Studientag „Kirche leiten in partnerschaftlichem Zusammenwirken“

 

Fortbildung gemeinsam für haupt- und ehrenamtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter

Heinz Janssen

Heinz Janssen



Margit Fleckenstein

Margit Fleckenstein

(16.11.09) Zu einem Studientag „Kirche leiten in partnerschaftlichem Zusammenwirken“ hatte die Evangelische Landeskirche in Baden im November eingeladen. Es war die erste gemeinsame Tagung von haupt- und ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Leitungsfunktionen. Das „Dialog-Cafe" der Zachäusgemeinde in Freiburg war Tagungsort und wirkte wegweisend mit seinem Namen.

Bedeutsam war dieser Start zur Stärkung der Zusammenarbeit in Haupt- und Ehrenamt durch eine ausdrücklich erwünschte gemeinsame Fortbildung. Gebührend „eingeläutet“ haben den Studientag die Präsidentin der Landessynode Margit Fleckenstein als Ehrenamtliche in Spitzenposition sowie Kirchenrat Heinz Janssen als Leiter der Abteilung Fort- und Weiterbildung. Beispielhaft haben sie diese Fortbildung von Ehren- und Hauptamt gemeinsam geplant und durchgeführt.

Unter dem biblischen Leitbild „Haus der lebendigen Steine“ wurde die Frage bedacht, wie „partnerschaftliches Leiten“ geschehen kann und ob ein Zusammenwirken „auf Augenhöhe“ in den Leitungsgremien möglich ist. Lebendige Steine bauen nicht nur an verschiedenen Stellen, sie sehen auch unterschiedlich aus; daraus ergab sich die Frage nach der gegenseitigen Wertschätzung, Wahrnehmung der Fähigkeiten und des respektvollen Umgangs.

Die landeskirchlichen Leitungsstrukturen, welche von der Präsidentin sehr anschaulich dargestellt wurden, dienten den 16 Teilnehmenden als Impuls, gemeindliche Strukturen anzuschauen.
Eines der daraus entstandenen Tagungsergebnisse war, dass in den Gemeinden nach unserer Grundordnung vorhandene Strukturmöglichkeiten, besonders Gemeindeversammlung und Gemeindebeirat, zu wenig genutzt werden. Diese Gremien wurden als wichtige Instrumente erkannt, die haupt- und ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern die Möglichkeit eines kontinuierlichen Austauschs und gegenseitiger Beratung geben, vorausgesetzt dass sie regelmäßig tagen. Besonders der Gemeindebeirat erschien den Teilnehmerinnen und Teilnehmern als Hilfe, um dort, wo „der Bau stoppt“ oder „bröckelt“, ein gemeinsames Weiterbauen zu ermöglichen. Alle waren sich einig, dass dadurch die Zusammenarbeit gestärkt und Vertrauen entsteht, um „partnerschaftlich friedlich“ (so eine Teilnehmerin) als lebendige Steine an den Baustellen des Hauses „unsere Kirche(ngemeinde)“ zu bauen.

Kirchenrat Pfarrer Heinz Janssen,
Leiter der Abteilung Personalförderung/ Fort- und Weiterbildung