Luthers Großer Katechismus
Ausgangspunkt für die Erstellung der Katechismen war das Bemühen, Kernelemente biblischer Überlieferung von Generation zu Generation weiterzugeben (Dtn 6,20 ff).
Die Reformatoren predigten seit 1517 regelmäßig über Gebote, Glaubensbekenntnis und Vaterunser. Gemeinsam mit Johannes Bugenhagen legt Martin Luther ab 1525 besonderes Gewicht auch auf das rechte Verständnis der Sakramente. Die Reformatoren beziehen die Aussagen der Heiligen Schrift auf deren Anwendung in Gottesdienst und Alltag der Gläubigen. Was darüber hinausgeht, ist nicht mehr Gegenstand der Lehre.
In Nacharbeit vieler, im Herbst / Winter 1528 und Frühjahr 1529 gehaltener Predigten, veröffentlichte Martin Luther den Großen Katechismus. Vom zweiten Druck an umfasst der Große Katechismus die „Vermahnung zur Beichte“. Diese Ausgabe war geschmückt durch reiche Illustrationen, z.T. von Lucas Cranach dem Älteren. Eine zweite Vorrede verfasst Martin Luther für die letzte von seiner Hand bearbeiteten Ausgabe im Jahre 1538.
