, die nach dem Abitur ein freiwilliges soziales Jahr oder einen Auslandsaufenthalt absolvieren, lernen hier unendlich viel“, sagte Fischer auch im Blick die kirchlichen Angebote.

Nach einem Gespräch über den Lehrbereich Service Learning im Bereich der Wirtschaftpädagogik sprach sich Fischer zudem für eine praxisnahe Ausbildung während des Studiums aus. Prorektor Professor Hermann Ebner, Lehrstuhlinhaber für Wirtschaftspädagogik, berichtete von einem Projekt im Bereich Service Learning, bei dem Studierende Schüler aus Haupt- und Realschulen bei Bewerbungen unterstützen und mit ihnen konkrete Situationen, beispielsweise des Bewerbungsgespräches, trainieren.

Die Evangelische Landeskirche in Baden will Studierenden Plattformen für den interdisziplinären Austausch bieten. Neben der Evangelischen Studierendengemeinde soll durch das Projekt „Verantwortungseliten“ weitere Netzwerke entstehen, berichtete Studienleiter Georg Lämmlin von der Evangelische Akademie Baden. „Wir wollen den Kontakt der evangelischen Kirche zu Akademikern verstärken.“

Weitere Informationen zum Projekt „Verantwortungseliten“ finden Sie unter www.future-spirit.de.