Sterben, Tod und Trauer
Worauf Christinnen und Christen angesichts des Todes hoffen dürfen
Foto: Joachim Faber
(privat)
Die Frage, was nach dem Tod kommt, gehört zu den menschlichen Grundfragen.
Dass Gott dem Menschen auch über den Tod hinaus die Treue hält, ist ein Gedanke schon in der Zeit des Alten Testaments. Der Tod vermag nicht wirklich von Gott zu trennen.
Das Neue Testament kennt die Auferstehung der Toten zum ewigen Leben. Die Auferweckung des gekreuzigten Jesus von Nazareth ist der Grund menschlicher Hoffnung. Ewiges Leben ist als vom gnädigen Gott aus dem Tod erwecktes Leben zu verstehen. Der christliche Glaube erwartet alles von Gott und seinem Handeln in Jesus Christus; das unterscheidet ihn von Zukunftsängsten und Jenseitsspekulationen.
Die Hoffnung auf das ewige Leben wird immer wieder mit der Erwartung eines endgültigen Gerichtes verbunden: der Mensch hat sich vor Gott zu verantworten. Aber der Gedanke an das Gericht macht keine Angst; denn als Glaubende gehen Menschen dem Gericht Gottes in der Gewissheit entgegen, gerechtfertigt zu werden. Durch das Gericht wird offen gelegt, was den betreffenden Menschen eigentlich ausgemacht hat und dann ewig ausmachen wird: der Mensch findet sich selbst, indem und weil er bei Gott ist und aus dieser Beziehung zu Gott nicht mehr herausfallen kann. Gott selbst wahrt die Kontinuität eines jeden Menschen zwischen dem, was dieser gewesen ist, und dem, was er in Ewigkeit sein wird. Der Mensch bleibt auf das angewiesen, was der ewige Gott aus seiner Lebensgeschichte macht; denn am Menschen als Gottes Geschöpf ist nichts Unsterbliches. Die christliche Hoffnung gilt allen Menschen, auch denen, die nicht an Jesus Christus glauben: Jesus Christus wird in der Ewigkeit auch für sie eintreten.
Die Hoffnung auf das ewige Leben verändert das Verhältnis des Menschen zum Tod. Sie verharmlost ihn nicht, aber sie kann den Gedanken an den Tod zulassen, weil sie weiß, dass die Allmacht des Todes gebrochen ist. Sie verändert auch das Verhältnis des Menschen zu seiner Endlichkeit; sie übt in die Kunst ein, rechtzeitig loszulassen und Abschied zu nehmen. Die Erwartung des Lebens nach dem Tod verweist die Hoffenden in befreiender Weise auf das Leben vor dem Tod.
Der christliche Glaube ist so der Anfang des ewigen Lebens mitten in dieser Weltzeit.
Hospiz
Das Leiden Sterbenskranker zu lindern, ihnen das Verbleiben in der vertrauten Umgebung zu ermöglichen und auch den Angehörigen beizustehen.
Hospizarbeit ist Sterbebegleitung durch befähigte ehrenamtliche Hospizhelfer und Hospizhelferinnen. Sie stehen gemeinsam mit Medizinern, Pflegekräften, Sozialarbeitern und Theologen sterbenskranken Menschen in ihrem letzten Lebensabschnitt zur Seite. Mit ambulanten Hospizdiensten, Sitzwachengruppen, stationären Hospizen und Einrichtungen mit Palliativstationen will die Hospizbewegung Menschen helfen, in Würde zu sterben.
Durch eine umfassende Zuwendung soll ein vertrauter Raum, ein zu Hause bewahrt und geschaffen werden, in dem der Mensch bis zuletzt in Würde und ohne Angst vor Schmerzen leben und hoffen darf. Der sterbende Mensch und die betroffenen Nahestehenden sollen auch in der Zeit der Trauer gleichermaßen unterstützt und begleitet werden.
Weitere Informationen finden Sie über folgende Links:
- Hospiz stationär/Arista Ettlingen
http://www.diakonie-laka.de/angebote/hospizarista.php
- Kinderhospiz
http://www.kinderhospiz-karlsruhe.de
http://www.kinderhospiz-karlsruhe-land.de
- Hospiz ambulant
Auskünfte zur Zeit noch über das Referat Altenhilfe Tel 0721/9349280
Mehr über die Hospizarbeit in Deutschland (allgemein) erfahren Sie hier:
Was uns tröstet - Veranstaltungsreihe Trostprojekt
Vorträge - Übungen - Gottesdienst - 12. Oktober bis 11. Dezember 2011 Klinikum Pforzheim
Menschen sehnen sich danach, getröstet zu werden, es berührt sie zutiefst, wenn sie Trost erreicht. In Krankheit und Leid, in Verlustsituationen, im Gefühl persönlichen Versagens ist das Bedürfnis nach Trost besonders ausgeprägt. Trost unterscheidet sich von Vertröstung, wer vertröstet wird, erfährt keine Änderung, Trost aber eröffnet neue Horizonte.
Wer Trost erfuhr, gewinnt neue Zuversicht, neues Vertrauen, fühlt sich nicht mehr allein gelassen. Trost ist nicht verfügbar, er stellt sich ein, wie das Glück; aber es gibt Wege, auf denen Trost Menschen erreichen kann, und diese Wege lassen sich bahnen. Trösten können Worte, wie Taten, können Klänge wie das Schweigen. Im Trostprojekt spüren wir – auch in je persönlicher Betroffenheit – dem nach, was Menschen trösten kann.
Aus unterschiedlichem Blickwinkel gehen die Referentinnen und Referenten der Frage nach, wie sich der tröstliche Schutz und Schirm Gottes für uns zeigen und ausbreiten kann.
Das Trostprojekt ist eine Veranstaltung der Evangelischen Akademie in Zusammenarbeit mit der "Evangelischen Erwachsenen- und Familienbildung in Baden" und der "C-Punkt Ökumenischen Cityseelsorge Pforzheim"

Sie erhalten hier das pdf-Dokument zur Veranstaltungsreihe "Das Trostprojekt" mit allen weitergehenden Informationen.