Lebensordnung Konfirmation
Zeremoniale des Gottesdienstes
Der Konfirmationsgottesdienst beginnt mit einem feierlichen Einzug der Konfirmanden. Ihnen voraus gehen die Kirchenvorstände bzw. Kirchengemeinderäte, am Schluss des Zuges der Liturg. Ist ein Vortragekreuz in der Gemeinde in Gebrauch, so wird es vorangetragen.
Bei der Konfirmationssegnung knien die Konfirmandinnen und Konfirmanden. Häufig geschieht das in der Weise, dass mehrere Jugendliche zugleich eingesegnet werden. Dabei empfiehlt es sich, den Einzelnen unter Auflegen beider Hände den Konfirmationssegen ganz zuzusprechen und mit einem Kreuzzeichen, verbunden mit "Friede sei mit dir", abzuschließen.
Zum Abschluss des Gottesdienstes ziehen die Konfirmierten wieder aus der Kirche aus, die Kirchenvorstände gehen wiederum voraus, der Liturg beschließt den Auszug.
Viele Konfirmanden sind zu Beginn des Konfirmandenunterrichts noch nicht getauft. Oft werden sie im Konfirmationsgottesdienst getauft und dann folgerichtig nicht mehr gesondert konfirmiert. Der eigenständigen Bedeutung der Taufe und dem Gemeinschaftscharakter der Konfirmation nach der Zeit des gemeinsamen Unterrichts entspricht aber eher, die Taufe im Zusammenhang mit der Behandlung des Taufthemas im Unterricht deutlich getrennt vom Konfirmationstermin zu feiern. Der aus liturgischer Sicht wohl beste Termin dafür ist die Osternacht. Auch Epiphanias, in der Alten Kirche ein besonderer Tauftermin, ist ein geeigneter Tag. Die so getauften Konfirmanden werden dann gemeinsam mit der ganzen Gruppe konfirmiert.
Ein wichtiges Ereignis im Leben vieler Gemeinden ist die "Goldene Konfirmation" - der Erinnerungsgottesdienst an das 50. Konfirmationsjubiläum. Die Feier des 25. Konfirmationsjubiläums als "Silberne Konfirmation" findet im Hinblick auf die Lebenserfahrungen der Menschen und auf die Möglichkeit zur Kontaktaufnahme auch in der Lebensmitte zunehmende Verbreitung.

