„Kirchenstand“ war auf der Abi-Messe ein gelungener Anziehungspunkt
Einrichtungen der Landeskirche auf der Abi-Messe in Karlsruhe
Manch einer wird sich gefragt haben, was denn die Kirche auf einer Messe - ausschließlich für junge Leute, für Abiturienten – will! Aber schon auf den ersten Blick wird deutlich, dass das einen sehr berechtigten Grund hat. Schließlich hält die Evangelische Landeskirche in Baden ein breites Angebot an Studien- und Ausbildungsplätzen für junge Menschen bereit. Nicht nur Studiengänge der Theologie an der Uni Heidelberg oder der Hochschule für Kirchenmusik, sondern auch eine vielfältiges Studienangebot für junge Männer und Frauen in sozialen Berufen an der Evangelischen Hochschule (EH) in Freiburg.
Professoren und Studenten gleichermaßen berieten eine große Menge Interessierter am Stand der Abi-Messe am 2. Maiwochenende in der Neuen Messe Karlsruhe. Die jungen Leute „löcherten“ die Standbesatzung mit Fragen wie:
Welche Voraussetzung brauche ich für das Studium, wie lange dauert es, welche Schwerpunkte gibt es und vor allem welche Chancen und Möglichkeiten habe ich in der Zukunft, wenn ich solch eine kirchliche Ausbildung durchlaufe?
Oft bildeten sich große Zuhörer- und Gesprächsgruppen um die Standmitarbeiter. Die Theologen und Gemeindediakone hatten alle Hände voll zu tun, um alle Fragen befriedigend zu beantworten.
Wichtiger Anknüpfungspunkt für Gespräche war eine Sägeaktion der EH-Freiburg. Aus vorgefertigten Latten konnten kleine Holzkreuze gesägt werden, die - mit Loch und Bändel versehen - viele Hälse schmückten.
Ein Anziehungspunkt war der offen gestaltete Stand allemal. Stach er doch in seiner modern und großzügig angelegten Art deutlich aus der Reihe der konventionellen Anbieter heraus. Schon von weitem konnte man das Kirchenlogo auf einem 4 Meter hohen schwarzen Turm sehen. Zur Betrachtung lud eine Bildkollage an der Rückwand ein. „Der Stand sieht sehr gut aus“ meint Magda, die Theologiestudentin aus Heidelberg, „wir sind alle begeistert“.
Mit einem so genannten Rigg aus Aluminiumträgern, optisch als Einheit konzipiert aber doch räumlich abgesetzt, informierten fünf weitere Einrichtungen die Abiturienten über die Angebote der Landeskirche:
Freiwilligendienste der Diakonie präsentierten sich ebenso, wie die Jungen Evangelischen Verantwortungseliten, die Friedenstifter und Friedensdienste sowie die Studierendengemeinde.
Reichlich Rede und Antwort stehen musste auch hier die Mitarbeiter der Standbesetzung: „Die fragen mir noch ein Loch in den Bauch.“ resümierte einer der Studenten.
Aktion und Information in einer gelungenen Kombination machten die Präsentation der kirchlichen Angebote auf der Abi-Messe sicherlich für viele Besucher zur Bereicherung. Mindestens für sie war klar, warum die Kirche mit dem Stand auf dieser Messe für junge Leute präsent war.
