Das Apostolische Glaubensbekenntnis (Apostolikum)
Das Apostolische Glaubensbekenntnis ist das grundlegende gemeinsame Glaubensbekenntnis aller christlichen Kirchen. In den meisten Gemeinden wird es Sonntag für Sonntag im Gottesdienst gemeinsam gesprochen.
Es ist eine erweiterte Fassung des altrömischen Taufbekenntnisses aus dem 4. Jahrhundert, welches wahrscheinlich aus einem noch älteren Taufbekenntnis entstanden ist. Der Text des bei der Taufe gesprochenen Taufbekenntnisses war im Abendland Grundlage der Taufunterweisung und wurde fester Bestandteil der reformatorischen Katechismen. Seit dem 16. Jahrhundert fand es wegen seiner Bekanntheit als Gemeindebekenntnis auch Aufnahme in den sonntäglichen Gottesdienst. Im 20. Jahrhundert wuchs seine Bedeutung in Folge der ökumenischen Bewegung, da es eine allen Kirchen akzeptable Formulierung des christlichen Glaubens darstellt. Hierzu wurde 1971 eine dem heutigen Sprachgebrauch angepasste Form eingeführt. Es benennt die wichtigsten Glaubensinhalte des Glaubens zum Zwecke des liturgischen (gottesdienstlichen) Betens und Bekennens und verbindet als Taufbekenntnis weltweit viele Kirchen. Die evangelischen Kirchen bekennen es in Gemeinschaft mit der römisch-katholischen Kirche, der altkatholischen Kirche, den anglikanischen und anderen Kirchen.
Das aus dem Griechischen stammende Wort "katholisch" im dritten Abschnitt des Urtextes heißt "auf das Ganze bezogen" und drückt aus, dass die Kirche auf der ganzen Welt verbreitet ist und dass das Evangelium allen Menschen zu allen Zeiten und an allen Orten gilt. Dieses Wort dient also nicht zur Bezeichnung einer bestimmten Konfession; deshalb übersetzen es die evangelischen Kirchen mit "christlich" oder "allgemein".
Sie finden den Text des Apostolischen Glaubensbekenntnisses über untenstehenden Link, oder im Evangelischen Gesangbuch (Ausgabe für die Evangelische Landeskirche in Baden) unter Nr. 022.
