Investition in den Klimaschutz

 

Landessynode beschließt kirchliches Umweltmanagement

Bad Herrenalb (21.10.09). Mit einer weiteren Investition von 1,45 Millionen Euro verstärkt die Evangelische Landeskirche in Baden ihren Beitrag zum Klimaschutz. Verbunden mit weiteren Maßnahmen sollen bis 2020 insgesamt Einsparungen im CO2-Ausstoß von 45 Prozent erreicht werden. Zudem wurde die Fusion von zwei Kirchenbezirken in Südbaden beschlossen. Der Beschluss über den Haushalt wurde auf Donnerstag verschoben.

Schon die Bilanz der bisherigen Bemühungen für den Klimaschutz in der Landeskirche könnten sich sehen lassen, bestätigte der Vorsitzende des Finanzausschusses, Ekke-Heiko Steinberg (Baden-Baden). In den vergangenen fünf Jahren haben 80 Kirchengemeinden das Umweltmanagement Grüner Gockel eingeführt. Der CO2-Ausstoß konnte in diesen Gemeinden um 26 Prozent verringert werden. Eine Bilanz in 15 Gemeinden hat ergeben, dass dort in letzten beiden Jahren 17 Prozent Heizenergie und fünf Prozent Strom eingespart werden konnten.

Diese positive Bilanz sieht die Landessynode aber nur als ein Zwischenergebnis an. Das Klimaschutzkonzept der Landeskirche, mit dem insgesamt bis zum Jahr 2020 die CO2-Emissionen um rund 45 Prozent reduziert werden sollen, beläuft sich auf Kosten von insgesamt 45 Millionen Euro. Um die Finanzierung des Konzeptes endgültig zu sichern, hat die Landessynode weitere 1,45 Millionen Euro dafür bereitgestellt. Diese Mittel sollen in mehreren Schritten dafür eingesetzt werden, um nachhaltig die Klimabilanz der Landeskirche zu verbessern. Neben der bereits finanzierten energetischen Renovierung von Pfarrhäusern will sich die Landeskirche der Klimaschutzinitiative der Bundesregierung anschließen und das Umweltmanagement in der baufachlichen Beratung der Landeskirche fest verankern. „Wir erwarten durch diese Maßnahmen rund 1,75 Millionen Euro Einsparungen bei den Energiekosten in den Kirchengemeinden“, sagte dazu der Baureferent der Landeskirche, Oberkirchenrat Stefan Werner.

Der neue Kirchenbezirk „Markgräflerland“ in Südbaden mit insgesamt 82.000 Evangelischen wird gebildet aus den bisherigen Kirchenbezirken Lörrach und Schopfheim. Durch die Landessynode wurde die Fusion nun besiegelt. Seit 2008 gab es Bemühungen, in dieser Region der Landeskirche eine einheitlichere Struktur zu schaffen. Da sich die Betroffenen schnell einig waren, konnte sehr konstruktiv eine Lösung gefunden werden. Der vereinigte Kirchenbezirk bildet die Grenzen des Landkreises Lörrach ab und entspricht auch den Grenzen des katholischen Dekanats. Schon seit vielen Jahren ist ein Schuldekan für beide Kirchenbezirke zuständig. Da der Bezirk in drei Regionen gegliedert wird, bleibt die Überschaubarkeit erhalten und die Wege werden nicht zu lang, sind sich die Synodalen sicher. Ihren Sitz hat die bereits gewählte Dekanin Bärbel Schäfer künftig in Lörrach, an der Stadtkirche in Schopfheim nimmt sie einen Predigtauftrag wahr.

Der Beschluss des Doppelhaushaltes wurde aus Zeitgründen auf Donnerstag verschoben.