Synode der EKD
2. Tagung der 11. Synode der EKD in Ulm
Vom 25. bis 29. Oktober 2009 findet in Ulm die 2. Tagung der 11. Synode der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) statt. Das Schwerpunktthema der Ulmer Synode lautet „Ehrenamtliches Engagement in Kirche und Gesellschaft“.
Nach der Grundordnung der EKD besteht die Synode aus 126 Mitgliedern. 106 Synodale werden durch die Synoden der 22 Gliedkirchen gewählt, 20 Synodale beruft der Rat unter besonderer Berücksichtigung von Persönlichkeiten, die für das Leben der Gesamtkirche und die Arbeit der kirchlichen Werke Bedeutung haben.
Die Synode hat die Aufgabe, Angelegenheiten, die die EKD betreffen, zu beraten und über sie zu beschließen. Dazu gehören Kirchengesetze (so z.B. Haushalt, Datenschutz etc.), sowie Vorlagen des Rates und der Kirchenkonferenz; und unter bestimmten Voraussetzungen auch Anträge und Eingaben. Die Mitglieder der Synode sind dabei an Weisungen nicht gebunden.
Die Synode wird jeweils für die Dauer von sechs Jahren gebildet; an ihrer Spitze steht ein siebenköpfiges Präsidium, das ebenso wie die ständigen Ausschüsse während der konstituierenden Tagung von den Synodalen aus ihrer Mitte gewählt wird.
Im Mittelpunkt dieser Synodaltagung stehen die Wahlen zum Rat der EKD. Dem Rat der EKD gehören für sechs Jahre 15 Mitglieder, Laien und Theologen, an. Aus der Mitte der gewählten Ratsmitglieder bestimmen Synode und Kirchenkonferenz wiederum gemeinsam den Vorsitzenden des Rates und dessen Stellvertreter.
Der Rat leitet die EKD in allen Angelegenheiten, die nicht ausdrücklich anderen Organen vorbehalten sind. Insbesondere soll er für die Zusammenarbeit der kirchlichen Werke und Verbände in allen Bereichen sorgen, die evangelische Christenheit in der Öffentlichkeit vertreten und zu Fragen des religiösen und gesellschaftlichen Lebens Stellung nehmen.
22 Kandidatinnen und Kandidaten stellen sich der Synode und der Kirchenkonferenz der EKD zur Wahl für die noch freien 14 Plätze im Rat. Ein Platz ist bereits vergeben, die Präses der Synode der EKD, Katrin Göring-Eckardt, gehört dem Rat der EKD qua Amt an. Es sind zehn Frauen und zwölf Männer, davon sind neun Personen Leitende Geistliche einer Gliedkirche der EKD.
Die Wahl der neuen Vorsitzenden des Rates und des Stellvertreters durch die Synode erfolgte am Mittwoch. Hier wurde mit Margot Käßmann erstmals eine Frau als Vorsitzende des Rates der EKD gewählt. Zu ihrem Stellvertreter wurde der Präses der Evangelischen Kirche im Rheinland, Nikolaus Schneider, gewählt.
Daran schließen sich weitere Beratungen über den Haushalt und weitere Kirchengesetze an.
Quelle: ekd.de
