Archivbestände

 

7. Depositen der ältesten Kirchenbücher der Gemeinden (1564-ca. 1810/1890)
Da die evangelische Kirche in Baden bis zum Stichjahr 1810 auskunftspflichtig ist für alle Anfragen und Forschungsbegehren in der Genealogie, wurde den Kirchen- und Pfarrgemeinden empfohlen, die ältesten Kirchenbücher bis 1810 als Depositum in das Landeskirchliche Archiv zu geben. Von diesem Angebot haben z.Zt. etwa 120 Kirchengemeinden Gebrauch gemacht. Vereinzelt wurden auch Kirchenbücher bis 1870/90 aufgenommen. Das älteste Kirchenbuch beginnt im Jahr 1564. Die größten und bedeutendsten Bestände sind die Depositen der Kirchengemeinden Heidelberg mit allen eingemeindeten Vororten (ab 1592), Karlsruhe mit den meisten Vororten (ab 1594/1715), Pforzheim (ab 1607) und Mannheim (ab 1651 mit vereinzelten späteren Einträgen zurück bis 1515), ferner Durlach (ab 1690), Eberbach (ab 1615), Emmendingen (ab 1640), Hoffenheim (ab 1653), Ladenburg (ab 1666), Lichtenau (ab 1565), Mosbach (ab 1555), Sinsheim (ab 1698), Wiesloch (ab 1689). Unter den Kirchenbüchern finden sich auch Kirchenbücher mennonitischer Gemeinden. Vereinzelt haben sich auch sog. Judenregister erhalten. Der Bestand umfasst ca. 900 Bände auf 100 lfm.

       

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