Evangelische Aktionsgemeinschaft für Familienfragen in Baden (EAF)
Die Evangelische Aktionsgemeinschaft für Familienfragen (EAF) ist der familienpolitische Dachverband evangelischer Institutionen und versteht sich als fachkompetentes, interdisziplinäres Netzwerk in familienrelevanten Fragen. Seit Juli 2006 gibt es auch wieder einen EAF Baden.
Die EAF Baden möchte die Anliegen von Familien kommunizieren und sich für ihre Bedürfnisse einsetzen. Arbeitsbereiche der Evangelischen Landeskirche in Baden und ihres Diakonischen Werkes wollen zusammen das Miteinander der Generationen fördern.
Mit Stellungnahmen, Projekten und Fachtagungen will die EAF Familien fördern, unterstützen und begleiten. Familienpolitik ist eine Querschnittsaufgabe der Kirche und ihrer Diakonie, die bei aktuell anstehenden Problemen gefragt ist.
Das EAF in Baden ist eingebunden in das bundesweite Netzwerk der Evangelischen Aktionsgemeinschaft für Familienfragen.
10 Euro sind wenig!
Pressemeldung der eaf, 06.10.2008
Gestern ist im Koalitionsausschuss eine Kindergelderhöhung von 10 Euro für das erste und zweite Kind sowie 16 Euro für alle weiteren Kinder beschlossen worden. Das ist sehr erstaunlich, wird doch seit fast zwei Jahren regierungsseitig argumentiert, man müsse erst den Existenzminimumsbericht abwarten, bevor das Kindergeld erhöht werden könne. Nun geht es anscheinend doch andersherum. Damit entpuppt sich eine längst fällige Erhöhung des Kindergeldes als Hinhaltetaktik auf dem Rücken von Familien.
Zehn Euro sind angesichts gravierender Kostensteigerungen zu wenig. Gerade Energie- und Lebensmittelkosten, die im letzten Jahr stark angestiegen sind, treffen besonders Familien. „Statt eines derartigen finanziellen Trostpflasters, wäre es an der Zeit konsequenter die Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts von 2003 endlich umzusetzen und ein transparentes und sozial gerechtes System der Familienförderung zu realisieren, z. B. mit einem einheitlichen Kindergeld“, fordert Wolfgang Hötzel, der Vizepräsident der eaf. Das würde eine deutliche Erhöhung des Kindergeldes auf ca. 200 Euro pro Kind bedeuten.
Eine mutige Erhöhung des Kindergeldes würde vielen Familien, die am unteren Ende der Einkommensskala gerade noch über dem Hartz IV-Satz leben, etwas finanzielle Luft verschaffen. Denjenigen, die im Hartz-IV-Bezug sind, nützt auch dies leider nichts, denn diese Leistung wird um den Erhöhungsbetrag gekürzt, so dass sie keinen Cent mehr bekommen. „Es ist deshalb notwendig, im Interesse dieser Kinder die Regelsätze angemessen zu erhöhen.“, so Wolfgang Hötzel weiter.
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