Gebete von Eltern

 

Zur Einschulung

Lieber Gott,
wir danken Dir für unsere Tochter/unseren Sohn.
Du hast … bis heute gnädig bewahrt vor schlimmem Schaden.
Das ist nicht selbstverständlich – und wir danken Dir und loben Dich.
Der heutige Tag wird eine große Veränderung in unser Leben bringen,
denn … kommt zur Schule.
Man sagt: „Nun beginnt der Ernst  des Lebens!“
Wir bitten Dich, dass dieser „Ernst“ nicht die Freude am Leben und den Spaß am Lernen vertreibt,
sondern dass unser Kind gerne zur Schule geht, dort gute und liebevolle Lehrerinnen und Lehrer hat,
dass es wahre Freunde findet, dass es lernt, mit Erfolgen und Niederlagen umzugehen,
dass es die Aufgaben bewältigen kann, die der Alltag stellt.
Unser Kind wird nun viele Wege gehen, auf denen wir nicht mehr mitgehen können oder dürfen.
Es fällt uns sehr schwer, unser Kind loszulassen – und wissen gleichzeitig doch, dass genau das wichtig und richtig ist.
Hilf uns dabei, unser Kind in die Welt zu schicken – und doch immer sein zuhause zu bleiben; es zu ermutigen,
die Welt zu entdecken – und dennoch die Konstante in seinem Leben zu bleiben.
Bewahre unser Kind bei allem, was es tut und lernt.
Wir danken Dir, dass Du bei ... bist, egal wo sie/er ist und was sie/er tut.
Amen

 

     

    Gebet für ein Kind

    Lieber Gott,
    wir danken Dir, dass Du uns unser Kind anvertraut hast.
    Es ist wunderbar zu sehen, wie … wächst,
    viele neue Dinge entdeckt,
    neue Fähigkeiten erwirbt und immer selbständiger wird.
    Er/sie geht jeden Tag in den Kindergarten/in die Schule
    und trifft sich mit Freunden.
    Wir bitten Dich, bewahre ihn/sie auf seinem/ihrem Weg
    und bei allen Unternehmungen.
    Schenke ihm/ihr Menschen, die ihn/sie verstehen
    und weiterbringen auf seinem/ihrem Lebensweg.
    Schütze ihn/sie vor negativen Einflüssen,
    die ihm/ihr und seiner/ihrer Seele Schaden zufügen.
    Und lass das Samenkorn des Glaubens, das in ihm/ihr gelegt ist,
    langsam wachsen und aufgehen, damit er/sie Dich als unseren Vater im Himmel erkennen kann.
    Amen

    (A. Reich)

     

         

        Der 1. Kindergartentag

        Guter Gott,
        … geht heute zum ersten Mal in den Kindergarten.
        Wir freuen uns, dass wir diesen Tag miterleben können.
        Danke für alle Bewahrung bis heute.
        Es ist schön, dass er/sie mit vielen anderen Kindern spielen und lernen kann
        und dass sich dadurch ganz neue Welten für ihn/sie eröffnen.
        Du weißt aber auch, wie schwierig es für uns ist, … loszulassen.
        Er/sie wird viel ohne uns erleben, Schönes und nicht so Schönes.
        Wir wissen, dass wir ihn/sie nicht vor allem bewahren können.
        Deshalb bitten wir dich: halte Deine schützenden und segnenden Hände über … .
        Lass ihn/sie Freunde finden und schenke ihm/ihr verständnisvolle Erzieherinnen.
        Danke, dass Du uns zugesagt hast, immer bei uns zu sein.
        Amen

        (A. Reich)

             

            Zum Auszug

            Herr, unser Gott –
            Unser Kind ist abgefahren!
            Man nennt das „abnabeln“.
            Wortlos gehen wir Eltern – Hand in Hand – die Stufen vom Bahnsteig hinunter, nach Hause.
            Das „Kinderzimmer“ ist leer – ohne unser Kind.
            Es fährt jetzt in einen neuen Lebensabschnitt –
            voller Hoffnungen und Erwartungen, Vorstellungen, Spannung – und auch etwas Angst.

            Die ersten Worte, die ersten Schritte, Kindergarten, Einschulung, viele Schuljahre, Abitur – liegen hinter ihm – hinter uns.
            Fragen: Was willst du werden – was will ICH werden?  Welche Interessen, Begabungen, Ausbildungsmöglichkeiten, Berufsaussichten – Fragen, die unser Kind insgeheim beschäftigt, bedrückt haben – liegen hinter ihm, hinter uns.
            Das Schulziel haben wir Eltern vorgegeben. Die Berufsrichtung sollte das Kind frei wählen.
            Die Entscheidung überraschte uns zwar; - aber wir finden sie gut und wollen sie gern unterstützen.
            Bisher hatte unser Kind in der Familie seinen Platz, seinen Halt, seinen Rhythmus, ein festes Gefüge, gegen das es sich auch auflehnen konnte – und doch Teil des Ganzen blieb.
            Viele „Freunde“ kamen ins Haus, und unser Kind spürte,  ob wir  Eltern  die Freundschaft unterstützten oder nicht so begeistert waren.
            Nun will und muss es selbst entscheiden über neue Beziehungen – in der Ausbildung und Freizeit.

            Eigentlich sind wir ruhig. Wir haben versucht, dem Kind unsere Werte zu vermitteln, die wir als tragfähig erfahren hatten.
            Es hat einen eigenen festen Standpunkt – und ein Lebensziel.
            Das tröstet uns. Und doch wissen wir, dass wir IMMER gefährdet sind, und nicht ahnen, wo welche Gefahren lauern.

            Herr Gott – gehe mit unserem Kind!
            Bewahre es vor vielem Bösen und hilf ihm durch Anfechtungen hindurch!
            Gib ihm treue, ehrliche Weggefährten als Lehrer und Freunde an die Seite.
            Gib ihm Freude beim Studium – und schenke dem Bemühen Erfolg,
            und lass es nicht vergessen, dass wir es lieben.
            Amen.

            (E. K.)

             

                 

                Mit Kindern beten lernen..

                ... so ist ein Artikel auf der Internetseite von protestantismus.suite101.de überschrieben. Hier finden Eltern Tipps, wie sie mit ihren Kindern beten können und diese zum eigenen Gebet anleiten können.

                 

                Gottes Segen sei mit dir

                Mütter und Väter begleiten ihre Kinder im Gebet

                In den einzelnen Bausteinen werden die Beziehungen zwischen den Generationen (Großeltern – Eltern – Kinder) mit ihren Schwierigkeiten und Freuden beleuchtet und ins Gebet gebracht.
                Die Bausteine enthalten eine kurze Beschreibung der jeweiligen Situation, passende Bibelstellen, erschließende Symbole mit Erläuterung, Fürbitten, Gebete, Segensgebet, Lieder und Texte.
                Hrsg.: Abteilung Erwachsenenpastoral im Erzb. Seelsorgeamt, Freiburg / Familienreferat

                 

                Gott segne dich

                (Groß)Eltern beten für sich und ihre (Enkel)Kinder

                Im Gebet können Eltern und Großeltern ihre Sorgen und Freuden ausdrücken und vor Gott bringen. Das Buch macht Mut, das Gespräch mit Gott zu suchen und gibt Hilfestellungen, wie das gelingen kann. Gebete, Bibeltexte und Anregungen helfen, Erfahrungen mit Kindern (Enkeln) zu thematisieren und so die Kraft und Nähe Gottes zu spüren und zu entdecken.
                Hrsg.: Abteilung Erwachsenenpastoral im Erzb. Seelsorgeamt, Freiburg / Familienreferat