Es ist besser ein Licht anzuzünden, als über die Dunkelheit zu jammern

 

Johannesgemeinde Pforzheim gründet Förderverein, um die Stelle eines Jugenddiakon zu finanzieren

Gründungsmitglieder Förderverein

Der neu gegründete Förderverein



Teenager

Die T-Shirts machen es deutlich:
Sie sind die Johannesgemeinde!



Stefan Mappus

"Jugendliche sind begeisterungsfähig"
- Gründungsmitglied Stefan Mappus

(03.12.09) Die Johannesgemeinde Pforzheim will durch einen Förderverein die Stelle für einen Jugenddiakon finanzieren. Pfarrerin Dorothea Patberg begrüßte die Gründungsmitglieder im Gemeindesaal der Johannesgemeinde und erläuterte die Beweggründe für diesen Schritt.

Die Johannesgemeinde hat im Gegensatz zum allgemeinen Trend eine sehr große Zahl von Kindern und Jugendlichen. Über 90 Kinder sind im Kindergarten, 45 Jugendliche besuchen den Konfirmandenunterricht. Vier Schulen befinden sich auf dem Gemeindegebiet, mit denen Kooperationen denkbar sind. Die Taufstatistik zeigt auch für die kommenden fünf Jahre noch eine konstant hohe Zahl.

Die Johannesgemeinde sieht es als ihre Pflicht an, diesen jungen Menschen auch nach der Konfirmation ein überzeugendes kirchliches Angebot zu sozialem Engagement und zu sinnvoller Freizeitgestaltung zu bieten. Daher ist es das Ziel, eine hauptamtliche Kraft speziell für die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen in der Gemeinde – und mit Wirkung darüber hinaus – einzustellen. Die von der Stadtsynode beschlossene Einrichtung einer Jugendkirche in Pforzheim soll damit auch personell unterstützt werden.
Ziel des Vereins ist das Sammeln finanzieller Mittel, die die Einstellung eines Jugenddiakons oder einer Jugenddiakonin in der Johannesgemeinde ermöglichen und damit auch die Voraussetzung für die Beteiligung an der Jugendkirche Pforzheim schaffen.

Unter den Gründungsmitgliedern ist auch der designierte Ministerpräsident von Baden-Württemberg,  Stefan Mappus, der in der Johannesgemeinde wohnt. In seinem Grußwort zog er Parallelen zwischen Kirche und Politik und meinte, dass in beiden Institutionen oft Themen behandelt würden, die mit Jugendlichen wenig bis nichts zu tun hätten, viele Jugendliche aber sowohl für Gottesdienste wie für Wahlen begeisterungsfähig seien, wenn sie ernst genommen und kreativ angesprochen würden. Die Jugend sei kritischer als früher und dennoch benötige sie Orte, an denen sie Traditionen leben und gleichzeitig Jugendkultur experimentell versuchen könne. Kirche sei beileibe nicht alt oder out, sondern actionreich und deshalb könne er das Projekt nur unterstützen.

Bei den Wahlen wurde Wolfgang Kienzle, gleichzeitig Vorsitzender des Ältestenkreises zum ersten und Pfarrerin Dorothee Padberg zur zweiten Vorsitzenden gewählt. Den Vorstand ergänzen Thilo Klittich und Peter Schweizer. Neben diesen sind weitere Gründungsmitglieder Jörg Bader, Jörg Eysell, Sabine Hager, Cornelia Heber, Ilsedore Jung, Barbara Koch, Ute Kollmar, Rainer Kollmar, Harald Pfrommer, Sybille Sauer-Kling, Hans-Martin Schäfer, Carsten von Zepelin und Hartwig Ziegler.

Rolf Pfeffer, Referent für Öffentlichkeitsarbeit