Gebete für Jugendliche
Mal wieder melden
Hallo Gott,
ich habe mich schon länger nicht mehr um Dich gekümmert.
Ich habe im Moment so viel mit mir selbst zu tun.
Und irgendwie habe ich den Eindruck,
dass man bei Dir so viele Regeln und Gebote beachten muss.
Und das passt mir nicht so recht.
Ich möchte doch mein Leben leben.
Meine Eltern sagen mir schon andauernd,
was ich falsch mache, und dass es so nie 'was wird mit mir,
mit meinen Geschwistern habe ich dauernd Streit,
und in der Schule läuft es auch nicht gut.
Am liebsten würde ich einfach abhauen aus mir selbst.
Am besten ein anderer sein, in einem anderen Leben.
Aber das geht ja nicht.
Also muss ich es schaffen, irgendwie mit mir und den anderen auszukommen.
Warum ich mich an Dich wende?!
Sonst weiß ich keinen, dem ich das erzählen kann.
Vielleicht kannst Du mich ein bisschen verstehen -
und mir irgendwie helfen???
Amen
Zweifel
Gott,
mir gehen so viele Gedanken durch den Kopf.
Als Kind war es so einfach zu glauben:
ich habe Dir alles zugetraut und Wunder waren selbstverständlich.
Das fällt mir heute schwerer.
Wenn ich das Leid in der Welt anschaue,
dann frage ich mich,
wo Du bist und wieso Du das alles zulässt?!
Wieso änderst Du die Welt nicht einfach?!
Warum hungern Kinder,
warum sterben Menschen an Krankheiten,
warum lassen sich Eltern scheiden?
Wieso herrscht immer noch Krieg?
Wieso passieren Naturkatastrophen?
Wieso spüre ich nicht immer, dass Du bei mir bist?!
Wieso habe ich jetzt Zweifel an Dir?!
Eigentlich wünsche ich mir,
dass ich einfach wieder an Dich glauben kann!
Wenn Du da bist und mich hörst,
dann lass mich doch wieder glauben und Dir vertrauen –
auch wenn so Vieles gegen Dich spricht…
Amen
Zur Konfirmation
Großer Gott,
in ein paar Tagen werde ich konfirmiert.
Erst letztens habe ich gehört, wie jemand sagte,
dass sich die Jugendlichen heute nur wegen des Geldes konfirmieren lassen.
Das stimmt aber nicht!
Ich denke viel über Dich und den Sinn des Lebens nach.
Viele Themen des Konfirmandenunterrichts gehen mir nach.
Manche Frage hat sich für mich geklärt –
dafür sind an anderer Stelle neue Fragen dazu gekommen.
Jetzt soll ich meine Taufe selbstständig vor Dir und der ganzen Gemeinde bestätigen.
Manchmal habe ich Angst, dass ich das gar nicht kann.
Ich habe den Eindruck, dass ich nicht genug glaube,
dass ich an Manchem doch immer noch Zweifel habe,
dass ich Dich gar nicht in allen Bereichen meines Lebens haben möchte,
dass ich es vielleicht gar nicht so richtig ernst meine.
Und dann denke ich wieder, dass ich das schon will:
mit Dir mein Leben zu leben.
Dass mir das Mut und Kraft geben würde,
wenn ich Dich an meiner Seite wüsste.
Wenn ich immer mit Dir reden könnte,
wenn mir danach ist.
Dass ich zu Dir kommen könnte
und Du mich mit offenen Armen empfängst.
Wir haben in den letzten Monaten immer wieder gehört,
dass Du die Liebe bist – und darum will ich mich trauen,
bei meiner Konfirmation „Ja“ zu Dir zu sagen.
Ich werde nicht alles richtig machen,
ich werde oft nichts von Dir wissen wollen,
ich werde meine eigenen Ideen und Ideale
immer wieder höher setzen als Dich!
Und ich will Dich bitten,
dass Du mich dennoch begleitest auf meinem Weg durchs Leben,
denn eigentlich will ich grundsätzlich in Kontakt mit Dir bleiben
und Dich besser kennen lernen.
Amen
Danke für meine/meinen Freund/in
Jesus,
ich bin echt froh,
dass … mein/e Freund/in ist.
Ich kann ihr/ihm voll vertrauen,
wir verstehen uns ohne viele Worte.
Wenn ich jemanden zum Reden brauche,
hört sie/er mir zu.
Nicht immer gibt er/sie mir Recht,
sondern sagt mir auch schon mal die Meinung –
das passt mir nicht immer,
aber letztlich macht das eine gute Freundschaft wohl auch aus.
Was super ist:
wir können zusammen lachen und weinen,
voll gut miteinander über alles reden,
uns streiten und wieder vertragen.
Ich wünsche mir,
dass wir auch in Zukunft so gute Freunde bleiben.
Amen



