Sterben, Tod und Trauer

 

Auswegslosigkeit

Komme, was da mag. Gott ist mächtig!
Wenn unsere Tage verdunkelt sind und unsere Nächte finsterer als tausend Mitternachte, wollen wir stets daran denken, dass es in der Welt eine große segnende Kraft gibt, die Gott heißt.
Gott kann Wege aus der Auswegslosigkeit weisen. Er will das dunkle Gestern in ein helles Morgen verwandeln - zuletzt in den leuchtenden Morgen der Ewigkeit. Amen

Martin Luther King
aus: Kraft zum Lieben, Christliche Verlagsanstalt Konstanz 1988

     

    Im Angsicht des Todes

    Herr, Herr, sei du mit mir. Verlass mich nicht in meiner letzten Not. Stärke meinen Glauben. Erhalte mir deinen Frieden. An deiner Hand führe mich, wenn mir die Sinne schwinden; begleite mich durchs dunkle Tal zum ewigen Licht, zur ewigen Heimat. Erhöre mich, ach erhöre mich und vergib mir alle meine Sünden um Jesu Christi willen. Amen

    aus: EKG

       

      Im Angesicht des Todes

      Herr, ich weiß, dass du mich liebst, dass mein Sterben genauso in deinen Händen liegt, wie mein Leben.
      Ich will glauben, dass alles so, wie es kommt, in deine Liebe eingeschlossen ist. So wie du es fügst, wird es gut für mich sein.
      Hilf mir, deinen Willen zu verstehen und anzunehmen. Hilf mir, täglich bereit zu sein, wenn du mich rufst.
      Lass mich versöhnt mit dir sterben, in der Hoffnung, dass du mir alles zum Guten wendest. Herr, dein Wille geschehe. Amen

      aus: Gotteslob

         

        Schweige nicht zu meinen Tränen

        Mein Ende steht vor mir, oh Gott. So zeige mir das Maß meiner Tage. Stelle mir vor Augen, wie vergänglich ich bin.
        Sieh, eine Spanne lang sind meine Tage. Wie nichts ist mein Leben vor dir. Wie ein Hauch ist der Mensch, der doch sicher steht. Wie ein Traumbild wandelt er dahin und macht sich Unruhe um nichts. Er häuft auf und weiß nicht, wer es einsammlen wird.
        Nun, Gott, auf wen soll ich hoffen? Mein Warten gilt allein dir. Errette mich aus meiner Sünde, dass ich nicht den Narren ein Spott werde. Ich will schweigen und den Mund nicht auftun, denn mein Geschick ist vor dir. Nimm ab meine Schmerzen, denn unter dem Griff deiner Hand vergehe ich. Wenn du uns Menschen züchtigst um unserer Sünde willen, so verzehrst du unsere Schönheit wie Motten ein Kleid.
        Höre mein Gebet, mein Gott, und schweige nicht zu meinen Tränen. Lass ab von mir, dass ich mich erquicke, ehe ich dahinfahre und nicht mehr bin. Amen

        Jörg Zink (Psalm 39)
        a.a.O., Stuttgart 1991

             

            Nach dem Sterben

            Herr Jesus Christus, du schenkst uns Hoffnung über Tod und Grab hinaus.
            Du bist auferstanden und nimmst uns mit in dein ewiges Leben.
            Auch im Angesicht des Todes schauen wir auf dich und warten auf deine kommende Herrlichkeit. Amen

                 

                Trauer

                Barmherziger, unbegreiflicher Gott, zu Dir kommen wir in unserem Schmerz. Zu Dir rufen wir aus unserem Erschrecken. Dir klagen wir unsere Not. Wohin sonst könnten wir damit kommen, wenn nicht zu Dir?
                ... ist vom Tod aus unserer Mitte gerissen worden. Wir können es nicht fassen. Alles in uns lehnt sich dagegen auf.
                Tröste uns durch Deinen Heiligen Geist. Auf das Kreuz Jesu Christi schauen wir. An Jesus klammern wir uns. Mit dem Gekreuzigten sterben wir. Mit dem Auferstandenen leben wir. Durch ihn sind wir Dein, oh Gott, ob wir leben oder sterben.
                Im Namen Jesu vertrauen wir Dir ... an. Amen

                   

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                  Lass dich überraschen - Gespräche mit Gott über die Welt

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